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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 60. Tribal Art Auktion

441 Oberteil eines Würdestabes

Tansania, Luguru

gemasertes Holz, rotbraune Patina, mit Kopf beschnitzter Rundstab, rückseitig eine zweite Figur, sich mit Armen und Beinen festklammernd, so dass von vorne betrachtet, Arme und Beine auch zu der vorderen Figur gehören könnten, gebohrte Augen und Rillenfrisuren, Bohrloch im Scheitel zum Einfügen von magischen Substanzen, min. best., auf Metallsockel montiert

H: 32,5 cm

Vergleichsliteratur
Jahn, Jens (Hg.), Tanzania, Meisterwerke afrikanischer Kunst, München 1994, p. 42, II/5, p. 123

Preis: 500 - 1000 €

442 Gesichtsmaske "midimu"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Gesichtsmaske "midimu", Tansania, Makonde

Tansania, Makonde

Holz, rotbraune fleckige Patina, geprägt durch kleine, viereckig durchbrochene Augen und gelängten Nasengrat, lineare Ritztataus, Reste von magischer Masse im Augen- und Mundbereich, best. (Ohren), Farbabrieb, Flecken, auf Metallsockel montiert; der Auftritt der "midimu"-("Geister") Masken erfolgte in der Schlussphase der Initiationsfeierlichkeiten, wenn die frisch initiierten Knaben und Mädchen gemeinsam aus den getrennten Buschlagern in ihre Dörfer zurückkehrten. Die Maskentänze erfüllten sowohl kultisch-rituelle, als auch erzieherische Aufgaben.

H: 19 cm

Vergleichsliteratur
Jahn, Jens (Hg.), Tanzania, Meisterwerke afrikanischer Kunst, München 1994, p. 433 f.

Verkauft.

443 Weibliche Maske mit Lippenpflock

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Weibliche Maske mit Lippenpflock, Tansania, Makonde

Tansania, Makonde

Holz, matt glänzende, schwarzbraune Patina, oval aufgewölbte Form, geprägt von voluminösem, scheibenförmigem Oberlippenpflock und großen, rund abstehenden Ohren, best., kleinere Fehlstellen (Augen, Unterlippe), Fehlstellen rückseitig am Rand, Randlochung weitgehend ausgebrochen; diese verhältnismäßig kleinen Masken wurden vom Tänzer auf der Stirn getragen, der Rest des Kopfes wurde von Stoff bedeckt, durch den der Akteur schauen und atmen konnte. Das Spektakuläre der Darbietung bestand darin, dass sich der Tänzer auf bis zu drei Meter hohen Stelzen fortbewegte, weshalb der Begriff "Stelzentänzer" untrennbar mit den Makonde verknüpft ist. Bei den Gesichtsmasken handelte es sich überwiegend um die Darstellung von Frauen. Charakteristisch ist die in die Oberlippe eingefügte Scheibe "pelele". Die größten Scheiben durften nur von Frauen getragen werden, die mindestens sieben Kinder geboren hatten.

H: 22 cm

Provenienz
Ketterer, Munich, 133. Auktion, 1988, lot 46

Publiziert in
Kunst aus Ostafrika, Katalog ersch. zur Sonderausstellung "Die Tingatinga-Schule - Kunst aus Ostafrika, 10. 09. 2004 - 2. 1. 2005, p. 23, Veröffentlichungen des Museums für Völkerkunde zu Leipzig, 2004

Vergleichsliteratur
Jahn, Jens (Hg.), Tanzania, Meisterwerke afrikanischer Kunst, München 1994, p. 432 f., ill. 246 f.

Verkauft.

444 Gesichtsmaske

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Gesichtsmaske, Tansania, Makonde

Tansania, Makonde

leichtes Holz, dunkelbraun patiniert, rund aufgewölbte Form, von der Haartracht, mit Schnurr- und Kinnbart aus Tierfell, sowie von der Nasenform her einen Europäer darstellend, die Modellierung des Gesichtes, von der Struktur der Brauen und Stirn, bis hin zu den ausgeprägten Nasolabialfalten fast naturalistische Züge zeigend, schönes Detail, die einzeln ausgearbeitete Zähne, einer davon mit Silberblech beschlagen, min. best., kleinere Fehlstellen (Zähne, Wange, rückseitig am Rand), Farbabrieb; in der Regel werden die Helmmasken den Makonde Mosambiks und die Gesichtsmasken den Makonde Tansanias zugeschrieben. In den letzten Jahrzehnten gelangten fast ausschließlich Helmmasken nach Übersee. Die in Europa und den USA existierenden Gesichtsmasken stammen größtenteils aus alten Sammlungen und finden sich vornehmlich in Museen.

H: 23,5 cm

Provenienz
Coll. Ingo Evers, Bonn, Germany

Vergleichsliteratur
Art Makondé, Tradition et modernité, Malesherbes 1989, p. 84 & p. 86
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 264 f.

Verkauft.

445 Axt

Tansania, Mwera

Holz, honigbraune Patina, partienweise geschwärzt, Schaft mit rundem Querschnitt, beschnitzt mit stilisiertem Antilopenkopf, Axtblatt aus Eisen mit hakenförmig geschwungenem Endstück, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren, Spuren von Korrosion

L: 54,5 cm, 19th century

Vergleichsliteratur
Krieger, Kurt, Ostafrikanische Plastik, Museum für Völkerkunde Berlin 1990, ill. 342
comparable object: Yale Archive, GVR-No. 0112306

Preis: 1500 - 3000 €

446 Stehende männliche Figur

Tansania, Nyamwesi

Holz, schwarzbraune, im Kopfbereich rotbraune Patina, auf leicht einwärts gedrehten Füßen stehend, der trapezoide Rumpf ausgestattet mit breiten Schultern und verhältnismäßig kurzen Armen, der kugelförmige Kopf mit fliehendem Kinn geprägt durch die in markanter horizontaler Linie abgesetzte Brauenzone und die eng zusammenstehenden, kleinen Augen mit Muscheleinlage, min. best., Risse, Farbabrieb, auf Sockelblock montiert

H: 46 cm

Vergleichsliteratur
Jahn, Jens (Hg.), Tanzania, Meisterwerke afrikanischer Kunst, München 1994, p. 228

Preis: 2000 - 4500 €

447 Stehende Figur mit beweglichen Armen

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Stehende Figur mit beweglichen Armen, Tansania, Nyamwesi

Tansania, Nyamwesi

Holz, mittelbraune Patina, hochbeinige schlanke Gestalt, bekrönt von schmalem Kopf mit vorgewölbter Stirn und weit ausladendem Hinterkopf, expressive Gesichtszüge, stark eingetiefte Augen mit Glasperlenbesatz, ein weit aufgerissener, Zähne zeigender Mund, separat gearbeitete Ohrpflöcke, durch dunkle Patina gekennzeichnete Frisur und Ritztataus, min. best., auf Sockel montiert

H: 56 cm

Vergleichsliteratur
Jahn, Jens (Hg.), Tanzania, Meisterwerke afrikanischer Kunst, München 1994, p.224, V/8

Preis: 1000 - 2000 €

448 Gesichtsmaske

Tansania, Sukuma

Holz, dunkelbraune Patina, aufgenagelter Fellbezug (Kopf), aufgewölbte Form mit flach nach hinten abfallendem Kopf, von expressiver, Formensprache, die viereckig durchbrochenen Augen unmittelbar flankiert von großen halbkreisförmig eingewölbten Ohren, min. best. (Ohren, Nasenspitze), Riss (rechte Kinnseite), Fehlstellen (Nase), auf Metallsockel montiert

H: 29 cm

Preis: 800 - 1500 €

449 Weibliche Figur ohne Arme

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Weibliche Figur ohne Arme, Tansania, Sukuma

Tansania, Sukuma

helles Holz, fleckige rot- und dunkelbraune Patina, hochbeinige, schlanke Gestalt mit gelängtem Oberkörper, Kopf von unregelmäßiger Form, "verschobene" Gesichtszüge mit eingetieften Augen und kurzer, klobiger Nase, Betonung der Scham durch Echthaar, best., kleinere Fehlstellen, starker Farbabrieb mehrere Anstriche frei gebend, Risse, Fehlstellen (beide Füße), auf Sockel montiert; die Sukuma sind vor allem durch ihre Gliederpuppen bekannt geworden, in letzter Zeit auch durch eine Reihe von Masken. Insgesamt sind ihre Werke sehr grob gearbeitet, was jedoch - wie auch in vorliegendem Falle - in einer starken Expressivität resultiert.

H: 70 cm

Provenienz
Steven van de Raadt, Rotterdam, The Netherlands

Vergleichsliteratur
Jahn, Jens (Hg.), Tanzania, Meisterwerke afrikanischer Kunst, München 1994, ill. 178

Verkauft.

450 Figural beschnitzter Würdestab

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Figural beschnitzter Würdestab, Tansania, Zaramo

Tansania, Zaramo

Holz, rotbraune Patina, Rundstab mit diagonalem Rillenmuster, bekrönt von stilisierter, stehender Figur mit Glasperlenaugen, min. best. (Ohren), Risse, Farbabrieb; Stäbe haben viele Funktionen. Als Zeremonial-, Würde-, Ritual- oder Herrscherstab bezeichnet, waren und sind sie zum Teil noch immer Statussymbol, Abzeichen oder Handwerkszeug, das von Klan-Anführern, Wahrsagern, Heilern, Exorzisten und Hexenjägern verwendet wird.

H: 70 cm

Verkauft.

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