en de
A A A
Zemanek-Münster

Online Katalog zur 66. Tribal Art Auktion

Zu Lot springen:  
Objekte pro Seite:  
Sortierung:  

331 Zeremonialrassel

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Zeremonialrassel, Nigeria, Urhobo

Nigeria, Urhobo

Holz, graubraune Patina, paddelförmig, eine Seite im Relief mit einem Reptil (Krokodil?) beschnitzt, angehängte Samenkapseln, runder Griff, mit stilisiertem Kopf beschnitzt, min. besch., Fehlstellen (Samenkapseln), Spuren von Insektenfrass, auf Holzsockel montiert

H: 37,5 cm

Vergleichsliteratur
Foss, Perkins (ed.), Where Gods and Mortals Meet, New York 2004, p. 91, ill. 54

Preis: 350 - 700 €

332 Pfahlfigur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Pfahlfigur, Nigeria, Wurkun

Nigeria, Wurkun

helles Holz, dunkelbraune Patina, schematisierte Körperformen, ein gelängter zylindrischer Rumpf mit klammerförmig angelegten Armen, bekrönt von einer Kopfbedeckung mit zwei hornartigen Fortsätzen, Eisentülle mit spießartigem Fortsatz an der Basis, min. besch., kleine Fehlstellen (Hornspitzen), Abriebspuren, auf Sockel montiert

H: 39 cm

Provenienz
Alfred L. Scheinberg, New York, USA

Preis: 850 - 1500 €

333 Pfahlfigur

Nigeria, Wurkun

Holz, matte braune Patina, schematisierte Körperformen, abstrahierte Gesichtszüge, min. besch., Risse, Fehlstellen durch Insektenfrass, auf Sockelblock montiert; die Wurkun sind bekannt für ihre paarweise angefertigten und auf eiserne Stäbe montierten Pfahlfiguren. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, eine fruchtbare Ernte zu garantieren, daneben sollen sie das Wohlbefinden ihres Besitzers und seiner Familie sichern. Meist finden sie in den Feldern Aufstellung mit einem großen Opfergefäß zur Seite. Andere werden auf Schreinen innerhalb von Gehöften installiert, ähnlich den "tauwa"-Figuren der Chamba, sie werden dann zur Krankenheilung verwendet.

H: 42,5 cm

Provenienz
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany

Vergleichsliteratur
Wittmer, Marcilene K., Arnett, William, Three Rivers of Nigeria, Atlanta 1978, p. 88

Preis: 900 - 1800 €

334 Sitzende weibliche Figur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Sitzende weibliche Figur, Nigeria, Yoruba

Nigeria, Yoruba

Gelbguss mit krustierter Patina, Fächer und Gefäß in Händen haltend, ein Kind auf dem Rücken tragend, min. besch., Fehlstellen, Korrosionsspuren

H: 16 cm

Provenienz
Coll. Christopher Norman Taylor, London, Great Britain

Verkauft.

335 Skulptur einer Verehrerin von "nana bukúu"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Skulptur einer Verehrerin von "nana bukúu", Nigeria, Yoruba, Ada-Odo

Nigeria, Yoruba, Ada-Odo

helles Holz, Reste von schwarzer und indigoblauer Farbe sowie von Kaolin, kniend, eine Pythonschlange wie einen Schal um den Hals gelegt, mit beiden Händen ein kleines Gefäß vor sich haltend, lanzettförmige Narbentataus auf den Wangen, gebohrte Pupillen, best., Fehlstellen, rep. (flügelförmige Fortsätze an der Frisur), Bruchstellen (Handgelenke); "nana" ist eine alte und mächtige Gottheit, sie lebt in einem Erdhügel der "ata bukúu" genannt wird. Sie ist die Mutter des Pocken-Gottes, der "omu-olú" oder "obulaiye" heißt. Sie werden zusammen mit "oshumare", der Regenbogenschlange, als Trinität verehrt. Dieser Glaube soll von Mahi einem trockenen Savannengebiet in Zentral-Benin nach Ketu gelangt sein. "Nana bukúu" ist ein "olode", eine Gottheit die zu gefährlich und unberechenbar ist, um sie in häuslicher Umgebung zu verehren. Ihr gewidmete Altäre sind stets in freier Natur errichtet. Auf der Abbildung in der Publikation von R. F. Thompson ist die Figur noch vollständig bemalt und das Behältnis noch mit einem Deckel versehen. Das Entfernen der heiligen Farbe wurde von R. F. Thompson schriftlich bestätigt.

H: 39 cm, 1940s (?)

Provenienz
Galerie Wolfgang Ketterer, München, 183. Auktion, 1993, lot 153

Publiziert in
Robert Farris Thompson, Face of the Gods, p. 226, ill. 240

Preis: 1200 - 2000 €

336 Skulptur eines menschlichen Kopfes mit Widderhörnern "osanmasinmi"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Skulptur eines menschlichen Kopfes mit Widderhörnern "osanmasinmi", Nigeria, Yoruba

Nigeria, Yoruba

Holz, matte Patina, Kaolin, ein mit Ringen beschnitzter Hals über scheibenförmiger Basis, bekrönt von schmalem Kopf mit expressiven Gesichtszügen, bekrönt von massivem eingerolltem Hörnerpaar mit Rillenmuster, Nackenzopf, besch., Fehlstellen durch Insektenfrass, Risse, Farbabrieb, auf Sockel montiert; aus Owo stammend, einer bedeutenden Stadt der Yoruba, an der Spitze des Dreiecks zwischen der heiligen Stadt Ife und Benin, der Hauptstadt des alten Königreiches gleichen Namens gelegen. Köpfe von Widdern und wie in diesem Falle von Menschen mit Widderhörnern wurden speziell in Owo verehrt. Bei der Ernte der ersten Yamswurzel wurde jedes Jahr vor ihnen geopfert - sie verkörpern die fruchtbringende Lebenskraft, die die Gottheit durch die Fürsprache der Ahnen gewinnen soll.

H: 45 cm

Provenienz
Coll. Edie Soeiro, San Francisco, USA & Santa Fe, New Mexico

Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 325
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika, Linz 1997, p. 126

Preis: 4500 - 9000 €

337 Kolon-Reiterfigur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Kolon-Reiterfigur, Nigeria, Yoruba

Nigeria, Yoruba

Holz, farbige Fassung, mit einer Art Uniform und Tropenhelm bekleidet, Zügel in der linken Hand haltend, besch., Fehlstellen (Helm, rechter Unterarm), Risse; ein Pferd zu reiten oder gar zu besitzen war stets ein Indiz für hohen sozialen Status. Pferde kommen nur in Nord-, Süd- und in Teilen Westafrikas vor, aber nicht in den Tropen. Das Pferd wurde ca. 1600 v. Chr. von den alten Ägyptern aus Palästina eingeführt.

H: 33,5 cm

Provenienz
Coll. Desidero Parazzi, Milan, Italy

Vergleichsliteratur
Jahn, Jens (Hg.), Colon, München 1983, ill. 106

Preis: 900 - 1800 €

338 Männliche Kolonfigur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Männliche Kolonfigur, Nigeria, Yoruba

Nigeria, Yoruba

Holz, rotbraune Patina, mit einem Buch in der Hand an einem Pult sitzend, europäische Gesichtszüge, Koteletten und gescheitelte Frisur zeigend, min. besch., leichte Abriebspuren; wahrscheinlich von der Hand des Künstlers Thomas Ona stammend; derartige Figuren entstanden aus der Kontaktsituation zwischen Europäern und Afrikanern. Sie zeigen in der Regel Elemente des traditionellen plastischen Stils der Region.

H: 24,5 cm

Verkauft.

339 Weibliche Schreinfigur "ibeji"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Weibliche Schreinfigur "ibeji", Nigeria, Yoruba

Nigeria, Yoruba

Holz, rotbraune Patina, schwarze Farbe, Reste von indigoblauem Pigment, Verkrustungen mit Rotholzpulver, Glasperlenketten um Hüften und Handgelenk, asymmetrisch angelegter Körper (Brüste), Nagelköpfe als Augen (links ausgebrochen), lanzettförmige Skarifikationen, Gesichtszüge berieben, Beopferungsspuren (zermahlene Muschelschalen unterseitig), min. best.; da die Yoruba glauben, daß Zwillinge eine gemeinsame, unteilbare Seele haben, befindet sich beim Tod eines Zwillings der Überlebende plötzlich in großer Gefahr, da sein seelisches Gleichgewicht empfindlich gestört wird. Deshalb wird ein Schnitzer beauftragt, als symbolischen Ersatz für den verstorbenen Zwilling eine kleine Holzfigur anzufertigen. Sie dient als neue Wohnstätte für die Seele des Verstorbenen. In einer nach überlieferten Riten festgelegten zeremoniellen Handlung ermöglicht der "babalawo" der Seele in diese kleine Holzfigur zurückzukehren. Sie wird "ere ibeji" genannt, "ibeji" heißt in der Yoruba-Sprache "Zwilling", "ere" = "Idol".

H: 31 cm

Provenienz
Bernd Muhlack, Kiel, Germany

Preis: 3000 - 6000 €

340 Stehende Schreinfigur des "eshu ogo elegba"

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Stehende Schreinfigur des "eshu ogo elegba", Nigeria, Yoruba

Nigeria, Yoruba

Holz, mittel- bis honigbraune Patina, schwarze Farbreste, mit oberschenkellanger Tunika bekleidet, Fliegenwedel und Tanzkeule als Würdezeichen in Händen haltend, bekrönt von schmalem, gelängtem Haupt mit ursprünglich genagelten Pupillen und "eshu"-Zopf rückseitig, min. besch., Fehlstellen (Nägel), feine Risse, leichte Abriebspuren; die Altarfiguren "eshus" werden in Stoff gewickelt aufbewahrt und nur während des alljährlich stattfindenden "eshu"-Festes im Schrein aufgestellt, wenn dort Tieropfer gebracht werden. Die männliche Gottheit "eshu" spielt eine wichtige Rolle in der Yoruba-Religion. Kein Opfer kann ohne eine Gabe an "eshu" durchgeführt werden, da er als Mittler zwischen den Menschen und den Göttern gilt. Ein mit Palmöl, der von "eshu" bevorzugten Opfergabe, übergossener Lehmhaufen am Hauseingang repräsentiert den Gott. "Eshu" soll Übel vom Haus abwenden.

H: 49,5 cm

Provenienz
Private Collection, Munich, Germany

Preis: 5000 - 10000 €

prev 331-340 von 541 next
Ihre Merkliste ansehen
Zu Lot springen:  
Objekte pro Seite:  
Sortierung: