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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 63. Tribal Art Auktion mit Sonderteil 'Wunderkammer'

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191 Zwei Tempelpaneele

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Zwei Tempelpaneele, Nepal - West

Nepal - West

Holz, matte, braune Patina, einem Paneel ist eine stehende Schamanenfigur vorgeblendet, auf gerippter Konsole, mit Kopfputz, Schamanentrommel und -rock, M: 64,5 cm x 21 cm, auf Metallsockel montiert; das zweite Paneel eine vierarmige Gottheit (Shiva?) zeigend, auf einer Konsole mit Endlosknoten stehend, Dreizack und ein weiteres Ritualgerät haltend, M: 64,5 cm x 25 cm, beide min. besch., Risse, kleine Fehlstellen, Abriebspuren; Shiva ist Bestandteil der "hinduistischen Trinität" ("Trimurti") mit den drei Aspekten des Göttlichen. "Brahma" gilt als Schöpfer, "Vishnu" als Bewahrer und "Shiva" verkörpert das Prinzip der Zerstörung.

Provenienz
Private Collection, Vienna, Austria

Preis: 4000 - 8000 €

192 Milchkrug

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Milchkrug, Nepal, Sherpa

Nepal, Sherpa

Holz, dunkelbraune Patina, zylinderförmiges Gefäß auf ringförmigem Standfuß mit Metallmanschette, Griff in Gestalt eines anthropomorphen Wesens, in streifige Kompartimente unterteilte Wandung mit linearer Ritz- und Kerbschnittornmentik, Trageschlaufe aus Pflanzenfaser, best., Risse

H: 35,5 cm

Provenienz
Thomas Kreitner, Vienna, Austria
Tribal Art, Dieter Schnurr, South Germany

Preis: 500 - 1000 €

193 Tempelfragment

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Tempelfragment, Indien

Indien

helles Holz, min. Reste von dunkelbrauner Farbe, von schmaler, hochaufragender Form, abgeschrägte Oberseite mit Fortsatz zum Einzapfen in die Architektur, dargestellt ist ein Mischwesen mit geschupptem Löwenkörper und Elephantenkopf, dem geöffneten Maul mit erhobenem Rüssel eine stilisierte Blüte entwachsend, Pfauenpaar an der Basis, kapitellähnlicher Sockel, min. besch., Risse, Fehlstellen (Pfauenkopf, Elefantenmaul), Farbabrieb, Spuren von Verwitterung, auf Sockelblock

H: 72,5 cm, B: 11,5 cm, 18th century

Preis: 1500 - 3000 €

194 Tempelfragment

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Tempelfragment, Indien - Kerala

Indien - Kerala

helles Holz, min. Reste von braunschwarzer Farbe, von schmaler, hoher Form, auf Vorder- und Seitenansicht hin konzipiert, abgeschrägte Oberseite mit Fortsatz zum Einzapfen in die Architektur, dargestellt ist ein aufgerichtet, auf den Hinterbeinen stehender Elefant mit dämonenhaften Gesichtszügen, ein zweiter, kleinerer Elefant unterhalb, kleinformatige Reiterfiguren auf jeder Seite, besch., Risse (kleiner Elefant), Fehlstellen (rechter Stoßzahn, Bein der rechten Reiterfigur), Farbabrieb, Spuren von Verwitterung, auf Sockel; Elefanten als Reittier sind königliche Symbole und es ist das Privileg des Herrschers, an Prozessionen auf einem Elefanten reitend teilzunehmen.

H: 56 cm, B: 17 cm, 17th century

Vergleichsliteratur
Mallebrein, Cornelia, Die Anderen Götter, Volks- und Stammesbronzen aus Indien, Köln 1993, p. 140

Preis: 1500 - 3000 €

195 Brustpanzer der "Sarala Jumadi"

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Brustpanzer der "Sarala Jumadi", Indien, Karnataka, Tulu

Indien, Karnataka, Tulu

Bronze, mit Patina, naturalistische Wiedergabe eines weiblichen Oberkörpers, geschmückt mit Halskette, erhabener vertikaler Grat, min. besch., leichte Korrosions- und Abriebspuren; "Jumadi" auch bekannt als "Dhumavati", ist eine Gottheit die vor allem in der Tulu Nadu Region von Karantaka und Kerala in Indien verehrt wird. Sie wird unter verschiedenen Namen verehrt, um die verschiedenen Formen zu würdigen, die sie annahm, um alle Dämonen zu besiegen (wie "Marlu Jumadi", "Kanturu Jumadi", "Maley Jumadi" und "Panch Jumadi"). Eines ihrer größten Heiligtümer ist in Padre.

H: 32 cm; B: 21 cm

Provenienz
Coll. Heide & Hans Kaufmann, Vienna, Austria
Private Collection, Vienna, Austria

Vergleichsliteratur
Beltz, Johannes (Hg.), Wenn Masken tanzen, Rituelles Theater und Bronzekunst aus Südindien, Museum Rietberg Zürich, 2009, p. 68, ill. 3

Verkauft.

196 Tragetasche

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Tragetasche, Indien

Indien

aus der Nuss der Seychellenpalme (Lodoicea maldivica), auch "Coco de Mer" genannt, ausgehöhlt, Öffnung an der Stelle an der die Nuss in zwei Hälften getrennt wurde, an breitem Lederriemen mit Metallringen und Ösen

B: 28 cm; H: 14 cm; L: 42 cm (Lederriemen)

Preis: 450 - 900 €

197 Schädeltrophäe mit Hörnern eines "mithun"

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Schädeltrophäe mit Hörnern eines "mithun", Indien, Naga, Konyak

Indien, Naga, Konyak

menschlicher Schädel, poliert und mit schwarzem Pigment eingefärbt, mit Rotan befestigte weit ausladende Büffelhörner ("mithun" = "bos frontalis", eine Art Bison) an den Seiten; der "mithun" ist das wichtigste Opfertier der Naga und dient außerdem als Zahlungsmittel, unter anderem als Brautgeld. Seine Bedeutung offenbart sich in der Häufigkeit, mit der die Hörner zu dekorativen und symbolischen Zwecken verwendet werden. So ist es durchaus üblich, die Hörner eines "mithun" an den Schädeln erschlagener Feinde anzubringen. Nach dem Glauben der Naga soll der Tote damit taub gemacht werden, gegen die Rufe seiner Gefährten. Der "mithun" ist Symbol für Kraft, Reichtum und Eneuerung.

B: 99 cm

Vergleichsliteratur
Somaré Grata, Vigorelli, Leonardo, The Nagas, Disciplined Forms of Beauty, Bergamo 1992, p. 22
Barbier, Jean Paul, Kunst aus Nagaland, Pforzheim 1986, p. 15, ill. 8

Verkauft.

198 Zwei hölzerne Trophäen

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Zwei hölzerne Trophäen, Indien, Naga

Indien, Naga

braune, teilweise glänzende Patina, Pigmentreste, Stoffbänder mit Metallanhängern, in Form von menschlichen Köpfen, beide identische Gesichtszüge mit breitem, die Zähne entblößendem Mund zeigend, einer der Köpfe mit separat gearbeiteten, eingesteckten Ohren mit runden Metallohrringen, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren; nach Aussage eines Naga-Informanten gehörten Trophäen mit Ohrringen den Vornehmen des Stammes.

H: 24,5 cm resp. 25,5 cm

Provenienz
Private Collection, Stuttgart, Germany

Vergleichsliteratur
Barbier, Jean Paul, Kunst aus Nagaland, Pforzheim 1986, p. 51, ill. 19 & p. 54, ill. 22

Verkauft.

199 Halssschmuck

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Halssschmuck, Indien, Naga

Indien, Naga

Muschelperlen, Karneol, bunte Glasperlen, Holz, aus 9 Perlenreihen bestehend, Verschluss in Form eines runden Muschelfragmentes, min. besch., leichte Gebrauchsspuren; diese Art Halsschmuck wird sowohl von Männern, als auch Frauen getragen.

L: 60 cm, beginning of 20th century

Provenienz
Private Collection, Vienna, Austria

Vergleichsliteratur
Barbier, Jean Paul, Art du Nagaland, Ausst.kat., The Barbier-Mueller-Museum, Genf 1982, ill. 1

Verkauft.

200 Vogelkopf - Gottheit

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Vogelkopf - Gottheit, Nord - Syrien

Nord - Syrien

hellbeige Terrakotta, flacher schematisierter Unterkörper, bekrönt von vogelartigem Kopf mit gebohrten Pupillen und nach hinten auskragender Kopfbedeckung, min. besch., rep. (Hals), kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren

H: 21 cm

Provenienz
Coll. Ralf Schulte-Bahrenberg, Duisburg, Germany

Verkauft.

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