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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 60. Tribal Art Auktion

261 Stehende männliche Figur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Stehende männliche Figur, Kamerun, Mambila

Kamerun, Mambila

Holz, schwarzbraune, stellenweise krustierte Patina, zylinderförmiger Rumpf mit verkürzten, eckig angelegten Armen, der kugelförmige Kopf mit rund eingemuldeten Gesichtshälften, spaltartiger Mund mit Kerbschnitt, besch., vertikaler Riss (Körpervorderseite), Spuren von Insektenfrass (beide Füße), auf abgetreppten Sockel montiert; in der Fulani-Sprache bedeutet Mambila "die Menschen". Sie selbst nennen sich "nor". Bei ihnen gibt es weder ein Königtum noch eine zentrale Macht, sondern ein Dorfoberhaupt, das unterstützt wurde, durch die sog. "mimin"-Vereinigung. Sie glaubten an einen Schöpfer, den sie bald "nama", bald "chang" nannten, aber einen Kult gab es nur für die Ahnen der Familie. Ihnen zu Ehren wurden auch die meisten Figuren geschaffen.

H: 36 cm

Preis: 2500 - 5000 €

262 Kleine Figur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Kleine Figur, Kamerun, Mambila

Kamerun, Mambila

Holz, graubraune Patina, min. Spuren von rotem Pigment, herzförmiges Gesichtsfeld mit großen Augen und geöffnetem Mund, typische Details: die Zickzack-Kontur der Beine, die zum Kinn emporgreifenden Hände und die am Kopf eingesteckten Holzpflöckchen, min. best., kleinere Fehlstellen, Risse (rechte Kopfseite, Rücken), Pflöckchen stellenweise ausgebrochen, auf Sockelblock montiert; bei den Figuren der Mambila handelt es sich entweder um Ahnen- oder um sogenannte Dorfwächterfiguren.

H: 27,5 cm

Provenienz
Hermann Sommerhage, Germersheim, Germany

GVR Archives Registration Nr.
0001297

Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 269

Preis: 1800 - 3500 €

263 Männliche Figur

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Männliche Figur, Kamerun, Mambila

Kamerun, Mambila

leichtes Holz, schwarze, weiße und rote Farbe, Torso mit aufgewölbtem Bauch und stark verkürzten Stummelarmen, der eiförmige Kopf mit eingemuldetem Gesichtsfeld, besch., rep. (linke Ferse), Spuren von Insektenfrass, kleine Fehlstellen, Risse, leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert; viele Objekte der Mambila-Kunst stehen in Verbindung mit saisonalen Kreisläufen von Pflanzen und Ernten oder dem Ahnenkult. Die Mambila sind vor allem durch ihre skurrilen Tiermasken bekannt geworden.

H: 67,5 cm

Provenienz
Michael Serafin, Los Angeles, USA

Vergleichsliteratur
Wittmer, Marcilene K., Arnett, William, Three Rivers of Nigeria, Atlanta 1978, p. 85

Verkauft.

264 Stehende Figur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Stehende Figur, Kamerun, Mambila

Kamerun, Mambila

Holz, braune Patina, Spuren von rotem und weißem Pigment, von blockhafter Statur, grob beschnitzt, in Mundöffnung und Nabel eingeschlagene Nägel, rechteckige Öffnung im Rücken, best., Fehlstellen durch Insektenfrass (beide Füße), Farbabrieb, auf Sockelblock montiert; die Öffnung am Rücken weist darauf hin, dass es sich um eine Dorfwächterfigur handelt, die in Mauernischen Aufstellung fanden und Unheil abhalten sollten.

H: 23 cm

Provenienz
Private Collection, Belgium

Preis: 1800 - 3500 €

265 Fruchtbarkeitspuppe

Kamerun, Namchi

Holz, u-förmige Beinpartie, der schmale Torso in Schmuckketten und Lederbänder eingehüllt, min. besch., auf Sockel montiert

H: 23,5 cm

Provenienz
Maria Wyss, Basel, Switzerland

Vergleichsliteratur
Cameron, Elisabeth L., Isn't she a doll? Play and Ritual in African Sculpture, Los Angeles 1996, p. 76 ff.

Preis: 500 - 1000 €

266 Fruchtbarkeitspuppe

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Fruchtbarkeitspuppe, Kamerun, Namchi

Kamerun, Namchi

Holz, schwarzbraune Patina, Kaolin, typisch abstrahierte Formgebung, Kopf mit viereckig eingetieftem Gesichtsfeld und gelochter Kammfrisur, der Körper in bestimmter Wickeltechnik geschmückt mit Strängen aus gelben Miniaturglasperlen, angehängte Messingglocke, min. best., auf Sockelplatte; ungeschmückte Puppen dienen als Spielzeug für junge Mädchen, wenn sie allerdings mit Perlen, Glöckchen und Münzen geschmückt sind, fungieren sie als "Ersatzbaby" für Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden. Sie werden dann wie Neugeborene behandelt, mit Brei gefüttert und auf dem Rücken getragen. Perlenschmuck und Skarifikationen geben den Schmuck der Initiierten wieder, wenn sie nach der Zeit der Abgeschiedenheit aus den Buschcamps ins Dorf wiederkehren.

H: 26 cm

Provenienz
Dr. Kummert, Frankfurt, Germany

Vergleichsliteratur
Dagan, Esther A., African Dolls for play and magic, Montreal 1990, frontispiece
Cameron, Elisabeth L., Isn't she a doll? Play and Ritual in African Sculpture, Los Angeles 1996, p. 76 f.

Preis: 5500 - 10000 €

267 Maske

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Maske, Kamerun, Tikar

Kamerun, Tikar

Holz, schwarzbraune Glanzpatina, oval aufgewölbte Form, Gesicht mit plastischen Zügen und lachendem, die Zähne zeigendem Mund, Kinnbart und halbmondförmige Frisur, min. besch., Risse, Fehlstellen, Spuren von Insektenfrass, leichte Abriebspuren

H: 42 cm

Preis: 750 - 1500 €

268 Gesichtsmaske "ngil"

Gabun, Fang

helles Holz, min. Reste von brauner Patina und Kaolin, charakteristisches gelängtes Gesicht, in das eine leicht konkave Herzform eingeschnitten ist, Augen und Mund in Form von schmalen Schlitzen, ungewöhnlich für diesen Maskentyp ist die massive Frisur mit dreiteiligem Mittelkamm und seitlichen Schöpfen, typisch wiederum die Gesichtsbemalung mit weißer Kaolinerde, die noch in Resten erkennbar ist, Randlochung im Kinnbereich rückseitig, min. best. (Frisur, rechtes Auge), Risse (v. a. linker Mundwinkel/Kinn), kleinere Fehlstellen rückseitig am oberen Rand; die weiß bemalten "ngil"-Gesichtsmasken repräsentieren eine Maskentradition die um die Mitte des 20. Jahrhunderts erloschen ist. Entsprechend unzureichend sind unsere Kenntnisse über diese Masken. Die typische Gesichtsbemalung mit weißer Kaolinerde, einer Farbe die an die Macht der Ahnen gemahnt, deutet darauf hin, dass die Maske den Geist eines Verstorbenen verkörperte. Die Maskengestalten trugen ein Kostüm aus Raphiafasern. Ihre furchteinflößende und abschreckende Wirkung wurde verstärkt, indem sie überwiegend während der Nachtstunden im Schein von Fackeln in den Dörfern erschienen. Ihre Zugehörigkeit zur gleichnamigen "ngil"-Gesellschaft, die mit der Verfolgung von Hexern und Straftätern betraut war, ist heute umstritten. Man kennt im Wesentlichen drei Maskentypen der Fang. Neben "ngil" gibt es die sog. "ekekek"-Masken die als Unholde für eine Geheimgesellschaft auftraten, sowie die mehrgesichtigen "ngontang"-Helmmasken. Sie gelten als Darstellung des Geistes der weißen Frau, eines machtvollen Gespenstes, das die Zauberer aufspürt und sie auf magische Weise bestraft.

H: 39 cm

Provenienz
Private Collection, Dresden, Germany
Kunsthandel von Müller, Dresden, Germany (1969-1975)
Scheid Family Collection, Dresden, Germany
Coll. Bernd Scheid, Kobern-Gondorf, Germany (1979-2009)
Private Collection, Germany

GVR Archives Registration Nr.
0115209

Vergleichsliteratur
Perrois, Louis, Visions of Africa, Fang, Mailand 2006, p. 44 f.
Laburthe-Torla, Ph., Falgayrettes-Leveau, Ch., Fang, Museé Dapper, Paris 2001, p. 80 f.
Hahner-Herzog, Iris, Das Zweite Gesicht, Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Mueller, Genf, München, New York 1997, ill. 66

Preis: 70000 - 150000 €

269 Zwei Armmasketten "eyema-e-ya-minkun"

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Zwei Armmasketten "eyema-e-ya-minkun", Gabun, Fang

Gabun, Fang

Holz, rot- und dunkelbraun patiniert, oval aufgewölbte Gesichter mit spitz zulaufendem Bart, kleine Fehlstelle, auf Metallsockel montiert; während ritueller Zeremonien von Initiierten und "melan"-Tänzern am Arm getragen. Die Masketten symbolisieren die besondere Beziehung zwischen Offiziant und den Wesen aus dem Jenseits.

H: 12, 5 cm, bzw. 11 cm

Provenienz
Old Collection, Great Britain
Zemanek-Münster, Würzburg, 20. Mai 2006, lot 292

Vergleichsliteratur
Perrois, Louis, Visions of Africa, Fang, Mailand 2006, pl. 60

Preis: 600 - 1300 €

270 Maske "okuyi"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Maske "okuyi", Gabun, Punu

Gabun, Punu

Holz, Kaolin, schwarze und rote Farbe, oval aufgewölbtes, geweißtes Gesichtsfeld mit voluminöser, kugelförmiger Schopffrisur, Scheitelloch, min. besch., Risse, kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren

H: 30 cm

Verkauft.

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