Online Katalog zur 65. Tribal Art Auktion
371 Kleine stehende Figur
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D. R. Kongo, Lega
Elfenbein, honigbraune Patina, stilisierte Formensprache, mit stammestypischem Kreismuster verziert, die Rückseite teilweise ausgehöhlt, min. best., auf Holzsockel montiert
H: 13,5 cm
Provenienz
Old Colonial Collection, Belgium
Vergleichsliteratur
Cameron, Elisabeth L., Art of the Lega, Los Angeles 2001, p. 67, ill. 4.8.
Verkauft.
372 Stehende Figur
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D. R. Kongo, Lega
Elfenbein, vereinfachte Formensprache, schwarz eingefärbte Tatauierungen, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Risse, auf Sockel montiert; innerhalb des Männerbundes "bwami" war es nur Mitgliedern, die die Rangstufe "kindi" erreicht hatten gestattet, derartige Werke aus Elfenbein zu besitzen. Jedem Objekt waren Sprichwörter zugeordnet, die positive oder negative Werte zum Ausdruck brachten. Die "kindi" erhielten sie anlässlich ihres Eintritts in diese Ranggruppe oder während eines Stufenaufstiegs innerhalb dieser. Dabei wurde ihnen die Interpretation der Objekte in einer dramatischen Inszenierung vermittelt.
H: 12,5 cm
Vergleichsliteratur
Biebuyck, Daniel P., Lega, Brüssel 2002, p. 153
Verkauft.
373 Maske
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D. R. Kongo, Lombi/Baali
leichtes Holz, rote und weiße Pigmentreste, durchbrochene Augen und Mund, Randlochung mit rundum eingeknüpften Grasfaserbüscheln, min. besch., leichte Abriebspuren; Ituri ist eine Regenwaldregion die diverse Volksgruppen beheimatet und eine Fülle von Maskentypen kennt, die in ihrer Grundkonzeption untereinander eine große Ähnlichkeit aufweisen, so daß von einer eigenen Stilregion gesprochen werden kann. Als allgemeines Charakteristikum dieser Masken, die sich möglicherweise aus Hautmasken entwickelt haben, kann die weitgehend abstrakte Konzeption, sowie die Bemalung gelten, die sich zweifelsohne aus der Rindenmalerei der Pygmäen ableiten läßt.
H: 25,5 cm
Provenienz
Peter Loebarth, Hameln, Germany
Verkauft.
374 Anthropomorphe Gesichtsmaske
D. R. Kongo, Lualwa
Holz, schwarzbraune Patina, Rotholzpulver, rund aufgewölbte, gespaltene Stirn, durch eingeriebenes Kaolin akzentuierte lineare Ritzskarifikationen, Pflanzenfaserkordel zum Halten der Maske mit dem Mund, best., kleinere Fehlstellen, Farbabrieb, Risse; die Masken der Lualwa treten bei "bagongo"-Tänzen auf, um die Geister zu beschwichtigen und deren Wohlwollen zu erlangen oder um einen guten Jagderfolg zu bewirken. Bisweilen wurden sie bei Begräbnissen von Würdenträgern getanzt, aber nur bei Nacht, um den weiblichen Stammesmitgliedern keinen Schaden zuzufügen.
H: 33 cm
Provenienz
Peter Loebarth, Hameln, Germany
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Encyclopedia of African Art and Culture, München 2009, p. 385
Preis: 2200 - 5000 €
375 Fetischhalbfigur
D. R. Kongo, Luba
helles Holz, rotbraune Patina, Eintiefung mit Resten von magischer Masse auf dem Kopf, min. besch., Spuren von Insektenfrass; magische Substanzen enthielten beispielsweise Menschenknochen oder die Haare von Zwillingen, jeweils in pulverisierter Form. Erst durch das Beifügen solcher Ingredienzien wurde den Figuren magische Kraft gegeben, der Zauberpriester lud damit die Geister ein, das Gefäß zu bewohnen und ihm dann bei bestimmten Aufgaben mit ihren Kräften beizustehen.
H: 29 cm
Provenienz
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Preis: 900 - 1500 €
376 Janusförmige Zauberfigur "kabeja"
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D. R. Kongo, Luba
Holz, braune, leicht krustierte Patina, zwei identisch ausgebildete Figuren, männlich und weiblich, Rücken an Rücken miteinander verschmolzen, min. besch., Spuren von Insektenfrass, feine Risse; "kabeja"-Figuren werden als bildliche Darstellung des Urpaares und somit Gründer der Gemeinschaft gesehen. Sie befinden sich im Besitz des Clanobersten "fumu mwela". "Kabejas" wurden bei Clantreffen präsentiert. Von Einzelpersonen wurden sie für verschiedene Zwecke genutzt: um ein gutes Verhältnis zu den Ahnen zu sichern, für Fruchtbarkeit zu sorgen und als Schutz gegen böse Mächte.
H: 25 cm
Verkauft.
377 Fetischfigur
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D. R. Kongo, Luba
Holz, braune Glanzpatina, der Unterkörper von magischer Masse und Fellschurz umhüllt, ein weißes Glasperlenkettchen um die Hüften, stammestypische Gesichtszüge und langer Nackenzopf, min. besch., kleine Fehlstelle, auf Holzsockel montiert
H: 23,5 cm
Provenienz
Coll. Arthur Grunewald, Tucson, Arizona, USA
Preis: 1800 - 3500 €
378 Stehende Figur
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D. R. Kongo, Luba
Holz, braune Glanzpatina, Lederschurz, in drei Schöpfen zurückgelegte Frisur mit Scheitelloch, min. besch., Risse, auf Holzsockel montiert; machtvolle Substanzen die "bijimba" genannt werden, wurden zum Zwecke von Schutz und Heilung in eigens dafür vorgesehene Öffnungen im Kopf eingefügt. Diese fein gearbeitete Figur betont den Kopf als Sitz von Weisheit und Kraft.
H: 29,5 cm
Provenienz
Private Collection, Belgium
Preis: 1400 - 1600 €
379 Schalenträgerin "mboko"
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D. R. Kongo, Luba
Holz, dunkelbraune Patina, stark überlängte Gliedmaßen, vereinfachte Formgebung, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert; diese Schalenträger erfüllen mehrere Funktionen, die innerhalb der Luba-Region differieren, aber allgemein immer im Kontext von Wahrsagen und Heilen stehen. Könige empfingen bei ihrer Investitur aus den Händen ihrer ersten Frau aus diesem Behälter Kaolin, dem man magische Kraft zuschrieb. Sie gelten außerdem als Wohnsitz eines Geistes mit dessen Hilfe der Wahrsager Patienten zu heilen vermag.
H: 12 cm; L: 17 cm
Provenienz
American Collection, New York, USA
Private Collection, Stuttgart, Germany
Vergleichsliteratur
Roberts, Mary Nooter, Memory, New York 1996
Preis: 1300 - 2500 €
380 Fruchtbarkeitspuppe
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D. R. Kongo, Luba
Holz, braune Glanzpatina, stark abstrahierte Form, zylinderförmiger Korpus mit kegelförmigem "Kopf", min. besch., kleine Fehlstellen; bei den Luba werden Zwillinge als etwas Besonderes, ja Heiliges angesehen und deshalb verehrt. Sie werden "Kinder des Mondes" genannt. Die Figuren dienten dem Gedenken an einen verstorbenen Zwilling, dessen Geist in der Figur wohnen sollte.
H: 20,5 cm
Vergleichsliteratur
Cameron, Elisabeth L., Isn't she a doll? Los Angeles 1996, p. 82
Preis: 600 - 1200 €
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