Online Katalog zur 65. Tribal Art Auktion
431 Stehende weibliche Ahnenfigur
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D. R. Kongo, Tumbwe
Holz, rotbraune Patina mit Spuren von schwarzer Farbe, kräftiger Körper auf massiven Füßen, ein großer schwergewichtiger Kopf, die Gesichtszüge den für Ahnenfiguren typischen ruhigen, verinnerlichten Ausdruck wiederspiegelnd, alte Sammlungsnummer "Y2137" auf der Außenseite des rechten Fußes, min. besch., Risse, Fehlstellen durch Insektenfrass (Hinterkopf, Füße), rep. (beide Fußspitzen), auf Sockelplatte; von den am südwestlichen Ufer des Tanganyika-Sees lebenden Tumbwe sind nur wenige Skulpturen bekannt. Nach mündlicher Überlieferung ließ Häuptling Lusinga Skulpturen von Luba-Schnitzern fertigen. Bei vorliegender Figur sind Einflüsse der benachbarten Tabwa bemerkbar.
H: 56 cm
Provenienz
Alain Guisson, Brussels, Belgium
GVR Archives Registration Nr.
0091250
Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, Brüssel 1987, p. 184, ill. 14
Preis: 6000 - 12000 €
432 Magisches Objekt "bumba"
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D. R. Kongo, Vili
kugelförmig, aus losem Rotangeflecht, das in vielen Lagen übereinander geschichtet wurde, oben verschlossen durch Terrakotta-artige Masse, im Zentrum Augen- und Nasenhöhle eines Tierschädels (wohl Affe) erkennbar, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren
L: 24 cm
Verkauft.
433 Magisches Objekt "bumba"
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D. R. Kongo, Vili
halbkugelförmig, aus losem Rotangeflecht, das in vielen Lagen übereinander geschichtet wurde, angeknüpfte Grasbüschel, oberseitig verschlossen durch braune Terrakotta-artige Masse und geknüpfte Grasbänder, die in vier Reihen als Rahmen herumgeführt wurden, im Zentrum Augen- und Nasenhöhle eines Gorillaschädels, min. besch., Risse, Fehlstellen (Zähne), leichte Abriebspuren; wahrscheinlich im Kontext von Ritualen der "ngi"-Gesellschaft, die im Zusammenhang mit der Rechtssprechung standen, verwendet.
D: 31, 5 cm
Provenienz
Willy Sand, Brussels, Belgium
Coll. Werner Fischer, Gelsenkirchen, Germany
ausgestellt
Kunst und Kultur ferner Völker, Eine Ausstellung der Sparkasse Moers, Moers 1984
Publiziert in
Kunst und Kultur ferner Völker, Eine Ausstellung der Sparkasse Moers, Moers 1984, p. 39, ill. 41
Vergleichsliteratur
Felix, Marc L. (ed.), Kongo Kingdom Art, China 2003, p. 219, ill. 6.4
Schädler, Karl-Ferdinand, Afrikanische Kunst in Deutschen Privatsammlungen, München 1973, p. 336
Preis: 3000 - 6000 €
434 Fetischfigur "phuungu"
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D. R. Kongo, Yaka
Holz, rotbraune Patina, der Körper vollständig in ein rundes Paket aus magischer Masse eingehüllt, Kopf mit sternförmiger Kopfbedeckung und einem weiterem Stoffpäckchen, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren, auf Sockel montiert; diese Figuren dienten als Behältnisse für magische Ingredienzien, die gegen Krankheit und böse Zaubermächte helfen und unter anderem auch eine gute Jagd garantieren sollten.
H: 25 cm
Provenienz
Private Collection, Amsterdam, The Netherlands
Vergleichsliteratur
Bourgeois, Arthur P., Art of the Yaka and Suku, Paris 1984, p. 246, ill. 228
Preis: 1000 - 2000 €
435 Fetischfigur "phuungu"
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D. R. Kongo, Yaka
Holz, braune, teilweise krustierte Patina, Kaolin, zylindrischer Torso mit reliefierten Armen, sternförmige Kopfbedeckung, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren
H: 22 cm
Preis: 350 - 650 €
436 Schlitztrommel
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D. R. Kongo, Yaka
Holz, braune Patina, Kaolin, Pflanzenfaser, langgezogener zylinderförmiger Korpus mit schlitzförmiger Öffnung, Haltegriff in Gestalt eines menschlichen Kopfes, Trommelstock fehlend, min. besch., Spuren von Insektenfrass; bei Wahrsageriten verwendet, zum Rhythmus von Gesängen geschlagen, die das Orakel einleiten. Die rechteckige Öffnung dient nicht bloss als Resonanzkörper, sie kann auch eine magische Ladung aufnehmen.
H: 37 cm
Vergleichsliteratur
Bourgeois, Arthur P., Art of the Yaka and Suku, Paris 1984, p. 103
Preis: 800 - 1500 €
437 Nackenstütze "musaw"
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D. R. Kongo, Yaka
Holz, mittelbraune Glanzpatina, hockende anthropomorphe Figur mit stilisierten, stark gelängten Armen, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren; die oft aufwändigen Frisuren der Yaka machen den Gebrauch von Nackenstützen notwendig, um diese zu schützen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten Nackenstützen Vertiefungen mit magischer Masse enthielten bzw. auf andere Art und Weise Amulette an diesen befestigt waren, so dass der Besitzer im Schlaf vor schlechten Einflüssen geschützt wurde.
H: 14 cm; L: 14 cm
Provenienz
Patric Claes, Brussels, Belgium
Preis: 2500 - 5000 €
438 Stehende weibliche Figur
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D. R. Kongo, Yanzi
Holz, rotbraune Patina, schwarze Farbe, mit feinen Skarifikationen überzogenes Gesichtsfeld, weitere Schmucktatauierungen im unteren Rückenbereich, min. best., Risse, auf Sockel montiert; die Kunst der Yanzi konzentriert sich auf Figuren, Masken sind unbekannt. Es ist sehr schwierig einen einheitlichen Stil zu definieren, da viele Objekte von umliegenden Ethnien oder von durchziehenden Händlern erworben wurden. Hier ist zum Beispiel eine auffällige Ähnlichkeit zur Kopfgestaltung der Teke zu erkennen. Möglicherweise handelt es sich hier um eine Figur "mbem". Diese erfüllen verschiedene Aufgaben: sie schützen vor Krankheit, stärken die Fruchtbarkeit, suchen nach Dieben etc. Die meisten Yanzi-Objekte erfüllen gleichzeitig viele verschiedene Aufgaben.
H: 53 cm
Provenienz
Jan Lundberg, Malmö, Sweden
Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, Brüssel 1987, p. 197, ill. 6
Verkauft.
439 Kleine stehende männliche Figur
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D. R. Kongo, Zombo
Holz, matte Patina, armloser Torso mit eckiger Vertiefung zur Aufnahme von magischer Masse, Reste davon auf der Rückseite, min. besch., Fehlstellen (Fußspitzen), auf Holzsockel montiert
H: 21 cm
Preis: 200 - 400 €
440 Maske "mwana phwevo"
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Angola, Luena
Holz, rote und schwarze Farbe, stammestypische Gesichtszüge und Skarifikationen zeigend, bekrönt von einer fein geschnitzten Frisur, Randlochung, min. besch., Spuren von Insektenfrass, auf Sockel montiert; die Luena sind eine Volksgruppe im Grenzgebiet zwischen Angola, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo. In Angola sind sie nach dem gleichnamigen Fluss benannt, im Nordwesten Sambias kennt man sie als Lovale. Diese Maske stellt vermutlich eine mythische weibliche Person dar, die früh verstarb und deren schmerzlicher Verlust durch den Tanz der Maske in Erinnerung gerufen wird. Mit regelmäßigen Gesichtszügen und Tatauierungen dem vorherrschenden Schönheitsideal entsprechend. Die zu schmalen Schlitzen verengten Augen sollen anzeigen, daß eine Tote dargestellt ist.
H: 25 cm, coll. in 1970
Vergleichsliteratur
Escultura Angolana, Lissabon 1994, p. 143
Preis: 8500 - 15000 €
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