Online Katalog zur 59. Tribal Art Auktion
1 Schild
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Philippinen/Vietnam
leichtes Holz, braune Patina, schwarze Farbe, runde Form, verziert mit mehreren konzentrischen Kreisen und Dreiecksmotiven, zwei massive Haltegriffe auf der Rückseite, Rahmung mit umlaufendem Bambusstreifen, Reparaturstellen mit Metallklammern, Risse, leichte Abriebspuren
D: 65 cm, ~ 19th Century
Provenienz
Private Collection, USA
Scott Rodolitz, New York, USA
Preis: 3000 - 5000 €
2 Reisgott "bulul"
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Philippinen - Ifugao, Kababuyan Village
Holz, schwarzbraune, teilweise krustierte Patina, auf massiver, mittig eingezogener Basis stehend, kurze, kräftige Beine einen abgeflachten, trapezförmig ansteigenden, in breiten Schultern endenden Rumpf tragend, flankiert von frei neben dem Körper herabhängenden Armen, bekrönt von ovalem Kopf mit harmonischen Gesichtszügen, Scheitelloch, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren; die "bulul"-Reisgötter sollen eine gute Ernte bewirken, dabei sind sie befähigt, die Menge des Reises sowohl vor, als auch nach der Ernte, bei seiner Einlagerung, zu vermehren. Sie sind zudem Abbilder hoch verehrter Ahnen.
H: 50 cm, beginning of the 20th century
Provenienz
Rudolf Kratochwill, Graz, Austria
Vergleichsliteratur
Newton, Douglas (ed.), Arts of the South Seas, The Collection of the Musée Barbier-Mueller, München, London, New York 1999, p. 156
Verkauft.
3 Deckel einer Graburne
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Philippinen - Mindanao
graues Gestein, ovale Steinplatte, behauen mit einer Echse im Halbrelief, naturalistische Anklänge zeigend, min. best., kleinere Fehlstellen (Kamm)
M: 48 x 41 cm; H: 9 cm, 16th - 18th Century
Preis: 1000 - 2000 €
4 Gerät zum Raspeln von Kokosnüssen "kenaru"
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Indonesien
Holz, schwarzbraune Patina, Eisen, in Gestalt eines stilisierten Drachen mit schön ausgeschnitztem Kopf, ein bogenförmig nach oben schwingender Fortsatz aus dem geöffneten Maul wachsend, auf den der Eisenschaber mit gezacktem Rand aufgesteckt ist, min. besch., Risse, kleinere Fehlstellen; man setzt sich auf ein kleines Bänkchen und kratzt auf dem gezackten Rand des Eisenschabers das Nussmark aus dem Inneren der Kokosfrucht.
L: 95 cm; H: 30 cm
Vergleichsliteratur
Barnes, Ruth, Ostindonesien im 20. Jahrhundert: Auf den Spuren der Sammlung Ernst Vatter, Frankfurt am Main 2004, p. 168, ill. 256
Preis: 600 - 1000 €
5 Reiterfigur
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Indonesien, Batak-Toba
Holz, schwarzbraune Patina, eine ovale, am oberen Rand profilierte Basis beschnitzt mit stilisierter Tierfigur, einen Reiter mit gelängtem Oberkörper tragend, der mit den gestreckten Armen an die Ohren des Tieres fasst, Frisur aus schwarzer Masse mit eingefügtem, lang herabhängendem Tierhaar, Augen mit Muscheleinlage, min. besch., Masse (Frisur) teilweise ausgebrochen, auf Sockel montiert; die massebestrichenen Stoffreste an der pfropfenförmigen Basis lassen vermuten, dass es sich um den Verschluss eines Medizinbehälters "perminaken" handelt. Zauberpriester die in Besitz von magisch wirksamem Zauberbrei "pupuk" waren, besaßen verschiedene Gefäße die zu seiner Aufbewahrung dienten. Bei den Toba wurden dafür hpts. Wasserbüffelhörner ("nasa marsarang") verwendet, die dann mit derartigen Stöpseln verschlossen wurden. Ähnliche Reiterfiguren wurden auch auf Zauberstäben "tungkot malehat" befestigt, jedoch werden sie dort meist durch "singa" und mehrere kleine Assistenzfiguren ergänzt.
H: 17 cm
Vergleichsliteratur
Sibeth, Achim, Batak, Kunst aus Sumatra, Museum für Völkerkunde, Frankfurt am Main 2000, p. 107 & 131
Preis: 3800 - 7500 €
6 Maske
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Indonesien - Borneo-Iban
helles Holz, min. Reste von fleckiger, schwarzer Patina, aufgewölbte Form, mit abgeflachtem Kopf und durchgehendem horizontalem Brauengrat, mit lanzettförmigen Augen beritzt, die mit durchbohrten Sehlöchern versehen sind, drei Einschnitte am Kinn (zum Einfügen von Barthaar), min. best., Farbabrieb, Wasserflecken, auf Metallsockel montiert; die Iban, in älteren Quellen auch "Sea Dayak" genannt, sind eine indigene Volksgruppe der Insel Borneo. Sie werden zu den Dayak-Völkern gezählt. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet im Nordosten Borneos liegt hauptsächlich im heutigen Malaysia, teilweise aber auch in den Nachbarstaaten Indonesien und Brunei. Kerngebiet ist der malaysische Bundesstaat Sarawak. Die indonesischen Iban konzentrieren sich hauptsächlich auf den Norden der Provinz Kalimantan Barat. Im 19. Jahrhundert waren die Iban vor allem für das Ausüben von Kopfjagd und Piraterie bekannt, was zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit europäischen Kolonialmächten führte, insbesondere dem als weißen Raja bekannt gewordenen britischen Abenteurer James Brooke und dessen Nachfolgern.
H: 19 cm
Vergleichsliteratur
Borneo, The Dayak in the Francois Coppens Collection, Musée de Solutré, 1996, ill. 39
Verkauft.
7 Figürlicher Stöpsel
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Indonesien - Borneo, Dayak
helles Holz, braune, fein krustierte Patina, in Form einer sitzenden Figur mit angezogenen Beinen, die verschränkten Arme ruhen auf den Knien, bekrönt von einem ovalen Kopf mit harmonischen Gesichtszügen und einer kappenartigen Kopfbedeckung, min. besch., feine Risse, kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren, auf Metallplatte montiert
H: 12,5 cm, early 20th century
Provenienz
Erik Farrow, California, USA
Preis: 600 - 1000 €
8 Haarkamm
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Ozeanien
Haarkamm, Sepik, Papua-Neuguinea, H: 24 cm, aufgespaltener Knochen mit zugespitzem zweigeteiltem Ende, verziert mit reliefierter Hakenornamentik, dreiteiliger Gelenkhöcker als schmückendes Element, auf kleinen Metallsockel montiert, Provenienz: Ulrich Kortmann, Dortmund, Germany; dazu: Gonghalter und Anhänger der Ifugao, Philippinen, beides aus schwarz patiniertem Holz, H: 8 und 7,5 cm, jeweils zwei Rücken an Rücken sitzende Figuren zeigend, min. best., der Anhänger auf kleinen Metallsockel montiert, Provenienz: André Kirbach, Düsseldorf, Germany
Preis: 800 - 1500 €
9 Speer
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Papua-Neuguinea
Holz, mittelbraune Patina, sich verjüngende Speerspitze, beschnitzt mit Widerhaken, der Schaft verziert mit feiner geometrischer Ornamentik, min. besch., kleine Fehlstellen (Widerhaken), feine Risse, leichte Abriebspuren
L: 201 cm
Vergleichsliteratur
Aumann, Georg, Kunst und Kunsthandwerk aus Neu Guinea, Ausst.kat., Naturwissenschaftliches Museum, Coburg 1986, p. 168
Verkauft.
10 Knochendolch und Steinkopfkeule
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Papua-Neuguinea
Knochendolch, L: 37 cm, Kasuarknochen, aufgespalten und zugespitzt, schwarz-braun patiniert, in flachem Relief verziert mit stehender Ahnenfigur, Farbabrieb; Steinkopfkeule, L: 54 cm, abgeflachter Holzschaft, sternförmiger Keulenkopf aus massivem, sehr schwerem Gestein, rot eingefärbt, fixiert durch quadratische Rotanmanschetten, die den Keulenkopf oben und unten einfassen und über die Seiten fest miteinander und mit dem Schaft verspannt sind, min. best.
Provenienz
Ludwig Bretschneider, Munich, Germany
Preis: 750 - 1500 €
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