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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 60. Tribal Art Auktion

301 Ahnenhalbfigur "singiti"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Ahnenhalbfigur "singiti", D. R. Kongo, Hemba

D. R. Kongo, Hemba

Holz, matt glänzende dunkelbraune Patina, scheibenförmige Basis, beschnitzt mit zylinderförmigem Rumpf mit spitz vorspringendem Leib, bekrönt von bärtigem Kopf mit herzförmig eingetieftem Gesichtsfeld und fein geschnitzten Gesichtszügen, Scheitelloch, rückseitig scheibenförmig abgeflachte Frisur mit kreuzförmiger Ornamentik, min. besch., Risse (v. a. linke Gesichtshälfte), auf Sockelblock montiert

H: 16,5 cm

Preis: 800 - 1500 €

302 Stehende männliche Ahnenfigur "singiti"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Stehende männliche Ahnenfigur "singiti", D. R. Kongo, Hemba

D. R. Kongo, Hemba

Holz, rotbraune Patina, min. Spuren von dunkelbrauner Farbe, birnenförmig aufgewölbter Leib mit kantigen Schultern, ein breit angelegtes bärtiges Gesicht mit scharf geschnittenen Gesichtszügen und rückseitig kreuzförmig angelegter Frisur, Betonung des männlichen Geschlechtes, min. best., kleine Fehlstellen (rechtes Ohr, Frisur)

H: 55,5 cm

Provenienz

Preis: 2800 - 5500 €

303 Janusförmige Zauberfigur "kabeja"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Janusförmige Zauberfigur "kabeja", D. R. Kongo, Hemba

D. R. Kongo, Hemba

Holz, braune, leicht krustierte Patina, Kaolinreste, rotes Glasperlenkettchen, eine männliche und eine weibliche Figur, Rücken an Rücken stehend und miteinander verschmolzen, Scheitelloch, besch., Fehlstellen durch Insektenfrass (Plinthe, linker Arm der weiblichen Figur), Risse, leichte Abriebspuren; "kabeja"-Figuren stellen eines der wichtigsten Themen und gleichzeitig eine der gefürchtetsten Mächte der Hembakunst dar. Sie werden als bildliche Darstellung des Urpaares und somit Gründer der Gemeinschaft gesehen. Sie befinden sich im Besitz des Clanobersten "fumu mwela". Bei den Hemba gibt es Geheimbünde namens "bukazanzi" für Männer und "bukibilo" für Frauen, diese sollen die Macht des Clanobersten ausgleichen. Diese Verschmelzung von Mann und Frau spiegelt das Kräftegleichgewicht zwischen dem Clanobersten und den Männern und Frauen der Gemeinschaft wieder. "

H: 24,5 cm

Verkauft.

304 Ahnenfigur "singiti"

D. R. Kongo, Hemba

helles Holz, braune, teilweise krustierte Patina, Kaolinreste, nur fragmentarisch erhaltene Beinansätze, mit Stoffschurz bekleidet, über langem, kräftigem Hals ein Kopf mit rund vorgewölbter Stirn, ovalem Gesichtsfeld und Kinnbart, rückseitig scheibenförmig abgeflachte Frisur mit Kreuzornamentik, min. besch., Fehlstellen (Beine), leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert

H: 45,5 cm

Provenienz
Adrian Schlag, Brussels, Belgium

Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, The Handbook, Brüssel 1987, p. 35, ill. 3

Preis: 4500 - 9000 €

305 Männliche Ahnenfigur "singiti" mit Stab und Messer

D. R. Kongo, Hemba

Holz, schwarzbraune Patina, Lehmverkrustungen, kraftvolle, maskuline Erscheinung, geprägt durch einen festen Stand auf breit nebeneinander gestellten Beinen und extrem breite Schultern, das markante Gesicht mit kräftigem, bärtigem Kinn einen ruhigen und zugleich entschlossenen Gesichtsausdruck zeigend, ungewöhnliche Frisur, min. besch., Riss (Basis), alte Reparaturstelle (rechter Unterarm); die "singiti"-Figuren sind Darstellungen bedeutender Persönlichkeiten, wie Kriegsfürsten, Gründer von Königsfamilien oder lokale Häuptlinge. Die Ahnenfiguren bilden ein symbolisches und tatsächliches Bindeglied zwischen früheren Generationen und momentanen Herrschern, deren Familien die Pflege und Obhut dieser Figuren anvertraut ist. Sie werden in Zeremonialhütten aufbewahrt, wo ihnen mit Gebeten und Opfern gehuldigt wird.

H: 40,5 cm

Provenienz
Ludwig Bretschneider, Munich, Germany

Vergleichsliteratur
Neyt, Francois, Approche des Arts Hemba, Villiers-le-Bel 1975, ill. 25

Preis: 4500 - 9000 €

306 Affenmaske "soko mutu"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Affenmaske "soko mutu", D. R. Kongo, Hemba

D. R. Kongo, Hemba

Holz, dunkelbraune Patina, lange, spitz vorspringende Nase, breiter, geöffneter Mund mit Kerbschnitt, Randlochung, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Metallsockel montiert; die "soko mutu"-Maskentänzer waren mit einem Umhang aus Rindenstoff, sowie Perücke und Bart aus dem Fell des Colobus-Affen bekleidet. Sie galten bei den Hemba als furchteinflößende Gestalten, deren scheinbar grinsender Mund Wut und Unheil verhieß und an die Schrecken des Todes erinnerte.

H: 21 cm

Vergleichsliteratur
Herreman, Frank, Petridis, Constantijn (Hg.), Face of the Spirits, Masks from the Zaire Basin, Tervuren 1993, p. 177

Verkauft.

307 Stehende weibliche Zauberfigur

D. R. Kongo, Holo

Holz, hellbraun patiniert, dunkelbraune Patina an der Frisur, die abgewinkelten Arme eng am Körper gearbeitet und die Hände vor der Brust zu einer Einheit verschmolzen, stilisierte Gesichtszüge mit linearen Ritztataus unterhalb der Augen, runde Eintiefungen an Kopf, Ohren und Rektum ("Kryptofetisch"), min. best., Frisur, auf Sockelplatte montiert

H: 20 cm

Provenienz
Joseph Christiaens, Brussels, Belgium

Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, The Handbook, Brüssel 1987, p. 36 f.

Preis: 1000 - 2000 €

308 Stehende weibliche Figur

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Stehende weibliche Figur, D. R. Kongo, Holo

D. R. Kongo, Holo

Holz, rotbraune Patina mit Spuren von schwarzer Farbe, Lehmverkrustungen, tonnenförmig gelängter Rumpf mit akzentuiertem weiblichem Geschlecht, die schlauchartig gebogenen Arme unterhalb des Kinns an die Brust gelegt, die kleinen runden Öffnungen an Brust, Ohren und Scheitel mit magischer Masse gefüllt, min. best. (Frisur, Nasenwurzel, linke Hand, Fußspitzen), Riss (rechter Oberschenkel rückseitig), auf Metallplatte montiert; die individuellen und kollektiven Kulte der Holo bedingen eine Vielzahl von Statuetten und magischen Figuren mit den vielfältigsten Funktionen, deren systematische Erforschung noch aussteht. Bei vorliegender Figur handelt es sich vermutlich um eine magische Figur "mvunzi", die F. Neyt nach seiner Klassifizierung der ersten von drei Figurengruppen zuordnet. Zuordnungsmerkmal ist die dreieckige Gesichtsform und die vertikale Unterteilung des Gesichtes in zwei Hälften.

H: 43,5 cm

Provenienz
Galerie Fred Jahn, Munich, Germany
Galerie Franke, Stuttgart, Germany

Publiziert in
Neyt, Francois, Die Kunst der Holo, München 1982, p. 62, fig. 19

Verkauft.

309 Magische Figur "mvunzi"

D. R. Kongo, Holo

Holz, rotbraune Patina, Spuren von schwarzer Farbe, hoch aufragende, auf abgewinkelten Beinen stehende Figur, beide Hände vor der Brust übereinandergeschlagen, bekrönt von großflächigem Gesicht mit spitz zulaufendem Kinn und tropenhelmförmiger, obenauf sitzender Kopfbedeckung, kleine Öffnung am Rücken und zwischen den Beinen zum Befüllen mit magischen Substanzen, min. besch., Riss (Kopfbedeckung, Gesicht und Körper auf rechter Seite), auf Sockelblock montiert; bei vorliegender Figur handelt es sich wohl um eine magische Figur "mvunzi", die Menschen gegen bestimmte, böse Geister schützt. Sie gehören meist dem Hauptwahrsager, der sie in Krankheitsfällen, bei Diebstahl oder für die Jagd einsetzt. In manchen Fällen besitzt ein "mvunzi" nicht nur Schutzfunktion, sondern auch offensiven Charakter, indem er gegen den bösen Geist handelt und diesem ein vergleichsweise noch größeres Übel zufügt.

H: 61 cm

Provenienz
Peter Loebarth, Hameln, Germany
Private Collection, Belgium

Vergleichsliteratur
Neyt, Francois, Die Kunst der Holo, München 1982, p. 15 f.

Preis: 7500 - 15000 €

310 Gesichtsmaske

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Gesichtsmaske, D. R. Kongo, Ituri/Lombo

D. R. Kongo, Ituri/Lombo

leichtes, mittelbraunes Holz, ovale Form, zu erhabenem, vertikalem Mittelgrat hin ansteigend, Augen und Mund durchbrochen, vollständig eingerahmt durch Grasfaserbüschel, im oberen Bereich gebündelt, geprägt durch lineare Rillentataus und Bemalung in schwarz, weiss und rot, rückseitig beschriftet "FX91697", min. best. (Stirngrat), Riss (rechte Wange); Ituri ist eine Regenwaldregion, die von den Zaire-Zuflüssen Tshopo, Lindi und Ituri durchzogen wird, wobei letzterer namensgebend war. Das Gebiet beheimatet diverse Volksgruppen und kennt eine Fülle von Maskentypen, die in ihrer Grundkonzeption untereinander eine große Ähnlichkeit aufweisen, so daß von einer eigenen Stilregion gesprochen werden kann. Als allgemeines Charakteristikum dieser Masken, die sich möglicherweise aus Hautmasken entwickelt haben, kann die weitgehend abstrakte Konzeption, sowie die Bemalung gelten, die sich zweifelsohne aus der Rindenmalerei der Pygmäen ableiten läßt.

H: 27,5 cm

Provenienz
Marc L. Felix, Brussels, Belgium

Publiziert in
Marc L. Felix, Ituri, The Distribution of Polychrome Masks in Northeast Zaire, Munich 1992, p. 270, ill. 43

Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., Ituri, München 1992, p. 141 f.
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 202 f.

Verkauft.

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