Online Katalog zur 63. Tribal Art Auktion mit Sonderteil 'Wunderkammer'
291 Drei kleine Ahnenfiguren
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Mali, Dogon
Holz, braune, teilweise krustierte Patina, jeweils von schematisierter Formensprache, eine Figur mit flacher Kopfbedeckung und Kinnbart, eine andere mit eingestecktem Metallhaken im Kopf, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren, auf Acrylsockel montiert; die Figuren (außer die mit dem Metallhaken) stammen aus der Expedition 1962-63 aus den Felsgrotten von Sangha Le Bas ca. 60 km von Bandiagara in den Hombori-Bergen der Republik Mali.
H: 16 cm - 25,5 cm
Provenienz
René David, Zurich, Switzerland (1969), (except the one with the metal hook)
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Verkauft.
292 Gelbgussobjekte
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Burkina Faso
3 Stk., ein Amulett mit trapezförmiger Basis, bekrönt von zwei kleinen Halbfiguren, H: 5,5 cm; eine Reiterfigur, H: 9 cm; dazu eine stehende Figur (Jäger) der Ashanti, Ghana, ein Gewehr und ein Messer in Händen haltend, auf Acrylsockel montiert, H: 7 cm; alle leichte Korrosionsspuren aufweisend
Provenienz
Galerie Wieczorek, Konstanz, Germany, 1971 (equestrian, hunter)
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Verkauft.
293 Zoomorphe Maske
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Burkina Faso, Nunuma
Holz, polychrome Bemalung, kegelförmig vorspringende, durch konzentrische Linien akzentuierte Augen, lange, gerundete Ohren, Randlochung, besch., Fehlstellen durch Insektenfrass, feine Risse, leichte Abriebspuren; wahrscheinlich einen Hasen darstellend. Die Kenntnis des Maskenwesens und der Bedeutung der geometrischen Muster auf den Masken, ist der männlichen Bevölkerung vorbehalten. In dieses geheime Wissen werden alle Knaben während einer zweiwöchigen Initiationszeit eingeführt, die zugleich der Vermittlung sozialer und moralischer Werte dient.
H: 32,5 cm
Provenienz
Marcel de Schryver, Basel, Switzerland
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Roy, Christopher D., Land of the flying masks, Art and Culture in Burkina Faso, München 2007, ill. 71
Verkauft.
294 Gesichtsmaske
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Elfenbeinküste, Agni
Holz, fleckige dunkelbraune Patina, schmale, oval aufgewölbte Form mit markanter, spitz vorspringender Nase, Frisur aus Tierhaut mit Fellresten, die bogenförmig geschwungenen Brauen und lanzettförmig aufgewölbten Augen mit Spuren krustierter schwarzer Farbe, kreuzförmige Ritztataus auf Wangen und Stirn, min. best., kleinere Farbabrieb
H: 24 cm
Provenienz
Maria Wyss, Basel, Switzerland (1977)
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Verkauft.
295 Maske "kplekple bla"
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Elfenbeinküste, Baule
helles Holz, rote, schwarze und weiße Farbe, runde Form, von gebogenen Hörnern bekrönt, kleine, leicht hervortretende Augen mit gemalten Pupillen und dreieckigen Sehöffnungen unterhalb, min. besch., rep. (linkes Horn), leichte Abriebspuren; die "kplekple"-Masken gelten als Begleitmasken des Büffelgottes "goli". Sie sind die rangniedrigsten Masken und dienen dazu die Ankunft der anderen Masken der "goli"-Familie "goli glin" und "goli kpwan" anzukündigen.
H: 40,5 cm
Provenienz
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Vogel, Susan Mullin, Baule - African Art - Western Eyes, Ausst.kat. New York 1997, p. 170
Preis: 800 - 1500 €
296 Stuhl "kananglan"
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Elfenbeinküste, Baule
helles Holz, dunkelbraune Glanzpatina, plane Sitzfläche, in Seitenwangen eingezapft, die mit vier Standfüßen verschraubt sind, eingewölbte Querstrebe als Lehne, Sitzfläche und Lehne Ritzverzierungen zeigend, min. besch., Abriebspuren
H: 68 cm, coll. in 1967
Provenienz
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Verkauft.
297 Maske der "mblo"-Gruppe
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Elfenbeinküste, Baule
Holz, graubraune Patina, Reste von indigoblauer Farbe, Verkrustungen mit Rotholzpulver, oval aufgewölbte Basis mit vorgeblendetem Maskengesicht, von gelängter Form mit rund vorspringender Stirn und langgezogener zierlicher Nase, erhabene Tatauierungen rund um das Gesicht, gerillte, dreischöpfige Frisur, Manschette aus Grasfaserbüscheln rückseitig, min. best., Fehlstellen (Nasenspitze, Stirntataus, Frisur), feine Risse, Farbabrieb, Reparaturstelle (Zopf)
H: 41 cm
Provenienz
Marcel de Schryver, Basel, Switzerland
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Verkauft.
298 Webrollenhalter
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Elfenbeinküste, Baule
Holz, braune, teilweise glänzende Patina, hufeisenförmiger Korpus, über langem Hals mit erhabenen Skarifikationen bekrönt von Kopf mit gerillter Kammfrisur und stammestypischen Gesichtszügen, mit Querholz, Spule fehlend, min. besch., Originalreparaturen (Hals), feine Risse, leichte Abriebspuren Webrollenhalter sind ein beim Trittwebstuhl Westafrikas verwendetes Gerät, das über dem Webstuhl hängt und bewirkt, dass der Kettfaden, der die Litzenschäfte hochhält und sie auf und nieder gehen lässt, geführt wird und nicht herunterhängen kann. Die verzierenden Motive beziehen die Künstler aus dem Ahnenkult oder der Stammessymbolik, wenn auch den Webrollenhaltern selbst keinerlei kultische Bedeutung zukommt.
H: 19,5 cm
Provenienz
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Preis: 500 - 1000 €
299 Anthropomorphe Affenfigur "gbekre"
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Elfenbeinküste, Baule
Holz, graubraune, stark krustierte Opferpatina, aufrecht, mit symmetrisch angelegtem, kräftigem Körper auf runder Plinthe stehend, beide Hände schalenförmig vor den Leib haltend, ausgestattet mit langgezogener, ein kräftiges Gebiss entblößender Schnauze, markant ausgebildete Schulterblätter, Hüftschurz aus Stoff und Grasfasern, min. besch., Risse (Bauch, linkes Handgelenk, auf rechter Gesichtsseite mit Masse verstrichen), Fehlstellen durch Insektenfrass (v. a. Unter- und Rückseite der Basis); von dem Schnitzer Atien Kouassikro und aus der Expedition von 1965 stammend; diese halb tier-, halb menschengestaltigen Figuren können einer bündischen Organisation, einer Dorfgemeinschaft oder aber auch nur einer Familie dienen. Sie sollen furchterregend und häßlich sein, halten stets eine Schale vor der Brust, tragen einen Hüftschurz und werden fortwährend mit Blut und Eiern beopfert, woraus eine dickverkrustete Opferpatina resultiert. Da sie an verschiedenen Orten verschieden bezeichnet werden und auch ganz unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen haben - als Familienschutz, bei der Wahrsagerei usw.- sind entsprechende Definitionen für eine bestimmte Figur nicht mehr möglich, wenn sie einmal den Ort ihres Wirkens verlassen haben.
H: 72 cm
Provenienz
René David, Zurich, Switzerland (1966)
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Vogel, Susan Mullin, Baule - African Art - Western Eyes, Ausst.kat., New York 1997, p. 238
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 65 f.
Verkauft.
300 Maske "gägon"
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Elfenbeinküste, Dan
Holz, schwarzbraune, leicht krustierte Patina, oval aufgewölbte Form mit Metallnägeln im Stirnbereich, unter einer scharfgratig, weit vorkragenden Schnabelnase ein Bart aus Tierhaaren, Randlochung, min. besch., leichte Abriebspuren; nach Himmelheber handelt es sich dabei um eine Maskengestalt die am Sonntagmorgen zur Unterhaltung der Leute in den Dörfern auftritt, manchmal von kleinen Orchestern begleitet wird und sich tanzend zwischen den Menschen bewegt. In früheren Zeiten mögen sie mit ihren Liedern, Sprichwörtern und Sequenzen dagegen durchaus noch lehrreiche Ziele verfolgt haben.
H: 25,5 cm
Provenienz
Kegel-Konietzko, Hamburg, Germany
Coll. Heinz Seeliger, Würzburg, Germany
Vergleichsliteratur
Eberhard Fischer und Hans Himmelheber, Die Kunst der Dan, Museum Rietberg Zürich 1976, p. 119 ff.
Preis: 500 - 1000 €
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