Online Katalog zur 60. Tribal Art Auktion
151 Kamm
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Ghana, Ashanti
Holz, braune Patina, zehn zugespitzte Zinken, Griffzone teilweise durchbrochen gearbeitet, vorder- und rückseitig mit eingeritzten Ornamenten und Motiven geschmückt, min. besch., zwei Zinken fehlend, auf Sockel montiert
H: 25 cm
Vergleichsliteratur
Cole, Herbert M., Ross, Doran H.,The Arts of Ghana, Los Angeles 1977, p. 49 f.
Verkauft.
152 Kollier
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Ghana, Ashanti
Gelbguss, Kupferlegierung, überwiegend scheibenförmige Glieder mit feinem, konzentrischem Rillenmuster, knotenförmig durchbrochene Elemente dazwischen, mittig drei Löwenkrallen, auf Schnurmaterial aufgezogen; die auf vielen Scheiben dargestellten konzentrischen Kreise heißen "tadee" oder "Wasserteiche", gleichen sie doch den kreisförmigen Wellen, die entstehen, wenn ein Gegenstand ins ruhige Wasser geworfen wird. Vmtl. ein Schutzsymbol.
L: 41 cm
Provenienz
Kegel-Konietzko, Hamburg, Germany
Preis: 500 - 1000 €
153 Goldgewicht
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Ghana, Ashanti
Gelbguss, in Form eines Fisches, min. besch., leichte Korrosionsspuren, auf Metallsockel montiert; noch bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts war Goldstaub die Währung des Landes. Bei jedem Kauf oder Verkauf mußte dieser Goldstaub abgewogen werden, wozu man neben Naturgewichten (Samen, Muscheln, Knochen etc.) auch Metallgewichte, die heute sogenannten Goldgewichte verwendete.
L: 6 cm
Vergleichsliteratur
Graffenried von, Charlotte, Akan Goldgewichte im Bernischen Historischen Museum, Wabern-Bern 1990, p. 128
Preis: 250 - 450 €
154 Ring
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Ghana, Ashanti
Gold, in Form eines Skorpions, min. besch., auf Metallsockel montiert; Feingehalt: ca. 12-13 k, Gewicht: ca. 28 g; es handelt sich entweder um den großen schwarzen oder den kleineren braunen Skorpion, beide stehen mit zahlreichen Sprichwörtern in Zusammenhang.
L: 4, 2 cm
Vergleichsliteratur
Garrard, Timothy, Afrikanisches Gold, München 1989, p. 186, ill. 10
Preis: 1900 - 4000 €
155 Fruchtbarkeitspuppe
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Ghana, Fante
helles Holz, Kaolin, Haare, Perlenkettchen, kegelförmiger, armloser Rumpf, über einem mit Ringen beschnitztem Hals, ein langgezogenes, abgeflachtes Gesichtsfeld mit schematisierten Zügen, geometrische Ritzornamentik rückseitig, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Metallplatte montiert; diese Figuren wurden von jungen Frauen in ihren Rock gewickelt getragen um schwanger zu werden und ein gesundes und schönes Kind zu gebären.
H: 35 cm
Provenienz
Coll. Arendt Oetker, Berlin, Germany
Coll. Helmut Gernsheim, Castagnola, Switzerland
Vergleichsliteratur
Dagan, Esther A., African Dolls for play and magic, Montreal 1990, p. 77
Verkauft.
156 Figurenpaar
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Togo, Ada
Holz, matte Patina, Kaolin, schwarze Farbe, eine weibliche und eine männliche Figur, eine stark abstrahierte Formensprache und vereinfachte Gesichtszüge zeigend, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren, auf Metallsockel montiert
H: 38 cm resp. 38,5 cm
Preis: 3000 - 6500 €
157 Zwillingsfigurenpaar "venavi"
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Togo, Ewe
Holz, honigbraune Patina, min. Spuren von dunkelbrauner Farbe, nahezu identisch ausgearbeitete, vereinfachte Körper mit betonten Geschlechtsmerkmalen, feine Rillenfrisuren mit Resten von indigoblauer Farbe, akzentuiert geschnittene Gesichtszüge, auf Holzplatten montiert
H: 20 resp. 20,5 cm
Verkauft.
158 Weibliche Zwillingsfigur "venavi"
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Togo, Ewe
Holz, braune Patina, partienweise geschwärzt, Glasperlenkettchen, dominiert durch eine breite Schulterpartie, ein scheibenförmig abgeflachtes Gesichtsfeld und eine Frisur mit Nackenzopf, min. besch., leichte Abriebspuren; "venavi"-Figuren werden wie die "ibeji"-Figuren bei den Yoruba für verstorbene Zwillinge, bzw. Drillinge angefertigt. Sie dienen als Körper für die Seele der Verstorbenen. Sie werden von den Ewe-Frauen bekleidet, wie Kinder versorgt, gewaschen, gefüttert und schlafen gelegt. Denn die Ewe verehren Zwillinge und sehen in ihnen eine Verbindung zur jenseitigen Welt.
H: 21,5 cm
Provenienz
Gall. Aalderink, Amsterdam, The Netherlands
Vergleichsliteratur
Simonis, Henricus, Ewe, Twin figures, Köln 2008, p. 54
Preis: 1000 - 2500 €
159 Stehende Figur
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Togo, Lamba
Holz, hellbraune Patina, partienweise geschwärzt, hochbeinige Figur mit zylinderförmigem Rumpf und reliefierten Armen, ein halslos aufsitzender, haubenförmiger Kopf mit angedeuteten Gesichtszügen, besch., Risse (Kopf, rechte Körperseite), kleinere Fehlstellen (linke Fußspitze, rechter Arm), Spuren von Beopferung, auf Sockelblock montiert; die Lamba sind eine kleine Volksgruppe im Nordosten von Togo, im Grenzgebiet zu Benin. Ihre abstrakten Figuren im Pfahlstil ähneln denjenigen der Moba, die im Nordwesten von ihnen leben.
H: 84 cm
Provenienz
Private Collection, South Germany
Vergleichsliteratur
Amrouche, Pierre, Corps & Decors, Statuaire Lamba et Losso du Togo, Paris 2008, p. 78, ill. 76
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 245
Verkauft.
160 Figurenpaar
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Togo, Losso
Holz, braune Patina, Beopferungsspuren (Federn), stark verkürzte, u-förmig angelegte Beine, einen zylinderförmigen Rumpf mit nur angedeuteten Armen tragend, bekrönt von einem halslos aufsitzenden "gestauchten" Kopf mit reduzierten Gesichtszügen, lineare Ritztataus, besch., Fehlstellen durch Insektenfrass, leichte Abriebspuren, auf Metallplatten montiert; die Losso, auch Naudeba oder Loso genannt, sind eine Volksgruppe mit etwa 150000 bis 200000 Menschen. Ethnologisch werden sie zum Mole-Cluster der Volta-Völker gerechnet und leben zwischen den Kabre, Somba (Sumba), Lamba und Konkomba im zentralen Togo.
H: 29,5 cm resp. 30 cm
Preis: 1000 - 2000 €
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