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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 53. Tribal Art Auktion

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1 Sitzendes Reisgottpaar "bulul"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Sitzendes Reisgottpaar "bulul", Philippinen - Ifugao

Philippinen - Ifugao

Holz, geschwärzt, mit angezogenen Beinen auf massiven Sockelquadern sitzend, die verschränkten Arme jeweils auf die Knie aufgelegt, kräftige Hälse mit akzentuiertem Adamsapfel kugelförmige Köpfe mit großen Nasen und gerade abgeschnittenem Kinn tragend, min. besch., Risse, kleinere Fehlstellen, Spuren von altem Insektenfrass, auf Sockelplatte montiert; die sitzende Version des "bululs" zeigend.

H: 43,5 und 44,5 cm

Provenienz
Private Collection, Graz, Austria

Vergleichsliteratur
Newton, Douglas (Hg.), Arts of the South Seas, The Collection of the Musée Barbier-Mueller, München, London, New York 1999, p. 155, ill. 15

Preis: 3000 - 4500 €

2 Reisgottpaar "bulul"

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Reisgottpaar "bulul", Philippinen - Ifugao

Philippinen - Ifugao

helles Holz, matte, schwarze Patina, eine weibliche und eine männliche Figur, jeweils auf massiver, mittig eingezogener Basis stehend, nahezu identisch ausgebildete Körper zeigend: kurze, kräftige Beine einen abgeflachten, trapezförmig ansteigenden, in breiten Schultern endenden Rumpf tragend, flankiert von frei neben dem Körper herabhängenden Armen, über kurzen Hälsen sitzen kugelförmige Köpfe mit weit nach vorne kragendem Gesicht und einem wie "abgeschnitten" wirkendem Kinn, lanzettförmig eingetiefte Augen mit Einlage von Coixsamen, punktierte Tatauierungen im Gesicht und am Körper, min. besch., Risse (Basen, linke Kopfseite und Bein der weiblichen Figur), best., kleinere Fehlstellen, Farbabrieb; die "bulul"-Reisgötter sollen eine gute Ernte bewirken, dabei sind sie auf wunderbare Weise befähigt die Menge des Reises sowohl vor, als auch nach seiner Einlagerung zu erhöhen. Daneben sind sie auch geweihte Abbilder hoch verehrter Ahnen.

H: 56 resp. 58 cm

Provenienz
Coll. Alain Schoffel, Paris (1976)

Vergleichsliteratur
Newton, Douglas (Hg.), Arts of the South Seas, The Collection of the Musée Barbier-Mueller, München, London, New York 1999, p. 154 f.

Preis: 14000 - 21000 €

3 Schwert

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Schwert, Indonesien - Sumatra, Batak

Indonesien - Sumatra, Batak

Metall, Holz, scharfe, leicht gebogene Klinge mit einem Griff aus patiniertem Bein, umhüllt von einer schwarz bemalten Holzscheide, die mit sieben vertikalen Streifen aus Goldblech beschlagen ist, besch., Risse, Metallblechstreifen fehlend

L: 67 cm

Vergleichsliteratur
Sibeth, Achim, Mit den Ahnen leben - BATAK - Menschen in Indonesien, Ausst.kat., Linden-Museum Stuttgart 1990, p. 163

Verkauft.

4 Amulettfigur

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Amulettfigur, Indonesien - Sumatra, Batak

Indonesien - Sumatra, Batak

sehr leichtes, helles Holz, mit Resten von schwarzer Farbe, stilisierte weibliche Figur, ein Kind auf dem Rücken tragend, das eigentümlicherweise Rücken an Rücken zur Mutterfigur angeordnet ist, min. best., Fehlstelle (Fußzone, rückseitig), Farbabblätterungen

H: 7 cm

Verkauft.

5 Festtagsjacke erfolgreicher Krieger "kalambi buri"

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Festtagsjacke erfolgreicher Krieger "kalambi buri", Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

schlichter gerader Schnitt mit Armlöchern und kleinem, rundem Halsausschnitt, aus zweilagigem Baumwollstoff, Rücken- und Seitenteile schwarzgrundig, mit rotem Stoff eingefaßt, über und über bestickt mit Nassaschnecken, rautenförmige Kompartimente ausbildend, die mit volutenförmig eingedrehten Motiven gefüllt sind, Metallplättchen dazwischen, Verzierung mit Glasperlen und Metallschellen am Gewandsaum, min. besch., Risse am linken Armausschnitt, Reparaturstelle rechts (Schulterbereich), Metallglöckchen fehlen, min. fleckig auf der Innenseite

L: 55 cm; B: 46 cm

Provenienz
Coll. August Flick, Cologne, Germany

Vergleichsliteratur
Borneo, The Dayak in the Francois Coppens Collection, Musée de Solutré, 1996, p. 18 f.

Verkauft.

6 Festtags Sarong für Frauen "kain manik"

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Festtags Sarong für Frauen "kain manik", Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

schlichter, gerader Schnitt, zweilagiger Baumwollstoff, indigoblauer Fond, über und über in horizontaler Reihung mit Nassaschnecken bestickt, in der Mitte unterbrochen durch eine Bordüre aus rautenförmig aufgestickten, polychromen Glasperlen, eingefaßt durch rote Stoffbänder und dreieckige Nassa-Ornamente, Saum aus Glasperlen und angehängten Metallschellen, kleinere Fehlstellen im Stoff, einige Metallschellen und stellenweise Nassaschnecken fehlend (oberer Rand)

L: 55 cm; B: 45 cm

Provenienz
Coll. August Flick, Cologne, Germany

Vergleichsliteratur
Borneo, The Dayak in the Francois Coppens Collection, Musée de Solutré, 1996, p. 18 f.

Verkauft.

7 Pfostenfigur "hampatong"

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Pfostenfigur "hampatong", Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

schweres Holz, auf pfahlförmiger Basis eine mit überkreuzten Beinen sitzende Figur, ein kräftiger Torso mit breiten Schultern angewinkelte Arme entsendend, die Fingerspitzen auf den Knien aufliegend, bekrönt von halslos aufsitzendem Kopf mit vereinfachten Gesichtszügen, besch., Risse, Witterungsspuren, auf Holzsockel montiert (mit Bruchstelle, Ränder best.); "Hampatong"-Figuren hatten unterschiedliche Funktionen, sie waren Schutzfiguren des Dorfes, sollten böse Geister fern halten und vor Krankheiten schützen. Sie waren auch zu verstehen als eine Art Diener für die Toten im Jenseits, oder auch als Bildnis des Toten selbst.

H: 69 cm

Provenienz
Coll. Fred ten Houten, Groningen, The Netherlands
Ferry Herrebrugh, Amstelveen, The Netherlands

Vergleichsliteratur
Headhunters and Woodcarvers, from the Francois Coppens Collection, Aust.kat. Arnhem 2000, p. 48 f.

Verkauft.

8 Trophäenschädel

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Trophäenschädel, Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

menschlicher Schädel, von lehmartiger schwarzbrauner Krustenpatina überzogen, Ober- und Unterkiefer zusammengehalten durch Rotanstränge die schlingenförmig den Kopf umschließen, das aufgefiederte Blattende den Kopf wie eine Frisur üppig auf der linken Seite hinterfangend, auf Metallsockel montiert; die Kopfjagd zählt zu den ältesten Ritualen überhaupt und war einst auf der ganzen Welt verbreitet. Bei einigen Völkern wurde sie gar bis ins 20. Jahrhundert hinein betrieben. So etwa bei den Dayak (Borneo), den Naga (Hinterindien), den Ekoi (West-Afrika) und den Suhar (Südamerika). Der dahinter stehende Gedanke ist stets gleich. Die Trophäenschädel verliehen soziales Ansehen und da im Kopf angeblich die Lebenskraft sitzt, sollten auch die Eigenschaften des Opfers auf den Kopfjäger übergehen. In vielen Völkern mußte ein Jäger erst einen Kopf erbeuten um als Mann zu gelten und in die Gesellschaft aufgenommen zu werden. Auch für eine Heirat oder zur Erlangung der Häuptlingswürde war das Vorzeigen eines oder mehrerer Schädel nötig.

H: 19 cm

Provenienz
Coll. August Flick, Cologne, Germany

Vergleichsliteratur
Headhunters and Woodcarvers, from the Francois Coppens Collection, Aust.kat. Arnhem 2000, ill. 12, ill. 17

Verkauft.

9 Amulettfigur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Amulettfigur, Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

Holz, hellbraune Patina, wohl männliche Figur in nahezu sitzender Haltung, die stark verkürzten Arme abgewinkelt, Bohrlöcher unter den Achseln, abgeschrägte Gesichtshälften, in Nasengrat kulminierend, Fruchtkerne als Augen, geschwärzte Frisur, min. besch., Riß, Fehlstelle (rechte Fußspitze), auf Sockel montiert; diese Amulettfiguren wurden vom Medizinmann angefertigt, sie sollten ihren Träger vor Krankheiten schützen.

H: 11,5 cm

Vergleichsliteratur
Borneo, The Dayak in the Francois Coppens Collection, Musée de Solutré, 1996, p. 31

Preis: 1100 - 1500 €

10 Drei Amulettfiguren

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Drei Amulettfiguren, Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

Holz, geschwärzt, jeweils auf kleiner Basis stehend, zwei davon mit Ösen am unteren Ende zur Befestigung an einem Halsband, min. besch., stellenweise Spuren von altem Insektenfrass

H: 7,5; 8 und 10 cm, collected in situ, 1970/71

Verkauft.

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