Online Katalog zur 63. Tribal Art Auktion mit Sonderteil 'Wunderkammer'
281 Drei Terrakotten
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Westafrika
zwei Skulpturen der Ashanti, Ghana, durch die geschlossenen Augen als Grabskulpturen gekennzeichnet, in Form einer weiblichen Halbfigur, H: 27 cm und eines Porträtkopfes, H: 15,5 cm, die Halbfigur schwarz bemalt, Fehlstellen (beide Arme, Kopf, Basis), der Porträtkopf aus beige farbiger Terrakotta, Fehlstellen (Noppenfrisur rückseitig), beide auf Acrylsockel montiert; dazu: ein bauchiges, mittig eingeschnürtes Gefäss, Kuba, D. R. Kongo, braun-schwarz patiniert, Ausguss mit Metalleinsatz, auf schmiedeeisernem Ständer, H: 32 cm; die Keramik der Akan ist dem Gedenken der Toten unterstellt. Köpfe und Halbfiguren wie vorliegende, bilden meist die Deckel sogenannter "abusua kuruwa", Familien oder Klantöpfe, die auf Gräbern und auch in Schreinen plaziert werden.
Provenienz
Coll. H. Pontecorvo Niepce, Paris, France
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 28
Preis: 500 - 1000 €
282 Masken und Figur
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Westafrika
6 Stk., Holz, Maske der Bini, Nigeria, polychrome Fassung, Randlochung, H: 28,5 cm; gehörnte Maske "ula onu" der Igbo, Nigeria, H: 36,5 cm; Maske der Bete, Elfenbeinküste, mit roten Glasperlen und einem Bart aus Tierfell, H: 18 cm; Maske "mbuya" der Pende, D.R. Kongo, polychrome Fassung, rückseitig angearbeitete Haube, H: 27,5 cm; schmale Maske "agbogho mmwo" der Igbo, Nigeria, polychrome Fassung, radförmiger, durchbrochener Kopfaufsatz, H: 40 cm; dazu eine Pfahlfigur "bochio" der Fon, Benin, auf Acrylsockel montiert, H: 51 cm; alle Objekte leichte Abriebspuren und feine Risse zeigend
Provenienz
collected in Abidjan, 1967 (Bete)
R. Scheiber, Lome, Togo, 1970 (Fon)
Galerie Hilt Bale, Basel, Switzerland, 1973 (Bini)
Kegel-Konietzko, Hamburg, Germany (Igbo, "ula onu")
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Publiziert in
Walu-Hilt, Africa 1, Basel 1971, ill. 24 (Bini)
Verkauft.
283 Konvolut von sieben Objekten
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Westafrika
Löffel der Dan, Elfenbeinküste, Holz, mittel- bis schwarzbraune Patina, Griff in Gestalt einer stilisierten Halbfigur mit diademartiger Frisur, Farbabrieb, Gebrauchsspuren an der Laffe, L: 48 cm; Henkelbecher, Kuba, D. R. Kongo, Holz, rotbraune Patina, in vier Kompartimente gegliederte Wandung, ausgefüllt mit kleinteiligen, äußerst exakt geschnitzten Mustern, H: 14,5 cm; Stuhlmodell im Miniaturformat, Chokwe, D. R. Kongo, Holz, dunkelbraun patiniert, Messingnägel, Sitzfläche aus Leder, unterseitig mit Streifen aus Tierhaut verspannt, Lehne und Streben zwischen den Stuhlbeinen mit Figuren besetzt, zwei davon in Adorantenhaltung, Metallanhänger (Lourdes), H: 17 cm, äußerst aufwändig gearbeitet; Miniaturmaske, Songe, D. R. Kongo, Holz, dunkelbraune Patina, Kaolin, rotes Pigment, im Stil der "kifwebe"-Masken mit hohem Brettaufsatz, min. best., H: 11,5 cm; Pfeife, Pfeifenkopf in Gestalt eines menschlichen Kopfes im Colonstil, Kamerun, Gelbguss, Pfeifenschaft aus Bambus, auf Acrylsockel, L: 32 cm; Pfeifenkopf, Kameruner Grassland, Terrakotta, in Gestalt eines Krokodils mit Schuppenpanzer und aufgerissenem Maul, min. best., auf Acrylsockel, H: 7,5 cm; Pfeifenkopf, Ashanti, Ghana, Terrakotta, in Gestalt eines Klappstuhles mit bauchigem Gefäss auf der Sitzfläche, H: 11 cm
Provenienz
Maria Wyss, Basel, Switzerland, 1967 (spoon)
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Verkauft.
284 Zwei Kämme
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Westafrika
Holz, braune Patina, ein Kamm der Chokwe, D. R. Kongo mit 11 Zinken, von Kopf bekrönt, H: 13 cm; ein Kamm der Ashanti, Ghana mit 10 Zinken, von scheibenförmig abgeflachtem Kopf bekrönt, H: 20,5 cm; dazu ein Gongschläger "lowre" der Baule, Elfenbeinküste, L: 25,5 cm, alle leichte Gebrauchsspuren aufweisend
Provenienz
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Preis: 500 - 1000 €
285 Steinfiguren "nomoli"
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Sierra Leone, Kissi
Speckstein, drei Stück, zwei davon Gegenstände in den Händen haltend, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren; diese meist männlichen Figuren wurden bei Fruchtbarkeitsriten verwendet, die eine gute Reisernte gewährleisten sollten. Die Haltung den "nomoli" gegenüber ist nicht von Ehrfurcht getragen. Wenn die Ernte nicht zufriedenstellend ausfiel, konnte es vorkommen, daß die Steinfigur zeremoniell ausgepeitscht wurde, wodurch sie beschädigt oder sogar zerstört werden konnte.
H: 13,5 cm - 19 cm
Provenienz
left figure: Aloys Faust, Cologne, Germany, 1962, (13,5 cm)
middle figure: Marcel de Schryver, Basel, Switzerland, 1963, (16,5 cm)
right figure: collected in Liberia, 1969, (19 cm)
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Tagliaferri, Aldo, Hammacher, Arno, Die steinernen Ahnen, Alte Steinplastik aus Sierra Leone & Guinea, Graz 1974
Verkauft.
286 Helmmaske "sowei"
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Sierra Leone, Mende
Holz, matt glänzende, schwarzbraune Patina, hoch aufgewölbte Form, das eigentliche Gesichtsfeld im unteren Drittel auf kleiner Fläche zusammengedrängt, bekrönt von aufwändiger Frisur, die von einem vollplastisch geschnitzten Vogel bekrönt wird, Sammlungsnummer auf der Innenseite "S. 339-1", min. besch., min. Fehlstellen, leichte Abriebspuren; dieser Maskentypus wurde ausschließlich von den Mitgliedern des "sande" - Frauenbundes getragen. Die Masken repräsentieren einen weiblichen Wassergeist und zeigen stets ein idealisiertes Frauengesicht. Während die Gestaltung der Gesichtsmerkmale aufgrund ihres Symbolgehaltes an strenge Vorgaben gebunden war, lassen die Frisuren zahlreiche Variationen erkennen, die der jeweiligen Mode entsprachen.
H: 41,5 cm
Provenienz
Private Collection, The Netherlands
Private Collection, Germany, 1968
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 281
Verkauft.
287 Maskenaufsatz "sogo-ni-kun"
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Mali, Bamana
hutförmiger Aufsatz aus Rotangeflecht, überzogen mit dunkelbraun eingefärbten Pflanzenfasern, die durch eine breite Manschette aus Kaurimuschelschnüren fixiert werden, bekrönt von stilisierter Antilope mit hoch aufsteigendem Hörnerpaar und langen Ohren, Besatz mit Kaurimuscheln an den Seiten (stellenweise ausgebrochen), Spuren von Beopferung (Kamm), min. best., kleinere Fehlstellen, Farbabrieb; "sogo-ni-kun" ist sowohl der Name eines Kopfaufsatzes als auch ein Maskentanz, der ursprünglich im Wasolon-Gebiet entstand und der sich in der Folge auch in den Nachbarregionen etablierte. Wie der "tjiwara"-Bund ist auch "sogo-ni-kun" eine Altersklassenverbindung der Jugend ("ton"), die während Arbeitswettbewerben in Dörfern oder auf Feldern auftritt.
H: 60,5 cm
Provenienz
Maurice Ratton, Paris, France, 1969
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Colleyn, Jean Paul (Hg.), Bamana, Afrikanische Kunst aus Mali, Museum Rietberg, Zürich 2001, p. 221
Verkauft.
288 Hyänenmaske "suruku"
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Mali, Bamana
Holz, schwarzbraune Glanzpatina, ovale Form mit spitz zulaufender Stirn und eingemuldetem Gesichtsfeld, bekrönt von spitzen Ohren und Mittelpflock, min. besch., Originalreparatur mittels Metallklammern (Rückseite), leichte Abriebspuren; die Masken gelten als Energieträger und bereits während der Anfertigung wurden ihnen Blutopfer dargebracht. Bei ihren Auftritten nehmen die Tänzer eine gebeugte Stellung ein. Indem sie sich auf kurze Stöcke stützen, verlängern sie optisch ihre Arme, um so die Haltung der Hyänen zu imitieren.
H: 42 cm
Provenienz
René David, Zurich, Switzerland
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Colleyn, Jean Paul (Hg.), Bamana, Afrikanische Kunst aus Mali, Museum Rietberg, Zürich 2001, p. 97 f., ill. 98 f.
Verkauft.
289 Antilopentanzaufsatz "tjiwara"
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Mali, Bamana
Holz, dunkelbraune Patina, auf ovaler Basis mit vier Bohrlöchern zur Befestigung, langer säulenartiger Hals, einen schmalen langgezogenen Kopf mit weit nach hinten ausladenden Hörnern tragend, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Acrylsockel montiert
L: 68 cm; H: 30,5 cm
Provenienz
Private Collection, Germany
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Colleyn, Jean Paul (Hg.), Bamana, Afrikanische Kunst aus Mali, Museum Rietberg, Zürich 2001, p. 224 f.
Verkauft.
290 Weibliche Figur "dege dal nda"
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Mali, Dogon
Holz, braune Krustenpatina, auf kegelförmiger Basis stehend, gelängte Körperformen, vereinfachte Gesichtszüge und eine Frisur mit Scheitelkamm zeigend, besch., Fehlstellen (Arme), leichte Abriebspuren, auf Acrylsockel montiert; vorliegende Figur gehört zum Typus der "dege dal nda", den "Terrassenfiguren", so genannt, weil sie bei Begräbnissen auf den terrassierten Hausdächern der Verstorbenen Aufstellung finden. Sie werden im Hause des "hogon" aufbewahrt und ihre Verwendung ist wohlhabenden Familien vorbehalten.
H: 55,5 cm
Provenienz
Meier, London, Great Britain (1964)
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Ezra, Kate, Art of the Dogon, Selections from the Lester Wunderman Collection, Metropolitan Museum, New York 1988, ill. 14
Verkauft.
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