Online Katalog zur 60. Tribal Art Auktion
241 Armreif der "ogboni"-Gesellschaft
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Nigeria, Yoruba
Gelbguss mit Patina, durchbrochen gearbeitet, verziert mit vier gegengleich angeordneten menschlichen Figuren und zahlreichen Ornamenten, Ösen mit kleinen Glöckchen, min. besch., Spuren von Korrosion, kleine Fehlstellen
H: 13 cm
Verkauft.
242 Armreif der "ogboni"-Gesellschaft
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Nigeria, Yoruba
Gelbguss mit Patina, durchbrochen gearbeitet, vier gegengleich angeordnete menschliche Gesichter zeigend, dazwischen feine konzentrische Kreisornamentik, ausgestülpte Ränder mit angehängten Glöckchen, Spuren von Korrosion, kleine Fehlstellen; derartige Armreifen wurden von Königen, Priestern und "oshogbo"-Offiziellen, aber auch von anderen Würdenträgern getragen. Sie waren auch Teil der Ausstattung, in der tote Menschen begraben wurden. Heutzutage werden sie manchmal auf Hausaltären aufgestellt und dienen als Standfuß für Kalebassen.
H: 12 cm
Vergleichsliteratur
Witte, Hans, Earth and the Ancestors: Ogboni Iconography, Amsterdam 1988, p. 165, ill. 81
Preis: 650 - 1500 €
243 Armreif der "ogboni"-Gesellschaft
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Nigeria, Yoruba
korrodierte Bronze, geschlossene Form mit ausgestülptem Rand, mit menschlichen Gesichtern verziert, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren
H: 9,5 cm; D: 9,5 cm, 19th century
Vergleichsliteratur
Witte, Hans, Earth and the Ancestors: Ogboni Iconography, Amsterdam 1988, p. 168
Verkauft.
244 Deckeldose
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Nigeria, Yoruba
Holz, braune Patina, langgezogene Form, vollständig beschnitzt mit Ornamenten und zoomorphen Formen (Reptilien), der Deckel bekrönt von reliefierter Schlange, min. besch., Spuren von Insektenfrass
L: 59 cm
Preis: 500 - 1000 €
245 Behälter in Form einer Ente
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Nigeria, Yoruba
Holz, rotbraune Patina mit Spuren von schwarzer Farbe, eiförmiges Behältnis mit Unterteilung im Inneren, paßgenau gearbeiteter Deckel, beschnitzt mit Vogelkopf und breit aufgefächertem Schwanzgefieder, als Griffe dienend, akkurat gearbeitetes Federkleid im Schulterbereich in Form von Rauten, min. best., kleinere Fehlstellen (Gefäßrand auf einer Seite); tiergestaltige Behälter werden bei den Yoruba vornehmlich zum Aufbewahren von Schmuck und zum Anbieten von Kolanüssen an Gäste verwendet.
L: 52 cm
Provenienz
Joseph Christiaens, Brussels, Belgium
Preis: 600 - 1200 €
246 Behälter in Form eines Hasen
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Nigeria, Yoruba
Holz, braune Patina, mit kurzen Standbeinen, Korpus mit geometrischer Ornamentik beschnitzt, min. besch., leichte Abriebspuren
L: 39 cm
Vergleichsliteratur
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika - Tradition und Moderne in Südnigeria, Linz 1997, p. 306
Preis: 500 - 1000 €
247 Orakelschale "agere ifa"
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Nigeria, Yoruba
Holz, dunkelbraune krustierte Patina, min. Spuren von ehemals polychromer Bemalung, scheibenförmige Basis, eine kniende weibliche Figur als Karyatide für die flach eingemuldete Schale, ein Kind vor sich haltend und ein zweites auf dem Rücken tragend, umgeben von vier weiteren Assistenzfiguren, die in unterschiedlicher Ausrichtung locker ringsum gruppiert sind, min. best., Fehlstellen (Fortsätze am unteren Rand der Schale), Spuren von Insektenfrass (Brust der knienden Figur), Reparaturstellen (Bruchstellen an der Basis)
H: 20 cm; D: 16 cm
Provenienz
Private Collection, Germany
Vergleichsliteratur
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika - Tradition und Moderne in Südnigeria, Linz 1997, p. 192 f.
Preis: 1800 - 3500 €
248 Deckelschale für Ifa-Orakel-Utensilien
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Nigeria, Yoruba
Holz, fleckige braune, teilweise krustierte Patina, Schale von massiver runder Form mit eingepaßtem halbkugelförmig aufgewölbtem Deckel, verziert mit figuralen Motiven: Gesicht "eshus", Schildkröte, Keule, Stab "oshe shango" und verschiedenen geometrische Formen, im Inneren Orakelzubehör (rechteckiges Orakelbrett "opon ifa", Fliegenwedel, Metallglocke, Stoffreste, Halsketten, verschiedene Steine, Münzen, magische Masse und Knochen), min. besch., Risse, Fehlstellen (Deckel), Abriebspuren; "ifa" ist ein System der Prophezeiung, die Kraft, die alles ordnet, die Personifikation göttlicher Weisheit, durch die der Wille der Götter erforscht und Unheil abgewendet wird.
D: 42 cm
Provenienz
Bernd Schlimper, Düsseldorf, Germany
Vergleichsliteratur
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika - Tradition und Moderne in Südnigeria, Linz 1997, p. 198
Preis: 700 - 1400 €
249 Orakelschale "agere ifa"
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Nigeria, Yoruba
Bronze, Reste von schwarzer Farbe, scheibenförmiger Fuß, über gelängtem, mit Januskopf verziertem Stiel eine flach eingemuldete Schale tragend, aufgelegte Flechtbandornamentik an den Rändern von Fuß und Schale, umlaufend angebrachte halbkreisförmige Ösen, Fuß leicht deformiert, min. Spuren von Korrosion; die Orakelschalen dienen zur Aufbewahrung der 16 heiligen Palmnüsse ("ikin"), die bei der Orakelbefragung verwendet werden. Alternativ dazu wird die Wahrsagekette "opele" eingesetzt, an der acht halbierte Fruchthülsen befestigt sind. Weitere vom Priester für das Orakel benötigte Utensilien sind die Orakelbretter "opon ifa", die fast immer mit dem Gesicht des "orisha eshu", dem "Trickster God" beschnitzt sind, ein Zeigestab "iro ifa" oder "iroke ifa", der meist auch als Glocke dient, um die "orisha" (Götter) herbeizurufen und kleine Beinfigürchen "ikin ifa", als Wächter. Bei der Prophezeiung bestreicht der "babalawo" (Priester) das "opon ifa" mit Mehl, wirft die Palmnüsse auf das Brett und errechnet aus den hinterlassenen Strichkombinationen das Orakel. Das "ifa"-Orakel ist im ganzen Yoruba-Land und darüber hinaus bei den Fon in der Republik Benin verbreitet. Ähnliche Wahrsagesysteme kommen auch bei anderen Gesellschaften Westafrikas vor. Aufgrund gewisser Gemeinsamkeiten mit dem Sandorakel der Muslime ist eine Herkunft von außerhalb Afrikas nicht auszuschließen.
H: 15,5 cm, 18th/19th century
Vergleichsliteratur
Fagg, William, List, Herbert, Bildwerke aus Nigeria, München 1963, ill. 63 a
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika - Tradition und Moderne in Südnigeria, Linz 1997, p. 190 f.
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 191
Preis: 6000 - 12000 €
250 Helmmaske
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Kameruner Grasland, Babanki
helles Holz, braune Patina, von voluminöser Formensprache, stammestypische Gesichtszüge und einen "lachenden Mund" zeigend, kappenartige Frisur mit Scheitelloch, auf beiden Seiten Sammlungsnummer "S.S. 827", links zusätzlich ein Sammlungsetikett "Stiftung Dr. Schwabe Af. 827", am Hinterkopf weitere Beschriftung "MAf 33810 Babanki-Tungo Kamerun (Grasland)", min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren; vermutlich handelt es sich um eine weibliche Maske "ngoin". Die vollständige traditionelle Bekleidung bestand aus einem Gewand aus königlichem blauem und weißem Stoff und Fliegenwedel. Der Maskentänzer bewegte sich in kleinen, maßvollen Schritten, ganz der edlen Abstammung entsprechend. "Ngoin" folgte der führenden Maskengestalt in einer Tanzsequenz bei der eine Vielzahl von "ngoin"-Maskengestalten als Ergänzung zu den männlichen Masken auftraten. Die Masken der Babanki besitzen die eindrucksvolle Präsenz der Graslandkunst, allerdings ohne deren aggressive Expressivität. Es ist der "schönste" Stil des Graslandes.
H: 26 cm
Provenienz
Grassi Museum, Leipzig, Germany
Stiftung Dr. Schwabe, Leipzig, Germany
Vergleichsliteratur
Germann, Paul, Das plastisch-figürliche Kunstgewerbe im Graslande von Kamerun, o.O., o. J., p. 15, ill. 12
Northern, Tamara, The Art of Cameroon, Washington D.C. 1984, p. 150, ill. 81
Verkauft.
| 241-250 von 476 |

