Online Katalog zur 66. Tribal Art Auktion
241 Gesichtsmaske "gu"
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Elfenbeinküste, Guro
Holz, schwarz bemalt, rote und weiße Farbe, ebenmäßige Gesichtszüge, aufwändige Frisur mit bogenförmig konturiertem Haaransatz und eingestecktem hörnerartigem Haarschmuck, Farbabrieb, auf Metallsockel montiert; immer ist das Gesicht der Maskengestalt "gu" weiblich, immer soll es schön sein, immer handelt es sich um eine Vorlegemaske, an die der Kopfschmuck gebunden wird und fast immer ist auf der Rückseite in Mundhöhe ein Querholz eingefügt mit dessen Hilfe der Tänzer die Maske mit dem Mund halten kann. "Gu" ist die Frau von "zamble". "Gu" war auch ein Tier, deshalb trägt sie Hörner auf der Stirn.
H: 34 cm
Provenienz
Boris Kegel-Konietzko, Hamburg, Germany
Vergleichsliteratur
Homberger, Lorenz, Fischer, Eberhard, Die Kunst der Guro, Elfenbeinküste, Zürich 1985, p. 157
Verkauft.
242 Zoomorphe Maske "zamble"
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Elfenbeinküste, Guro
helles Holz, schwarze, teilweise glänzende Patina, von aufgewölbter schmaler Form mit geöffnetem Maul und abgeflacht nach hinten schwingendem Hörnerpaar, Randlochung, min. besch., Risse, kleine Fehlstellen durch Insektenfrass, Abriebspuren, auf Sockel montiert; die "zamble"-Maske stellt einen Buschbock "zru" dar. Sie gehört mit "zauli" und "gu" zur Dreiergruppe der "yu"-Masken. "Zamble" soll Hexern auf die Schliche kommen, um ihren unheilbringenden Kräften ein Ende zu bereiten. Im Streitfall tritt "zamble" als Schlichter auf.
H: 41 cm
Provenienz
Christie's Paris, 16 June 2009, lot 41
Lucien van de Velde, Antwerp, Belgium
Vergleichsliteratur
Hahner-Herzog, Iris, Das Zweite Gesicht, Genf, München, New York 1997, ill. 113
Preis: 6000 - 12000 €
243 Webrollenhalter mit anthropomorphem Kopf
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Elfenbeinküste, Guro
Holz, dunkelbraune Patina, hufeisenförmiger Korpus mit runder Schulter, ein Hals mit ausgeprägtem Adamsapfel einen kleinen dreieckigen Kopf mit ausrasierten Stirnecken tragend, min. best., Farbabrieb, Riss, Spule und Querholz fehlend, auf Sockel; Webrollenhalter sind Eigentum des Webers und werden als geschätztes Erbstück in der Familie weitergegeben. Da es sich um einen sehr persönlichen Gegenstand handelt, kann die Form vom Weber selbst bestimmt werden.
H: 18 cm
Vergleichsliteratur
Homberger, Lorenz, Fischer, Eberhard, Die Kunst der Guro, Elfenbeinküste, Zürich 1985, p. 237 f.
Preis: 3000 - 6000 €
244 Stehende weibliche Figur
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Elfenbeinküste, Guro
Holz, dunkelbraune Patina, rote und schwarze Farbe, fein gerillte, in sechs Schöpfen angelegte Frisur, erhabene und eingeritzte Tatauierungen, beschnitzt mit Schurz, Beinringen und Schuhen, min. besch., Fehlstelle (Plinthe), Risse, Farbabrieb; Figuren werden bei den Guro "mi iri nä" - "kleine Holzmenschen" genannt. Sie haben nichts mit Ahnenverehrung zu tun, sind vielmehr Kultobjekte die auf sogenannten "zuzu"-Schreinen Aufstellung finden. "Zuzu" sind unsichtbare Geistwesen, die in der Lage sind die Ernte und auch das Haus vor bösen Mächten zu schützen. Die kleinen Holzfiguren auf den Altären gelten als Vermittler zwischen den "zuzu" und den Menschen. Zudem wird ihnen in kleinen Töpfchen regelmäßig Essen als Opfer überreicht, um sich die "zuzu" gewogen zu halten.
H: 26,5 cm
Provenienz
Thomas Waigel, Pfinztal, Germany
Vergleichsliteratur
Homberger, Lorenz, Fischer, Eberhard, Die Kunst der Guro, Elfenbeinküste, Zürich 1985, p. 227 f.
Preis: 2500 - 5000 €
245 Hörnermaske
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Elfenbeinküste, Ngere
Holz, dunkelbraune Patina mit Spuren von schwarzer Farbe, stellenweise krustiert, eine flache Rückwand der in den Raum greifende Gesichtszüge und geometrische Projektionen vorgeblendet sind, die pyramidal vorspringenden Augen mit Metallnägeln als Pupillen, min. best., Farbabrieb, Risse, Randlochung rückseitig stellenweise ausgebrochen, rep. ebenda, auf Metallsockel; die Maske ist nur ein Teil der Gesamterscheinung des Tänzers, meist trägt er noch eine Kopfbedeckung aus Federn, einen üppigen Faserbart, die Hände sind unter einem einfachen Baumwollgewand verborgen und die Knie von einem Rock aus Pflanzenfasern bedeckt, um die Fußknöchel werden Eisenglocken getragen.
H: 31,5 cm
Vergleichsliteratur
Winizki, Ernst, Gesichter Afrikas, Luzern 1972, ill. 48
Preis: 3500 - 7000 €
246 Stehende weibliche Figur "tugubele"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, dunkelbraune, teilweise leicht krustierte Patina, typische Körperhaltung, Gesichtszüge, Skarifikationen und Kopfbedeckung zeigend, min. besch., Risse, Spuren von Insektenfrass; "tugubele"-Figuren sind die Hilfsgeister des Wahrsagers. Er weiß, wo sie zu Hause sind und legt ihnen von Zeit zu Zeit an dieser Stelle Opfergaben nieder, als Dank für ihre Hilfe und um sich ihr Wohlwollen zu sichern.
H: 54 cm
Provenienz
Galerie Inge Hett, Berlin, Germany
Preis: 2000 - 4000 €
247 Sitzende weibliche Figur
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Elfenbeinküste, Senufo
helles Holz, schwarzbraune Glanzpatina, stammestypische Gesichtszüge, Skarifikationen und Haartracht, min. besch., Risse, kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren, auf Sockel montiert; das gesamte kultische Dasein der Senufo wird vom "poro"- Bund bestimmt. Dementsprechend wird eine Vielzahl an figürlicher Plastik für verschiedene Aufgaben innerhalb des Bundes geschaffen. In erster Linie finden sich Mutterfiguren oder die bekannten "deble"-Stampferfiguren. Für die ebenfalls häufig auftretenden "tugubele"-Figuren, die Buschgeister verkörpern, ist vorliegende Figur zu groß. Sie wurde vermutlich eher für einen Hausaltar geschaffen und verkörpert einen Ahnen.
H: 57 cm
Provenienz
Private Collection, Connecticut, USA
Vergleichsliteratur
Burkhard, Gottschalk, Senufo - Unbekannte Schätze aus privaten Sammlungen, Düsseldorf 2009, p. 42
Verkauft.
248 Männliche Figur "deble" oder "doogele"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, fleckige braune Patina, Reste von schwarzer Farbe, hoch aufragende schlanke Gestalt auf zylinderförmiger Basis, Körper und Arme typischerweise sehr viel länger als die Beine, ungewöhnlich: mit Attributen eines Kriegers beschnitzt mit Schild, Schlagstock und Schurz, sehr selten: der Kopfaufsatz in Form einer Sonnenscheibe, altes Sammlungsetikett "1120", min. best., kleinere Fehlstellen und Risse, Spuren von Insektenfrass, auf Metallplatte; die großen figürlichen Skulpturen der Senufo, "deble" ganannt, gehören der Gesellschaft des "poro" an. Sie werden bei Beerdigungszeremonien neben den Leichnam gelegt. Nach Abschluss bestimmter ritueller Handlungen werden die Figuren rhythmisch auf den Boden gestampft, während der Tote aus dem Dorf zum Begräbnisplatz getragen wird. Die "deble"-Figuren fanden außerdem nahe der "kpaala" dem grossen Unterstand jedes Initiationszentrums im Dorf Aufstellung. Sie sollten an den "kpaala" wachen und zeigen, dass der "poro" im Dorf ist. Sie sollten zeigen, dass die Arbeit des Bundes getan wird und dass sie gut getan wird. Deshalb sollten die Figuren schön sein, und deshalb wurden sie vor jeder Beerdigung neu geölt oder bemalt. Hinzuzufügen ist dass sie diese Aufgabe auch während der Übergangsriten der Altersklassen wahrnehmen konnten.
H: 99 cm
Provenienz
Pierre Vérité, Paris, France (1961)
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Zürich 1988, p. 67 f.
Preis: 15000 - 30000 €
249 Zwei Webrollenhalter
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, schwarzbraune Patina, über langem Hals von stilisiertem Vogelkopf (Nashornvogel) bekrönter Korpus, alte Signatur auf der Innenseite "A561", Abnutzungsstellen, Spule fehlt, best., kleine Fehlstelle, Riss; dazu: ein Webrollenhalter der Guro, Elfenbeinküste, mit gelängter Büffelkopfmaske, beide Hörner fehlend, alte Signatur auf der Innenseite "A563", besch., Risse, Fehlstellen durch Insektenfrass; der Rollenzug ist Bestandteil des in ganz Westafrika verbreiteten Schmalband-Webstuhls. Er gehört zum persönlichen Besitz des Webers und ist nicht selten ein altes Familienstück.
H: 18,5 cm und 15 cm
Provenienz
Völkerkunde-Museum, Portheim-Stiftung, Heidelberg
Coll. Prof. Georg Elwert, Berlin, Germany (1973 )
Vergleichsliteratur
Kecskési, Maria, Kunst aus Afrika, München, London, New York 1999, p. 172
Homberger, Lorenz, Fischer, Eberhard, Die Kunst der Guro, Elfenbeinküste, Zürich 1985, p. 266
Preis: 500 - 1000 €
250 Webrollenhalter
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Elfenbeinküste, Tusia
Holz, dunkelbraune, leicht krustierte Patina, beschnitzt mit stilisiertem Antilopenkopf, komplett mit Querholz und Spule, min. besch., auf Acrylsockel montiert
H: 15 cm
Verkauft.
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