switch to english version en
Zemanek-Münster

Online Katalog zur 60. Tribal Art Auktion

Ihre Merkliste ansehen
prev 141-150 von 476 next

141 Stehende männliche Figur

Akan, Ghana

Holz, rotbraune Patina, schwarze Farbe an der Frisur, ausgewogene Körperformen und ebenmäßige Gesichtszüge, Hände und Füße auffallend fein geschnitzt, einen Fliegenwedel (?) und ein Ei in Händen haltend, einen Palmfaserschurz tragend, min. besch., Riss (Brust), Farbabrieb; am königlichen Hof gab es eine Art von Schutztruppe, die sogenannten "abrafo", die für den Schutz des Königs, die Durchführung der Politik und gewisse rituelle und zeremonielle Aufgaben zuständig waren. Die Tätigkeiten der "abrafo" waren Gegenstand für Sprichwörter, bildeten das Thema für Goldgewichte, sowie Skulpturen die in königlichen Schreinen Aufstellung fanden.

H: 31 cm, (5094/088)

Vergleichsliteratur
McLeod, M. D., The Asante, The Trustees of the British Museum, London 1981, p. 59
Aspects, Akan cultures in Ghana, Den Haag 2001, p. 77

Preis: 900 - 1500 €

142 Fruchtbarkeitspuppe "akua ba"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Fruchtbarkeitspuppe "akua ba", Ashanti, Ghana

Ashanti, Ghana

Holz, braune, teilweise krustierte Patina, typische Formgebung mit stark abstrahiertem Körper und scheibenförmig abgeflachtem Kopf, in der unteren Hälfte angesiedelte, reduzierte Gesichtszüge mit bogenförmig geschwungenen Brauen und Wangenskarifikationen, min. besch., Risse, Abriebspuren, auf Acrylsockel montiert; der Zweck dieser weiblichen Puppen ist die Fruchtbarkeit zu fördern. Es ist bekannt, daß Frauen sie vor und während der Schwangerschaft auf dem Rücken tragen und sie wie wirkliche Kinder behandeln. Sie erhalten ihre magischen Kräfte über den Wahrsager von einer Gottheit. Nach der Geburt werden sie entweder dieser Gottheit geweiht, auf einen Altar oder Schrein gestellt oder einem Mädchen als Spielzeug gegeben.

H: 37 cm, (5107/013)

Vergleichsliteratur
Dagan, Esther A., African Dolls for play and magic, Montreal 1990, p. 71

Preis: 1000 - 2000 €

143 Fruchtbarkeitspuppe "akua ba"

Ashanti, Ghana

Holz, schwarzbraune Patina, typische Formgebung, Ritzornamentik rückseitig, Glasperlenkettchen um die Hüften, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert

H: 34,5 cm, (5105/004)

Preis: 650 - 1200 €

144 Ahnenfigurenpaar

Ashanti, Ghana

Holz, fleckige braune Patina, eine stehende männliche und eine in sitzender Haltung dargestellte weibliche Figur, jeweils frontal ausgerichtet, lange, mit Ringen beschnitzte Hälse verhältnismäßig große Köpfe tragend, die Frisuren geschwärzt, die der weiblichen phantasievoll in hörnerartigen Schöpfen angelegt, die der männlichen schlicht und glatt mit Seitenscheitel, in schwarzer Farbe aufgemalte Skarifikationsmale, min. best., Risse, min. Spuren von Insektenfrass, Farbabrieb, auf separate Sockelplatte montiert; die Ashanti sind die bekannteste der zu den Akan zählenden Gruppen. Vorliegendes Ahnenfigurenpaar dürfte ursprünglich auf einem magischen Schrein installiert gewesen sein, worauf die jeweils mittig durchbohrten Basen ein Hinweis sein könnten.

H: 63 cm (male), 58 cm (female), (5094/086)

Vergleichsliteratur
Kunstverein Aalen e.V. (Hg.): Kunst der Akan, Ausst.kat., Aalen 1995, ill. 156

Preis: 1900 - 3500 €

145 Sitzende weibliche Figur "eli mansa"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Sitzende weibliche Figur "eli mansa", Ashanti, Ghana

Ashanti, Ghana

Holz, mittelbraune Patina, Clanhocker "dwa" in typischer Form, die Figur beschnitzt mit gemustertem ("kente"-) Wickelrock, Halsringen und -kette, sowie aufwändiger Frisur, was sie als höher stehende Person auszeichnet, min. besch., Risse, kleinere Fehstellen (Bauch, Hinterkopf, Nacken), auf Holzplatte montiert; "eli mansa"-Figuren werden auf Kultschreinen aufgestellt und sollen die menschliche Fruchtbarkeit fördern, erfolgreiche Geburten bewirken, das Fortbestehen des Stammes sichern und für ausreichend Nahrung sorgen.

H: 42 cm, (5107/015)

Vergleichsliteratur
Cole, Herbert M., Ross, Doran H.,The Arts of Ghana, Los Angeles 1977, S. 113, fig. 231

Preis: 1000 - 2500 €

146 Kopfstück eines Sprecherstabes "okyeame poma"

Ashanti, Ghana

helles Holz, kugelförmige Basis mit vier dornartigen Fortsätzen, bekrönt von menschlichem Kopf mit Noppenfrisur und knaufförmigem Aufsatz, übersät mit kleinen Einschlaglöchern von Nägeln, ursprünglich wohl mit Goldfolie überzogen, min. besch., Riss (Basis rückseitig), auf Metallsockel montiert; diese Stäbe entwickelten sich mit der Zeit zu wichtigen Insignien des "okyeame" und zu Verbildlichungen verschiedenster Sprichwörter. Bisweilen wurden die Stäbe in zwei Teilen angefertigt, so dass verschiedene Bekrönungen aufgesetzt werden konnten und somit symbolisch die verschiedenen Haltungen und Einstellungen des Königs ausgedrückt werden konnten.

H: 34 cm, (5091/008)

Provenienz
Lempertz, Brussels, 26. April 2008, lot 109

Vergleichsliteratur
McLeod, M. D., The Asante, The Trustees of the British Museum, London 1981, p. 96

Preis: 800 - 1500 €

147 Hocker

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Hocker, Ashanti, Ghana

Ashanti, Ghana

Holz, fleckige, braune Patina, vier um eine säulenförmige Mittelstütze gruppierte Streben eine rechteckige Sitzfläche mit nach oben geschwungenen Seiten tragend, min. besch., rep. (Sitzfläche), leichte Abriebspuren; die Gestaltung des Stützelementes des Stuhls repräsentiert das Prestige und die Authorität seines Besitzers innerhalb der Gemeinschaft. Es gibt für jeden Rang bestimmte Stühle: relativ einfache für gewöhnliche Männer und Frauen und kunstvollere für den König (mit Goldbeschlag) oder die Königinmutter (mit Silberbeschlag).

H: 36,5 cm; L: 49 cm, (5124/005)

Vergleichsliteratur
Bocola, Sandro (Hg.), Afrikanische Sitze, München, New York 1994, p. 79

Preis: 1000 - 2000 €

148 Hocker

Ashanti, Ghana

Holz, fleckige braune Patina, brettartig flache, dreifach abgetreppte Basis, auf dem Rücken liegende menschliche Figur als Träger der eingewölbten Sitzfläche, best., Risse (rechte Gesichtshälfte), Fehlstellen (Rand der Sitzfläche), alte Reparaturstelle (Risse am linken Bein der Figur mit Metallstiften verklammert), Farbabrieb (Sitzfläche); derartige Hocker spielen im rituellen und zeremoniellen Leben sowohl am königlichen Hofe, wie auch im Leben der einfachen Menschen eine große Rolle. Sie werden in Prozessionen mitgetragen, die bei der Ausrufung neu eingesetzter Könige, der Verkündung ihrer Taten oder bei wichtigen historischen Staatsereignissen stattfinden. Söhne erhalten von ihren Vätern einen Hocker, wenn sie in den Erwachsenenstatus übertreten. Jung vermählte Ehefrauen bekommen sie als Geschenke von ihren Männern. Hocker sind ganz persönliche Gegenstände, sie sind Teil des spirituellen Wesens ihres Besitzers. Niemals würde sich eine Person auf den Hocker einer anderen setzen.

H: 28,5 cm; B: 55 cm, (5091/037)

Provenienz
Galerie Inge Hett, Berlin, Germany

Vergleichsliteratur
Aspects, Akan cultures in Ghana, Den Haag 2001, p. 68

Preis: 1000 - 2000 €

149 Hocker

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Hocker, Ashanti, Ghana

Ashanti, Ghana

Holz, braune, fleckige Patina, rechteckig durchbrochene Basis, beschnitzt mit zwei gegengleich angeordneten Reptilien, die eine leicht gemuldete Sitzfläche tragen, besch., rep. (Sitzfläche), Risse, Gebrauchsspuren

H: 23,5 cm; L: 36,5 cm, (5124/006)

Preis: 800 - 1500 €

150 Hocker

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Hocker, Ashanti, Ghana

Ashanti, Ghana

Holz, fleckige, braune Patina, rechteckige Basis mit parallelen Streifenritzungen, durchbrochen gearbeitetes ovales Stützelement mit mittig eingesetztem, ornamental beschnitztem Kästchen, geschwungene Sitzfläche, min. besch., kleine Fehlstellen, Gebrauchsspuren

H: 33,5 cm; L: 47,5 cm, (5124/004)

Vergleichsliteratur
Dagan, Esther A., Tabourets - Asante - Stools, Ausst.kat., Montreal 1988, p. 39, ill. 17

Zuschlag: 900 €

prev 141-150 von 476 next
Ihre Merkliste ansehen
Zu Lot springen:  
Objekte pro Seite:  
Sortierung: