Online Katalog zur 57. Tribal Art Auktion mit Sonderteil Wunderkammer Naturalia
1 Globus
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Holz, Papier, aus 22 Teilen bestehend und zerlegbar, Außenseite mit der Darstellung der Kontinente und Weltmeere, auf der Innenseite Einzeldarstellungen der Kontinente Europa, Amerika, Asien und Afrika mit genaueren Angaben zu Lage, Größe und Staaten, sowie charakteristischen Tierdarstellungen, auf ebonisiertem Holzfuß aufgesteckt, min. besch., leichte Abrieb- und Gebrauchsspuren; ein Globus (Mehrzahl: die Globen) ist in der Kartografie ein verkleinertes, kugelförmiges Modell eines Himmelskörpers (meist die Erde). Der große Vorteil gegenüber einer Karte ist, dass der Globus gleichzeitig flächen-, winkel- und längengetreu ist. Diese drei Eigenschaften kann die Karte nicht gleichzeitig erfüllen. Das Wort kommt aus dem Lateinischem und heißt soviel wie runde Masse oder Kugel.
H: 20,5 cm; D: 14 cm
Verkauft.
2 Stück eines Baumstammes
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Mali, Westafrika; helles Holz, teilweise glänzende Patina, sehr hartes Holz, als Wasserauslauf eines Brunnens verwendet, daraud resultierend stark gerillte Furchen, reiche natürliche Verwitterung, min. besch., Witterungsspuren, feine Risse, Fehlstellen; unter der Bezeichnung „Eisenholz“ sind viele Baumarten vor allem der Tropen bekannt, deren Holz wegen seiner besonderen Härte geschätzt wird und eine hohe Dichte aufweist. Diese wird traditionell als Verhältnis zur Dichte von Wasser (etwa 1 g/cm³) angegeben. Dichteres Holz geht unter und gilt daher als Besonderheit.
H: 40 cm; D: 45 cm
Preis: 3200 - 5000 €
3 Coco de Mer (Lodoicea maldivica)
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typische Form, leichte Abriebspuren; die Coco de Mer ist eine auf den Inseln Praslin und Curieuse, die zu den Seychellen gehören heimische Palme. Früher war sie unter dem Namen Maledivenkokosnuss bekannt. Die wissenschaftliche Bezeichnung, Lodoicea maldivica, entstand vor dem 18. Jh. als die Seychellen noch unbewohnt waren. In vergangenen Jahrhunderten landeten die von den Bäumen herabgefallenen Kokosnüsse im Meer und wurden von der Strömung Richtung Westen getragen. Die Nüsse können schwimmen, wenn sie bereits gekeimt haben und hohl sind. Auf diese Weise drifteten sie zu den Malediven wo sie am Strand aufgesammelt wurden und als wichtiges Handelsgut und Medizin sehr geschätzt wurden. Bis die wahre Herkunft der Nuss im Jahr 1768 geklärt war, glaubten viele, dass sie auf einem mythischen Baum auf dem Meeresgrund wachsen würde. Europäische Adelige ließen diese Nüsse für ihre Privatsammlungen im 16. Jh. oft reinigen und mit kostbarem Schmuck verzieren. Heute ist die Coco de Mer eine seltene und geschützte Art.
L: 32 cm
Verkauft.
4 Versteinerter Schädel eines Hyracodon aus dem Oligozän
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mit komplettem Gebiss, aus Einzelteilen rekonstruiert, min. besch., kleine Risse und Fehlstellen; in den Whiteriver Badlands, Wyoming, USA gefunden. Hyracodon ist eine ausgestorbene Säugetierart. Es handelte sich um ein leicht gebautes, ponyartiges Säugetier von etwa 1,5 m Länge. Der Schädel war in Relation zum Körper sehr groß und das Gebiss ähnelte dem der späteren Nashörner, allerdings war es ein sehr viel kleineres Tier und unterschied sich nur wenig vom Aussehen der zur gleichen Zeit (vor 32-26 Mio. Jahren) lebenden Urpferde. Es hatte eine kurze, breite Schnauze und lange Gliedmaßen mit drei Zehen. Hyracodon starb aus ohne Nachfahren zu hinterlassen und markierte so den Endpunkt der stammesgeschichtlichen Entwicklung von hornlosen, rennenden Nashörnern.
L: 32 cm
Verkauft.
5 Zwei kleine Tierschädel
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braune Patina, eines Bibers (Castoroides canadensis) aus dem Pleistozän, komplett mit fixiertem Unterkiefer, min. besch., Spitzen der Schneidezähne abgebrochen, L: 6,5 cm, H: 4,5 cm; dazu der Schädel eines Hasen aus dem Pleistozän, min. besch., L: 6,5 cm, H: 3 cm; beide Schädel wurden in Minnesota (USA) in einem Torfmoor gefunden. Als Pleistozän wird die letzte Eiszeit von 1,8 Millionen bis ca. 8000 Jahre v. Chr. bezeichnet.
Verkauft.
6 Unterkiefer eines pleistozänen Wollhaarmammuts (Mammuthus primigenius)
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mit vier originalen Backenzähnen, Museumsqualität, min. besch., Risse, kleine Fehlstellen; in Kiesablagerungen des Rheins in Deutschland gefunden. das Wollhaarmammut war die letzte Art dieser Gattung von Tieren. Die meisten Populationen des Wollmammuts starben in Nordamerika und Eurasien Ende der letzten Eiszeit aus. Bis vor kurzem wurde allgemein angenommen, dass sie etwa 10000 Jahre vor unserer Zeitrechnung aus Europa und Südsibirien verschwanden, aber neuere Funde zeigen, dass sie noch um 8000 vor unserer Zeitrechnung existent waren. Ob die gesamte Mammutpopulation aus klimatischen Gründen oder wegen Überjagung ausstarb wird kontrovers diskutiert. Eine weitere Theorie besagt, dass sie einer Infektionskrankheit zum Opfer fielen. Eine Kombination aus klimatischen Veränderungen und Bejagung durch die Menschen ist wohl die wahrscheinlichste Erklärung.
L: 51 cm; H: 34,5 cm
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7 Zahn eines Charcharodontosaurus
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leicht gebogene Form mit fein geriefelten Rändern, min. besch., Altersrisse, kleine Fehlstellen; der Carcharodontosaurus war ein gigantischer fleischfressender Dinosaurier der vor 98 bis 93 Millionen Jahren lebte. Er war annähernd so lang oder sogar länger als der Tyrannosaurus und erreichte eine Größe von 11,1 bis 13,5 m und wog bis zu 2,9 Tonnen. Der Name "Carcharodontosaurus" bedeutet "Haizahneidechse".
L: 9,5 cm
Verkauft.
8 Backenzahn eines Mastodons (Mammut americanum)
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dunkle Glanzpatina, noch nicht durchgebrochener Zahn mit sechs Höckern (tubercula), min. besch., feine Risse; im Suwanee-Fluß in Florida (USA) gefunden. Mastodons waren sowohl in Eurasien, als auch Nordamerika heimisch. Die eurasische Art "mammut borsoni" starb vor etwa 3 Millionen Jahren aus, vom "mammut americanum" nimmt man generell an, dass es vor etwa 10000 Jahren aus Nordamerika verschwunden ist, also gleichzeitig mit einem Großteil der Megafauna des Pleistozäns. Es sind Fossilienfunde bekannt vom heutigen Alaska und Neu-England im Norden bis hin zu Florida, Südkalifornien und sogar Honduras im Süden.
H: 5 cm; L: 9,5 cm
Verkauft.
9 Fossiles Hadrosaurierei
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im Xixia-Becken, Hunan Provinz, China gefundenn, wohl aus der Kreidezeit; versteinert, mit anhaftenden Resten des Nestbodens, min. besch., feine Risse, kleine Fehlstellen; Dinosaurier schlüpften aus Eiern, die von den Weibchen nach sexueller Fortpflanzung gelegt wurden. Die Eier waren rund oder länglich und hatten harte, spröde Schalen. Innerlich glichen die Eier denen von Reptilien, Vögeln und primitiven Säugern. Sie beeinhalteten eine Membran (Amnion genannt), die den Embryo feucht hielt. Einige Dinosaurier kümmerten sich um ihre Eier, andere legten sie nur ab und verließen sie dann.
L: 18 cm
Verkauft.
10 Gruppe von Dinosauriereiern
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von Oviraptoren stammend, bestehend aus vier länglichen Eiern und einem Teil des Nestbodens, min. besch., feine Risse, kleine Fehlstellen; im Xixia-Becken in der Provinz Hunan, China gefunden. Oviraptor bedeutet Eierdieb. Vermutlich ernährte sich dieses Tier von Aas und Eiern. Ein Vertreter dieser Art wurde neben einem Gelege gefunden, das man zunächst für das eines Protoceratops hielt. Überreste dieser Art wurden in der gleichen Gesteinsschicht entdeckt. Es wurde angenommen, dass Oviraptor diese Eier fressen wollte und dabei zu Tode kam. Genauere Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich nicht um das Gelege eines Horndinosauriers handelte, sondern vermutlich wurde ein am eigenen Nest wachendes Alttier von einem Sandsturm überrascht. Dennoch deuten zwei Eizähne im Schnabel und die starken Kiefermuskeln darauf hin, dass die bevorzugte Nahrung „geknackt“ werden musste, also aus Eiern und ähnlichem bestand.
L: 41 cm; B: 24,5 cm
Verkauft.
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