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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 56. Tribal Art Auktion

1 Löffel

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Löffel, Philippinen - Ifugao

Philippinen - Ifugao

Holz, rötlich braune Glanzpatina, oval eingetiefte Laffe, Griff in Gestalt einer stehenden Figur mit frei gearbeiteten, symmetrisch angelegten Gliedmaßen und angeschnitzten Armreifen, bekrönt von ovalem Kopf mit schematisierten Gesichtszügen, min. besch., leichte Abriebspuren, feine Risse, auf Metallsockel montiert

H: 31 cm

Provenienz
Coll. Kreitner, Vienna, Austria
Private Collection, USA
Coll. Dieter Schnurr, Vienna, Austria

Vergleichsliteratur
Newton, Douglas (Hg.), Arts of the South Seas, The Collection of the Musée Barbier-Mueller, München, London, New York 1999, p. 148, ill. 6

Preis: 600 - 900 €

2 Ritualimplement

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Ritualimplement, Indonesien

Indonesien

Holz, braune, teilweise glänzende Patina, in Form eines liegenden S, beschnitzt mit einem Frosch, einem liegenden Kleinkind und einem Vogel, oben ein kleiner Hohlraum, der mit einem kleinem Stöpsel in Vogelform verschlossen wird, auf der Unterseite eine Art hölzerner Spule befestigt, min. best.

L: 26 cm; H: 14,5 cm

Preis: 400 - 600 €

3 Webjoch "por"

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Webjoch "por", Indonesien - Bali

Indonesien - Bali

helles Holz, stellenweise geschwärzt, matte Patina, leicht geschwungene Form, Mittelteil und Endstücke mit floralen Elementen verziert, min. besch., leichte Gebrauchs- und Abriebspuren, Risse

L: 106 cm

Provenienz
Emil Storrer, Zurich, Switzerland

Preis: 350 - 550 €

4 Trophäenschädel

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Trophäenschädel, Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

menschlicher Schädel, dunkelbraun eingefärbt, der Unterkiefer mittels Rotanbindung fixiert, Conusschneckenscheiben als Augen eingesetzt, durch schwarze Masse fixiert, die Schädelschale in flachem Relief ornamental verziert mit kurvilinearen und hakenförmigen Motiven, zwei weitere Muschelscheiben am Hinterkopf, die Zähne tlw. erhalten, rest.; früher waren einige Dayak-Völker als Kopfjäger gefürchtet, da sie aus religiösen Gründen die Schädel getöteter Feinde aufbewahrten und in ihren Langhäusern zur Schau stellten. Die Dayakkrieger konnten durch die Kopfjagd ihre Männlichkeit beweisen und, dem animistischen Glauben der Dayak folgend, in den Besitz der Seele ihrer Feinde gelangen. Ein weit verbreitetes Motiv für die Kopfjagd bestand in dem Glauben, der Getötete müsse seinem Mörder als Sklave ins Jenseits folgen. Erfolgreiche Kopfjäger standen hoch im Ansehen. Die Dayak verzierten die Schädel ihrer Opfer häufig mit Gravuren sowie hölzernen Ohren, Nasen und Augenscheiben. Die Iban gaben die Kopfjagd früher auf als andere Dayak, vermutlich, weil sie als Küstenbewohner schneller mit anderen Kulturen in Berührung kamen. Im 19. Jahrhundert wurde die Kopfjagd von den europäischen Kolonialmächten unterbunden.

L: 22 cm

Vergleichsliteratur
Borneo, The Dayak in the Francois Coppens Collection, Musée de Solutré, 1996, p. 37

Verkauft.

5 Kleine Figur

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Kleine Figur, Indonesien - Borneo, Dayak

Indonesien - Borneo, Dayak

Holz, dunkelbraune Patina, über runder Plinthe geschnitzt, lange, gerade Beine ohne Füße tragen einen konisch zulaufenden Oberkörper mit reliefartig gearbeiteten Armen, ein fast halslos aufsitzender Kopf mit vereinfachten Gesichtszügen und einer flachen Kopfbedeckung mit länglichem Fortsatz, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Metallplatte montiert

H: 25,5 cm

Preis: 400 - 600 €

6 Stehende Figur mit Hüfttuch

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Stehende Figur mit Hüfttuch, Indonesien - Flores, N-Gela Village

Indonesien - Flores, N-Gela Village

Holz, dunkelbraune Patina, ein blockhafter Körper auf scheibenförmiger Basis, der Unterkörper in einen bodenlangen Wickelrock mit Kerbschnittmustern eingehüllt, die Arme dicht neben dem Oberkörper hinabgeführt und beide Hände vor dem Leib aneinandergelegt, über scheibenförmig abgflachten Schultern und kurzem Hals ein Kopf mit typischer Frisur und abgeflachtem Gesichsfeld, min. best., kleinere Fehlstellen, Farbabrieb

H: 39 cm

Provenienz
French Collection

Preis: 400 - 600 €

7 Speer

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Speer, Indonesien - Molukken

Indonesien - Molukken

leichtes Holz, farbige Fassung, langer, gerader Griff mit rundem Querschnitt, aufwändig mit feiner, kleinteiliger Ornamentik bemalt, schmale, kurze Klinge mit zwei seitlichen Fortsätzen, min. besch., Abriebspuren, Korrosionsspuren

L: 208 cm, ~ 15 th century

Provenienz
Ludwig Bretschneider, Munich, Germany

Vergleichsliteratur
van Zonneveld, A.G., Traditional weapons of the Indonesian Archipelago, Leiden 2001, p. 146, ill. 612

Preis: 2000 - 3000 €

8 Speer

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Speer, Indonesien - Nias

Indonesien - Nias

Bambus, Metall, langer, gerader Griff mit rundem Querschnitt, mit feinen schwarzen chinesischen Schriftzeichen und Malereien verziert, unteres Ende in einer Eisentülle steckend, langgezogene Spitze mit erhabener Mittelrille, min. besch., Korrosionsspuren

L: 180 cm, ~ 19 th century

Provenienz
Ludwig Bretschneider, Munich, Germany

Vergleichsliteratur
van Zonneveld, A.G., Traditional weapons of the Indonesian Archipelago, Leiden 2001, p. 128, ill. 514

Preis: 2500 - 3800 €

9 Kleine Affenmaske

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Kleine Affenmaske, Indonesien - Timor

Indonesien - Timor

Holz, dunkelbraune Patina, Spuren von Kaolin, rund aufgewölbte Form, an Kinn und Kopf leicht abgeflacht, das eingetiefte Gesichtsfeld herzförmig umrahmt, eng zusammenstehende, rund durchbrochene Augen eine kegelförmig abgeflachte Nase flankierend, die Schnauze gekennzeichnet durch u-förmige Bandornamentik mit reliefiertem Zackenmuster, der schlitzförmig durchbrochene Mund an der Kinnspitze angesiedelt, min. best., Risse, kleinere Fehlstellen, Farbabrieb, auf Sockel montiert

H: 14 cm, early 20th century

Provenienz
Irwin Hersey, New York, USA (1995)

Vergleichsliteratur
Irwin Hersey, Indonesian Primitive Art, Singapore 1991, no 29 (similar example for comparison)

Preis: 1250 - 1900 €

10 Drei Theatermasken

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Drei Theatermasken, Indonesien - Java

Indonesien - Java

leichtes Holz, polychrome Fassung, zwei der Masken auf Grund ihrer goldfarbenen Fassung vmtl. Gottheiten darstellend: oval aufgewölbt, schön modellierte Gesichtsformen mit ausgewogenen Gesichtszügen, dominiert durch lange, schmalgratig und spitz vorspringende Nasen, Augen und Münder durchbrochen gearbeitet, Stirnlocken und aufwändig gearbeitete Diademe jeweils in flachem Relief angelegt und äußerst fein bemalt, rückseitig in Mundhöhe angebrachte Lederstreifen die vom Träger der Maske mit den Zähnen erfaßt wurden, um einen guten Sitz der Maske zu gewährleisten, eine der Masken rückseitig markiert "T 1/8 12 P", min. best. an den Rändern, starker Farbabrieb, die andere Maske mit Riß auf linker Gesichtsseite; dazu: eine Dämonenmaske, grün eingefärbt, dominiert durch einen großen, zähnezeigenden Mund, der zudem durch rote Farbe akzentuiert ist, min. best., rückseitig am Rand, Farbabrieb; Mentaos-Holz stellt ein besoders gutes Maskenholz dar, da es ein geringes Gewicht hat und sich leicht bearbeiten läßt. Zunächst werden mit dem Meißel die Hauptzüge des Maskengesichtes herausgeschlagen. Dann wird mit einem Krummbeil die Innenseite der Maske ausgehöhlt. Endlich werden mit einem kleinen gekrümmten Messer die Feinheiten des Gesichtes herausgearbeitet. Abschließend wird das Gesicht mit Rempelas-Blättern glattgerieben und zuletzt bemalt. Indirekt geht das ganze javanische Theater auf die Büffelhautfiguren des "wajang purwa" zurück, ist besonders an die Rundfiguren des "wajang golek" angelehnt.

H: 17 resp. 18 cm, coll. in situ, ~ 1919/20

Provenienz
Gräfin Matuschka, Starnberger See, Germany

Vergleichsliteratur
Heinz Lucas, Java-Masken, Der Tanz auf einem Bein, Kassel 1973, p. 55 f.

Preis: 1100 - 1700 €

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