Online Katalog zur 65. Tribal Art Auktion
381 Fetischtopf
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D. R. Kongo, Luba
Keramik, lehmartiges Material, Schneckenhäuser, Pflanzenfasern, Schnurmaterial, bis zum Hals in magischer Masse steckende Figur mit hornartigem Fortsatz am Kopf, besch., Fehlstellen (Gefäßrand), Risse, leichte Abriebspuren
H: 22,5 cm
Provenienz
Coll. Werner Fischer, Gelsenkirchen, Germany
Publiziert in
Volkshochschule Marl, Geist-Reich, Zeugnisse schwarzafrikanischer Hochkulturen, Marl 2000, p. 50 f.
Preis: 700 - 1400 €
382 Hörnermaske "kifwebe"
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D. R. Kongo, Luba
Holz, matte schwarzbraune Patina, Kaolin, Rotholzpulver, min. Spuren von indigoblauer Farbe, aufgewölbte, langgezogene Form mit spitz zulaufender Schnauze, bekrönt von massivem, kurz nach hinten geschwungenem Hörnerpaar, durch wenige Ritzlinien in großformatige Kompartimente unterteilt, rückseitig umlaufende Randlochung, min. best., Spuren von Insektenfrass, Riss, auf Metallsockel montiert; seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts traten Variationen der klassischen "kifwebe"-Maske auf. Der rechteckigen Kastenform mit typischem Rillenmuster wurden Attribute bestimmter Tiere hinzugefügt: eingerollte Widder-, weit emporschwingende Antilopen-, oder kurze nach hinten geschwungene Ziegenhörner, oder aber große Ohren, wie die eines Schakals. Auch farblich wurde variiert. Zu dem strengen, klassischen Schwarz-Weiß, kamen bunte Farbpigmente hinzu, wie blau, grün oder gelb. Diese Entwicklung setzte sich fort, Kastenform und Rillenmuster traten mehr und mehr zurück, zugunsten einer zunehmend naturalistischen Formgebung der tiergestaltigen Masken. Weiter südlich, im östlichen Luba-Land, bei den Zela, wurden die Masken so realistisch und das Rillenmuster derart reduziert, das nur noch ein symbolischer Bezug zu den klassischen "kifwebe"-Masken hergestellt werden kann. Vorliegende Maske ist innerhalb dieser Entwicklung zu sehen.
H: 49 cm
Provenienz
Galerie Fred Jahn, Munich, Germany
Marc L. Felix, Brussels, Belgium
Galerie Franke, Stuttgart, Germany
Private Collection, Stuttgart, Germany
Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., Beauty and the beasts, New Jersey 2003, p. 71 f.
Preis: 9000 - 18000 €
383 Maskenbrett im "kifwebe"-Stil
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D. R. Kongo, Luba
Holz, dunkelbraune Patina, in flachen konvexen Bögen geschwungener oberer und unterer Rand, die Seiten konkav eingeschwungen, die vorgeblendete halbkugelförmige Maske überzogen mit linearem Rillenmuster im Stil der "kifwebe"-Masken, Bohrlöcher, min. best., kleinere Fehlstellen, Farbabrieb, rep. (Nasenspitze); "kifwebe" ist eine bündische Gesellschaft in der südlichen Demokratischen Republik. Sie wurde vermutlich in der nördlichen Shaba-Provinz (Katanga) gegründet, wo sich Gruppen der Songe und Luba vermischen.
H:18 cm; B: 27 cm
Provenienz
Peter Loebarth, Hameln, Germany
Verkauft.
384 Maske "kifwebe"
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D. R. Kongo, Luba
helles Holz, farbige Fassung, flache rechteckige Form mit vorgeblendetem menschlichem Gesicht, rückseitig angearbeitete Haube und Bart aus Pflanzenfasern, Randlochung, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Sockel montiert
H: 36 cm
Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., Beauty and the beasts, New Jersey 2003, p. 80, ill. 110
Verkauft.
385 Ritualimplement
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D. R. Kongo, Luba
Holz, mittelbraune Patina, stilisierter Baumstamm mit Brandzier, tlw. mit Masse gefüllte Eintiefung am oberen Ende, ein anthropomorphes Wesen (Affenkörper, Menschenkopf) seitlich, min. best., Farbabrieb, rep. (Arme, Beine), auf Sockelplatte
H: 65 cm
Provenienz
OldColonial Collection, Belgium
Preis: 400 - 800 €
386 Karyatidenhocker
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D. R. Kongo, Luba
Holz, matt glänzende Patina, Kaolinreste, kniende weibliche Figur, eine runde Sitzfläche auf dem Kopf tragend, die Augen akzentuiert mit silberner Farbe, rep. (Sitzfläche), leichte Abriebspuren; diese Stühle waren den Häuptlingen vorbehalten. Die weibliche Trägerfigur hebt die Bedeutung der Frau als Quelle des Lebens hervor. Die Karyatidenfiguren stellen stets Ahnen-, Klan- oder Stammesgründerinnen dar.
H: 36,5 cm
Provenienz
Adalbert von Alföldy, Eislingen, Germany
Preis: 1000 - 2000 €
387 Maske
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D. R. Kongo, Lula
Holz, teilweise krustierte Patina, weiße, rote und schwarze Pigmentreste, schildförmig eingewölbte Basis mit erhaben herausgeschnitzten Gesichtszügen, verschiedene Bohrlöcher, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren; allgemein ähnelt der Maskenstil der Lula sehr dem der benachbarten Holo, Zombo, Nkanu und Soso. Diese Masken erfüllten den Zweck Initianden vor Hexen zu schützen.
H: 37 cm
Provenienz
Peter Loebarth, Hameln, Germany
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, Brüssel 1987, p. 87, ill. 9
Verkauft.
388 Helmmaske
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D. R. Kongo, Bena - Lulua
Holz, graubraune Patina, weißes und rotes Farbpigment, von hoher Zylinderform mit flacher pilzkappenähnlicher Kopfbedeckung, geprägt durch weit vorkragende Augenlider, Umrahmung des Mundes durch konzentrische Rillen, zweiteilige Frisur in Form einwärts gebogener Widderhörner rückseitig, Scheitelloch, umlaufende Lochung am unteren Rand mit Resten von Schnurmaterial, alte Sammlungsnummer "P49" handschriftlich auf der Innenseite, Sammlungsetikett "Bena Lulua Zaire, Bwa Luntu, 1953" ebenda, min. besch., Risse, kleinere Fehlstellen, Farbabrieb, rep. (spaltartiger Riss mit Holz/Masse ausgefüllt); Masken der Bena Lulua sind sehr selten. Sie kamen bei Beschneidungsritualen und bei Begräbnisfeierlichkeiten von Würdenträgern zum Einsatz.
H: 36 cm
Provenienz
Lore Kegel, Hamburg, Germany (coll in situ, 1953)
Vergleichsliteratur
Herreman, Frank, Petridis, Constantijn (ed.), Face of the Spirits, Tervuren 1993, p. 120
Verkauft.
389 Stehende weibliche Figur
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D. R. Kongo, Bena - Lulua
Holz, matt glänzende rotbraune Patina, von äußerst expressiver Formensprache, was Körperhaltung als auch die Körperbildung anbelangt: der Mund ist weit geöffnet, beide Hände seitlich an die Wangen gelegt und der Oberkörper nach vorne gekrümmt, gleichsam die Anstrengung bei einem lauten Schrei wiedergebend, auffallend sind die starke Betonung der Gelenke (Fußknöchel, Knie etc.), sowie die Modellierung von Unterschenkeln und Füßen, die nahezu naturalistische Anklänge zeigen; feine Skarifikationsmale im Schambereich, Ritztataus unterhalb der Augen, alte Reparaturstelle (linker Arm, rechte Hand), Risse, auf Sockelplatte montiert; neben großen Kriegerfiguren die auch bei den Kampfhandlungen mitgeführt werden, sind von den Lulua in erster Linie Schutzfiguren bekannt. Sie haben verschiedene Funktionen inne, sollen das Wohlbefinden der Gemeinschaft erhalten, sollen Glück und Schönheit bewirken, wieder andere schützen schwangere Frauen oder sollen Fruchtbarkeit fördern. Sie werden "lupfingu" oder "mbulenga" genannt und werden von den Frauen unter dem Gürtel getragen, der ihren Wickelschurz zusammenhält.
H: 22,5 cm
Provenienz
Bonhams New York, "Fine African and Oceanic Art", 15 May 2008, lot 741
GVR Archives Registration Nr.
0082129
Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Encyclopedia of African Art and Culture, München 2009, p. 396
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, Brüssel 1987, p. 81 f.
Preis: 5000 - 10000 €
390 Riualobjekt
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D. R. Kongo, Luntu
Holz, Miniaturfigürchen mit plastisch ausformulierten Gesichtszügen, mit Pflanzenfaser am unteren Ende befestigtes Schwanzstück eines Tieres
H: 6 cm (Figur); L: 22 cm (Tierschweif)
Preis: 300 - 600 €
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