Online Katalog zur 63. Tribal Art Auktion mit Sonderteil 'Wunderkammer'
251 Koptisches Textilfragment
Ägypten
feines Gewebe mit Schriftzeichen und Ornamenten in roter Farbe, beschriftet "Sieg Gottes", fasrige Struktur, auf Karton, im Passepartout, vergl., ger.; aus "frühislamischer Zeit" stammend, womit die Zeitspanne zwischen der Eroberung Ägyptens durch die Araber 642 und der Eroberung des Landes durch die Fatimiden 969 gemeint ist.
M: 9 cm x 7 cm; 21cm x 16 cm (frame)
Provenienz
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Preis: 1000 - 2000 €
252 Kleine "uschebti"-Figuren
Ägypten
hellgrün glasiertes Steingut, drei Stück, ausgeformte Details zeigend: Bart und Perücke tragend, Krummstab und Dreschflegel haltend, eine der Figuren im unteren Bereich Hieroglyphen zeigend, min. besch., Abriebspuren, kleine Fehlstellen; ein "uschebti" (altägypt. "Antworter"; auch: "schabti", "ushabti", "ushebti", "shawabti", "shabti") ist in der Archäologie des alten Ägypten eine Statuette, häufig in Gestalt einer Mumie, welche seit dem Mittlerem Reich einen Verstorbenen verkörpert. Sie besteht meist aus grün und blau glasierter Terrakotta, seltener aus Holz, Stein, Bronze oder aus Ton und wurden mit in das Grab gelegt, konnte aber auch an heiligen Orten deponiert werden, wodurch der Verstorbene symbolisch an diesem Ort anwesend sein konnte.
H: 9 cm - 18 cm
Provenienz
Coll. Dr. Mäder, St. Gallen, Switzerland
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Preis: 1200 - 2500 €
253 Kleine Figur "ushebti"
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
Ägypten
helles Holz, Reste von Bemalung in rot, schwarz und weiß, von mumienartiger Gestalt, Reste einer Inschrift, besch. Risse, Fehlstellen (Fuß- und Armzone), Farbabrieb; ein "ushebti" ist in der Archäologie des Alten Ägypten eine Statuette, die einen Verstorbenen verkörpert und dem Toten mit ins Grab gegeben wurden.
H: 22 cm
Provenienz
Dick Meijer, Amsterdam, The Netherlands
Preis: 500 - 1000 €
254 Amulette
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
Ägypten
Steingut, teilweise grünlich glasiert, zehn Stück, alle figürlich gestaltet, eine Darstellung der Gottheit "Taweret", min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren; "Taweret" gilt in der ägyptischen Mythologie als Göttin der Fruchtbarkeit und Geburt. Sie wird als aufrechtstehendes trächtiges Nilpferd mit löwenähnlichem Kopf, Löwenarmen und -beinen, einem Krokodilschwanz sowie menschlichen Brüsten dargestellt. Später wurde sie auch mit einem separaten, auf ihrem Rücken sitzenden Krokodil dargestellt. Dieses wurde als Krokodilgott "Sobek" und als ihr Partner interpretiert.
H: 2,5 cm - 4,5 cm
Provenienz
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Verkauft.
255 Kleine Amulette
Ägypten
Steingut, zehn Stück, verschiedene Formen und Farben (u.a. kleines Figürchen, Phallus, geflügelte Scarabäen, kleine Platten mit Hieroglyphen etc.), min. besch., leichte Abriebspuren; ein Amulett (lateinisch "amuletum" – „Kraftspender“, davor arabisch "hammala" – „Tragband“) ist ein Gegenstand, dem magische Kräfte zugeschrieben werden, mit denen er Glück bringen (energetische, sakramentale Wirkung) und vor Schaden schützen (apotropäische Wirkung) soll.
H: 2 cm - 3,5 cm
Provenienz
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Preis: 1000 - 2000 €
256 Kleine Götterfiguren
Ägypten
2 Stk., eine Darstellung der Göttin Sachmet (?) mit Löwenkopf, Bronzevollguss, min. besch., Fehlstellen (Füße), Neues Reich, ca. 1500 v. Chr., H: 16 cm; dazu: eine Tonfigur mit spitz aufragender Kopfbedeckung und gekreuzten Armen, Hieroglypheninschrift im unteren Bereich, min. besch., leichte Abriebspuren, H: 18 cm; Sachmet, (auch Sechmet) ist eine Göttin der ägyptischen Mythologie in Löwengestalt und die Schwester und dunkle Seite der Katzen- und Fruchtbarkeitsgöttin Bastet. Bei den alten Ägyptern war sie die Göttin des Krieges, der Krankheit, aber andererseits auch der Heilung. Man fürchtete sie, da sie dem Glauben nach Konflikte, Epidemien und sogar den Tod bringen konnte. Sie wurde als wild, kriegerisch und furchterregend angesehen. Doch falls die Priester sie mit Gebeten besänftigten, würde sie auch alle Drohungen wieder zurücknehmen. Als Pendant zu Bastet symbolisierte sie das Zerstörerische und Böse des Charakters einer Katze, aber unter ihrem friedlichen Aspekt wurde sie auch wieder zu eben dieser Katzen- und Liebesgöttin. Sie verkörperte außerdem das Auge des Re und wurde auch mit der gefährlichen Uräusschlange des Königs verbunden. In Memphis galt Sachmet als Gefährtin des Ptah und für die Pharaonen war sie ein Symbol für den eigenen Kampfesmut.
Provenienz
Galerie Fischer, Luzern, Switzerland (1938)
Coll. Dr. Mäder, St. Gallen, Switzerland
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Preis: 1500 - 3000 €
257 Kleines Gefäß
Ägypten
Alabaster, leicht schimmernde Patina, bauchige Form, kleine gerundete Standfläche, zwei kleine Henkel mit Durchbohrungen, min. besch., leichte Abriebspuren, kleine Fehlstellen (Rand)
H: 6,5 cm, ~ 3000 B.C.
Provenienz
Coll. Arnold Ruesch
Gallery Fischer, Luzern, Switzerland (1936)
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Preis: 500 - 1000 €
258 Großes Gefäß
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
Ägypten
bunter Hartstein, matte Patina, bauchiger Gefäßkörper, zwei kleine Henkel mit Durchbohrungen, leicht auskragender, flacher, 2 cm breiter Gefäßrand, besch., kleine Fehlstellen (Rand), Abriebspuren; 1923 auf Schloss Wartegg bei Rorschach, Schweiz gefunden. Das Gefäß war nicht zum täglichem Gebrauch bestimmt, es handelt sich wahrscheinlich um eine Grabbeigabe.
H: 16,5 cm, ~ 3000 B.C.
Provenienz
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Verkauft.
259 Bauchiges Gefäß
Ägypten, Naqada II
gebrannter Ton, matte Patina, rote Bemalung, zwei kleine Griffe mit Durchbohrungen an den Seiten, mit Spiraldekor bemalt, min. besch., kleine Fehlstellen (Gefäßrand), Farbabrieb; die Naqada-Kultur ist eine prähistorische ägyptische Kultur und erhielt ihren Namen von der Stadt Naqada, ca. 80 km nördlich von Luxor. Sie wird in drei Perioden unterteilt und dauerte insgesamt 1500 Jahre an. An diesen Zeitabschnitten können die Fortschritte in technologischer, sozialer und politischer Hinsicht der prädynastischen Periode bis zur Gründung des ägyptischen Staates abgelesen werden. Die Periode Naqada II (ca. 3500 bis 3200 v. Chr.) wird nach der Stadt Girza als Girzéen oder Girza-Kultur benannt, in der nur Funde aus dieser kulturellen Entwicklungsphase Ägyptens gemacht worden sind.
H: 13,5 cm, ~ 3200 B.C.
Provenienz
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Preis: 4000 - 8000 €
260 Rollsiegel
Ecuador
Ton, matte Patina, zwei Stück, zylindrische Form mit Durchbohrung in der Mitte, mit reliefierten Ornamenten verziert, min. besch., kleine Fehlstellen; Rollsiegel wurden im Alten Ägypten erstmals unmittelbar vor der 1. Dynastie eingeführt und etwa 1.000 Jahre bis zum Beginn des Mittleren Reiches (etwa 2100 v. Chr.) benutzt. Etwa zu diesem Zeitpunkt tauchten die neuen Skarabäen in der Verwaltung auf, die in der Folgezeit die Rollsiegel verdrängten. Anfangs überliefern die altägyptischen Rollsiegel die Namen von Verwaltungsinstitutionen, von Beamten und von Königen. Im Alten Reich scheint die Herstellung von Rollsiegeln königliches Monopol geworden zu sein. In dieser Zeit verschwinden Beamtennamen von den Siegeln und sie nennen nur noch Verwaltungsinstitutionen, Ämter oder den Namen des Königs. Der Fund zahlreicher Siegelabrollungen in Grabanlagen und an Siedlungsplätzen zeigt, dass sie ein wichtiger Teil der Verwaltung waren.
H: 7,5 cm
Provenienz
Coll. Roland Hartmann, St. Gallen, Switzerland
Preis: 1200 - 2500 €
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