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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 60. Tribal Art Auktion

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21 Keule

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Keule, Samoa, Polynesien

Samoa, Polynesien

helles Holz, rotbraune Patina, Griffzone mit rundem Querschnitt, in rhomboiden Querschnitt übergehend und sich dabei stetig nach oben hin verbreiternd, durch erhabenen Mittelgrat in zwei Teile aufgeteilt, eine Seite mit spitzen, zahnartigen Fortsätzen, die andere Seite, abgesehen von einem dornartigem Fortsatz abgeflacht und mit feiner Ritzornamentik verziert, schmales Band aus Pflanzenfasern und kleinen Muscheln am unteren Ende, min. best.

L: 73 cm, (5087/003)

Provenienz
Colonial Collection

Preis: 1000 - 2500 €

22 Giebelmaske "tapuanu"

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Giebelmaske "tapuanu", Caroline/Mortlock Islands, Satawan Atoll, Mikronesien

Caroline/Mortlock Islands, Satawan Atoll, Mikronesien

aus dem Holz des Brotfruchtbaumes, bemalt mit weißem und schwarzem Pigment, schmales Gesichtsfeld, einfasst durch abgeflachten Bart und bekrönt von trapezoidem Kopfaufsatz, Randzonen ornamental bemalt, rückseitig am Rand beschriftet "D. L. 49", min. best., Farbabrieb, Wasserflecken; verwendet bei Zeremonialtänzen, die man zum Schutz der Brotfruchternte - des einheimischen Grundnahrungsmittels -, vor Hurrikan und Sturm aufführte. Die Masken stellen einen Ahnengeist "anu"dar. Sie werden beim Tanz von Männern getragen, die der "soutapuanu" angehören, einem Geheimbund, dessen Hauptquartier das "falefol" oder heilige Haus ist. Die Tänze werden in den Monaten März und April aufgeführt.

H: 28,5 cm, (5125/004)

Provenienz
Michael Serafin, Los Angeles, USA

Vergleichsliteratur
Meyer, Anthony J.P., Ozeanische Kunst, Vol. II, Köln 1995, p. 607, ill. 702

Zuschlag: 3800 €

23 Zeitgenössische Malerei

Australien

helles, leichtes Holz, in brauner Farbe auf weiss eingefärbtem Grund, ein Geistwesen darstellend

M: 12,5 x 16,5 cm, aquired in 1975 in New South Wales (5050/007)

Preis: 600 - 1000 €

24 Tjuringa

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Tjuringa, Australien

Australien

Holz, mit rotem Ocker eingefärbt, abgeflacht, lanzettförmig, netzartig überzogen mit feinen wellenförmigen Ritzlinien, eine Art Mäandermuster in tieferen Linien eingegraben, min. best. am Rand, auf Metallsockel montiert; "tjuringas" gehören zu den heiligsten Objekten der Aborigines. Jeder erwachsene Mann besitzt sein persönliches "tjuringa", das den Totemgeist seines Besitzers und die Schöpfergeister verkörpert.

H: 43 cm, (5122/004)

Provenienz
Pallottiner Mission, um 1920

Vergleichsliteratur
Brüll, M., Die Kultur der Traumzeit, Museum für Völkerkunde Freiburg o. J., p. 81

Preis: 1800 - 3500 €

25 Speerschleuder

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Speerschleuder, West-Australien, Woomera

West-Australien, Woomera

Holz, rotbraune Patina, lanzettförmiges, brettartig flaches Schleuderbrett, durch Tiersehne und schwarze harzartige Masse am oberen Ende fixierter kleiner, hölzerner Zapfen, vorderseitig vollständig überzogen mit eingekerbter Rillenornamentik, Griffzone mit krustiertem Knauf am Ende, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Metallsockel montiert

H: 85 cm, (5080/004)

Vergleichsliteratur
Brüll, M., Die Kultur der Traumzeit, Museum für Völkerkunde Freiburg o. J.

Preis: 1000 - 2500 €

26 Zwei Bumerange

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Zwei Bumerange, Australien, North-South-Wales

Australien, North-South-Wales

Holz, braune Patina, beide typische Formgebung zeigend, einer mit Steinwerkzeugen bearbeitet, woraus eine geriefelte Oberflächenstruktur resultiert, H: 76,5 cm; der andere eine glatte Oberfläche zeigend, H: 70,5 cm, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Metallsockel montiert; Bumerang bezeichnet ein Sportgerät aus Sperrholz, Kunststoff oder anderen festen Materialien, das zum Werfer zurückkehrt, wenn es korrekt geworfen wird. Der traditionelle Jagdbumerang kehrt nicht zwingend zum Werfer zurück: sein Vorteil besteht gerade darin, dass er weiter, geradliniger und damit auch zielsicherer fliegt als ein gerader Stock.

(5080/005)

Preis: 1000 - 2000 €

27 Schutzschild

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Schutzschild, Süd-Australien

Süd-Australien

Holz, roter und gelber Ocker, schmal-ovale, leicht aufgewölbte Form, vorder- und rückseitig verziert, längs verlaufenden Linien, unterbrochen durch kreisförmige Schmuckelemente, die gegenläufige Schnitzspuren zeigen, Haltegriff rückseitig, min. best., Reparaturstelle (Griff), Riss (rückseitig an der Basis, mit Masse verstrichen), auf Metallsockel montiert

H: 68 cm, (5109/003)

Provenienz
Private Collection, Australia

Zuschlag: 2200 €

28 Schutzschild "wunda"

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Schutzschild "wunda", West Australien, Mowanjum

West Australien, Mowanjum

Holz, rotes, weißes und schwarzes Pigment, länglich ovaler, leicht aufgewölbter Schild, die Vorderseite verziert mit längsverlaufenden, zickzackförmigen Einkerbungen, die durch eingeriebenes weißes, bzw. schwarzes Pigment akzentuiert werden, Haltegriff rückseitig, min. best., auf Metallsockel montiert; die Funktion dieser Schilde war es Keulenschläge und heranfliegende Bumerangs abzuwehren. Sie fungierten auch als Handelsware.

H: 65 cm, coll. in situ, 1967 (5109/002)

Vergleichsliteratur
Brüll, M., Die Kultur der Traumzeit, Museum für Völkerkunde Freiburg o. J., p. 73

Zuschlag: 2000 €

29 Sitzende Figur

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Sitzende Figur, Magar, West-Nepal

Magar, West-Nepal

Holz, matte, graubraune Patina, weiße Pigmentreste, abgeflachter Torso mit angezogenen Beinen, bekrönt von einem fast halslos aufsitzendem Kopf mit vereinfachten Gesichtszügen, min. besch., kleine Fehlstellen, Spuren von Insektenfrass, Risse, Witterungsspuren, auf Metallplatte montiert; Holzfiguren der Magar werden meist mit kleinen in der Natur verborgenen Tempeln in Verbindung gebracht. Generell werden sie angefertigt um im Freien aufgestellt zu werden. Einige dieser verwitterten Figuren aus der Region wurden irrtümlich als "Quellenwächter" bezeichnet. Es existieren zwar Wasserwächterfiguren, allerdings sind diese sehr selten und speziell aussehend. Es handelt sich dabei meist um einen Pfahl, der von einem Gesicht oder Torso bekrönt und in der Mitte mit einm Loch versehen ist, so dass Wasser hindurchfließen kann.

H: 59,5 cm, (5080/003)

Vergleichsliteratur
Chazot, Eric, Himalayas, Art & Shamans, Paris 2009, ill. 116 f.

Zuschlag: 1200 €

30 Schamanenpaneel

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Schamanenpaneel, Nepal

Nepal

Holz, graubraune Patina, brettförmiger Korpus mit angedeuteten Armen und scheibenförmigem Kopf, Gesichtszüge durch Ritzlinien angedeutet, Beopferungsspuren, Verkrustungen mit roter und gelber Farbe am Kopf, min. best., starke Spuren von Verwitterung und Insektenfrass an der Basis, wo die Paneele in die Erde eingesteckt waren, Risse (vor allem rückseitig), auf Metallsockel montiert; derartige Paneele fanden vor dem Haus eines Schamanen Aufstellung. Sie dienten der Eingrenzung des Gehöftes und symbolisierten seinen Machtbereich. Ihre Aufgabe war aber vor allem die Abwehr von bösen Geistern.

H: 84,5 cm, (5109/004)

Provenienz
Galerie Himalaya Art, Kathmandu, Nepal

Zuschlag: 500 €

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