Online Katalog zur 65. Tribal Art Auktion
181 Stehende männliche Figur "tugubele"
Elfenbeinküste, Senufo
Holz, dunkelbraune, teilweise krustierte Patina, frei gearbeitete Arme mit nach vorne weisenden Handflächen, ein schmaler Kopf mit Kammfrisur, min. besch., Risse, leichte Abriebsspuren, Socke
H: 26,5 cm
Provenienz
Vittelshuis, Delft, The Netherlands
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Preis: 2000 - 4000 €
182 Stehende weibliche Stampferfigur "deble"
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
Elfenbeinküste, Senufo
Holz, hellbraune Patina, schlanke Beine, ohne Füße einer zylinderförmigen Basis entwachsend, beide Hände seitlich an den Bauch gelegt, über langem Hals ein schmales Gesicht mit weit herabgezogener Mundpartie, bekrönt von Kammfrisur und Stirnfortsatz, lineare Skarifikationsmale am Körper, min. besch., Risse, Abriebspuren
H: 121 cm
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Museum Rietberg, Zürich 1988, p. 71 ff.
Preis: 3800 - 6000 €
183 Weibliche Stampferfigur "deble"
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
Elfenbeinküste, Senufo
schweres Holz, teilweise glänzende Patina, Reste von schwarzer Farbe, hoch aufragende, schlanke Gestalt, ohne Füße einer zylinderförmigen Basis entwachsend, stark gelängte Arme, min. besch., Risse, Spuren von Insektenfrass, Witterungsspuren, auf Holzsockel montiert; deble"-Figuren treten stets paarweise auf, sie gehören den Geheimbünden des "poro" an. Ihre korrekte Bezeichnung ist eigentlich "poro piibele" (= "Kinder des poro"). Sie stehen für die Tradition der Gesellschaft, symbolisieren den von den Ahnen gefundenen rechten Weg und gewährleisten in diesem Sinne Segen und Fortschritt. Sie werden u. a. bei Beerdigungszeremonien eingesetzt. Bei den südlichen Senufo stoßen alte Mitglieder von "poro" diese Figuren im Rhythmus der Trommeln und Hörner auf die Erde, weshalb sie auch als "Rhythmusstampfer" bezeichnet werden.
H: 84 cm
Provenienz
Georges Vidal, Cannes/Paris, France
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Zürich 1988, p. 70, ill. 49
Verkauft.
184 Stehende weibliche Figur
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, dunkelbraune Glanzpatina, ohne Füße einer zylinderförmigen Basis "entwachsend", kantige Schultern, ebenmässige Gesichtszüge, bekrönt von stammestypischer Frisur, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert; wahrscheinlich handelt es sich um eine "tugubele"-Figur. "Tugubele" sind Wesen der Wildnis, sie gelten als Freunde von Mensch und Tier und können als solche zwischen beiden vermitteln. Wenn durch Anlegen eines Feldes ein Baum gefällt werden muß, verletzt man ihren Lebensraum, weshalb sie Opfergaben verlangen. Sie wollen daß man ihre Existenz anerkennt. Dazu muß ein Figurenpaar angefertigt werden, denn wie die Menschen leben auch sie in einer Gemeinschaft, sie sind zwergenhaft klein und von menschlicher Gestalt.
H: 48 cm
Provenienz
Michel Gaud, Saint Tropez, France
Olivier Castellano, Paris, France
Vergleichsliteratur
Goldwater, Robert, Senufo Sculpture from West Africa, Greenwich 1964, ill. 114
Verkauft.
185 Mutter und Kind-Darstellung "katyeleo"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, schwarzbraune Patina, Stränge mit Kaurimuscheln, streng frontal ausgerichteter Körper mit erhabenen Tatauierungen, ein ovaler zähnezeigender Mund mit gefeilten Schneidezähnen, Kammfrisur mit seitlichen Schöpfen, das Kind auf dem Rücken tragend, min. best., Risse; hinter der bewußt nicht der Natur entsprechenden Gestaltung der Maternitäten steckt ein tiefer, esoterischer Sinn. Gemeint ist nicht die einzelne Mutter mit ihrem Kind, sondern die Summe aller Kinder der Gemeinschaft, die von der Urmutter geleitet und beschützt werden. Diese "katyeleo" genannte Muttergestalt galt als Beschützerin der Initianden.
H: 81 cm
Provenienz
Coll. Roger Barr, France
Vergleichsliteratur
Burkhard, Gottschalk, Senufo - Unbekannte Schätze aus privaten Sammlungen, Düsseldorf 2009, p. 80 f.
Preis: 4500 - 8000 €
186 Maske "kpelie"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, schwarzbraune Patina, von Kalao-Vogel bekrönt, die typischen ornamentalen Seitenansätze und die zu beiden Seiten des Kinns nach unten wachsenden "Beinchen" zeigend, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Sockel montiert; in der Literatur wird diese Maskenart als "kpelie"-Masken bezeichnet, das aus dem Wort der Senufo für "springen" abgeleitet ist. Ein gültiger Sammelbegriff der neueren Forschung ist "kodal". Die neben dem Kinn ansetzenden "Beine" werden heute größtenteils als Zöpfe an Schläfen und Wangen gedeutet. Während die seitlichen Fortsätze nur die Aufgabe haben die Erscheinung der Maske abzurunden und auszugleichen. Diese Masken haben die Aufgabe, während der Bestattungszeremonien den Geist des Verstorbenen aus dessen Haus zu vertreiben.
H: 37 cm
Provenienz
Private Collection, France
Vergleichsliteratur
Burkhard, Gottschalk, Senufo - Unbekannte Schätze aus privaten Sammlungen, Düsseldorf 2009, p. 142 f.
Preis: 3000 - 6000 €
187 Maske "kpelie"
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Elfenbeinküste, Senufo
Gelbguss, fein gearbeitete Skarifikationen im Stirn- und Augenbereich, bekrönt von kurzem Hörnerpaar, rückseitig angearbeitete Haube aus Stoff und lange Pflanzenfaserzöpfe, min. besch., leichte Korrosionsspuren, auf Sockel montiert
H: 18 cm
Provenienz
Adalbert von Alföldy, Eislingen, Germany
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Glänzend wie Gold, Berlin 1987, p. 136
Verkauft.
188 Behälter
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, schwarzbraune, teilweise krustierte, teilweise glänzende Patina, bauchiges Behältnis auf vier Füßen, der Deckel mit einer kleinen "tugubele" Figur beschnitzt, min. besch., leichte Abriebspuren; wahrscheinlich handelt es sich um einen Behälter in dem Salben aufbewahrt wurden.
H: 29,5 cm
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Zürich 1988, p. 114, ill. 112
Preis: 1500 - 3000 €
189 Drei Webrollenhalter
Elfenbeinküste, Senufo
Holz, dunkelbraune, teilweise glänzende Patina, jeweils einen hufeisenförmigen Korpus zeigend, bekrönt vom Kopf eines Kalaovogels, H: 15 cm, bzw. einer "kpelie"-Maske, H: 20 cm; dazu ein weiterer Webrollenhalter der Jimini, Elfenbeinküste, von einem Antilopenkopf mit langen Hörnern bekrönt, H: 18 cm, bei allen die Spule fehlend, leichte Abriebspuren, auf Sockel montiert
Provenienz
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Preis: 750 - 1500 €
190 Stab mit Vogel "sejen"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, farbige Fassung, in Form eines großen im Flug begriffenen Vogels, beidseitig mit Streifen- und Punktmuster bemalt, mehrere kreisrunde Durchbohrungen, auf Eisenstab montiert, rep. (Hals), min. besch., leichte Abriebspuren, Holzsockel; die Holzskulpturen, die auf übermannshohen Stangen befestigt werden, treten im Rahmen der Arbeitswettbewerbe auf den Yamsfeldern auf . Der Stab befand sich hinter den Arbeitenden und sein Name bedeutet "der, der folgt". Seine Aufgabe war es über die jungen Leute zu wachen.
L: 28 cm; B: 47 cm
Provenienz
Coll. Helmut Zake, Heidelberg, Germany
Ketterer München, 128. Auction, lot 224
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Zürich 1988, p. 28
Preis: 1000 - 2000 €
| 181-190 von 494 |











