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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 66. Tribal Art Auktion

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41 Trommel "kundu"

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Trommel "kundu", Papua-Neuguinea, Asmat

Papua-Neuguinea, Asmat

Holz, dunkelbraun patiniert, sanduhrförmiger Korpus, beschnitzt mit Griff und Ritzornamentik, die untere Resonanzkammer offen, oberseitig intakte Bespannung mit Waranhaut, mit Hilfe kleiner Harzklümpchen auf der Membran gestimmt, als Klebemittel zwischen Echsenhaut und Holz dient ein Gemisch aus menschlichem Blut und Chonchylien-Kalk, der Rotanring wurde erneuert, min. best.

H: 49 cm

Preis: 450 - 900 €

42 Ahnenschädel "ndambirkus"

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Ahnenschädel "ndambirkus", Papua-Neuguinea, Asmat

Papua-Neuguinea, Asmat

menschlicher Schädel, rotbraun eingefärbt, am Jochbein befestigter Unterkiefer, die Augenhöhlen mit Bienenwachs gefüllt in das rote Samen der Paternostererbse und graue Tränengrassamen eingedrückt sind, spiralförmige Nasenmuschel "bipane" aus Cymbium-Muschelschale, große Ohrringe aus Pflanzenfaser mit Federquasten an den Enden, Stirnband mit Coixsamen und Behang aus Kakadufedern, in gutem Zustand, Metallsockel; die bestimmenden Themen der Asmat Kultur sind Kopfjagd und Ahnenverehrung. Ihre Zeremonien zielen im Wesentlichen darauf ab, die Verstorbenen zu versöhnen. Die Schädel besonders verehrter Ahnen "ndambirkus" werden daher in solch aufwändiger Weise geschmückt. Wie wichtig auch die Kopfjagdtradition ist, zeigt sich vor allem bei der Initiation der Knaben, denn kein Junge kann zum Mann werden, ohne dass er einen Kopf erbeutet hat. Nach Auffassung der Asmat ist der Kopf der Sitz der Lebenskraft eines Menschen und nur die Lebenskraft eines anderen kann die Energie erzeugen die notwendig ist um einen Jungen in einen Mann zu verwandeln.

L: 23 cm

Provenienz
Private Collection, South Germany

Vergleichsliteratur
Smidt, Dirk, Asmat Art, Leiden 1993, p. 21
Meyer, Anthony J.P., Ozeanische Kunst, Vol. I, Köln 1995, p. 84

Verkauft.

43 Vorratskrug für Sagomehl "damarau"

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Vorratskrug für Sagomehl "damarau", Papua-Neuguinea - Chambri See, Dorf Aibom

Papua-Neuguinea - Chambri See, Dorf Aibom

gebrannter dunkelroter Ton, schwarzes und weißes Pigment, verziert mit anmodelliertem Vogelkopf mit frei gearbeitetem Schnabel und konzentrischen Augenringen, am Innenrand beschriftet "257", best. (Gefäßränder), rep. (Schnabel); in der Chambri-Gegend bildet das Iatmul sprechende Dorf Aibom den künstlerischen Mittelpunkt für die Töpferei am Mittleren Sepik. Die Aibom-Töpfer produzieren eine höchst erstaunliche Reihe von verzierten Töpfen für den täglichen Gebrauch, die sie in der ganzen Gegend gegen Salz, Fisch, sowie Rohstoffe wie Muscheln eintauschen.

H: 28,5 cm

Provenienz
collected in situ, 1977

Vergleichsliteratur
Meyer, Anthony J.P., Ozeanische Kunst, Vol. I, Köln 1995, p. 261, ill. 291

Preis: 150 - 300 €

44 Ahnenfigur "korvar"

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Ahnenfigur "korvar", Papua-Neuguinea - Geelvink  / Cenderawasih-Bai

Papua-Neuguinea - Geelvink / Cenderawasih-Bai

Holz, matte dunkelbraune Patina, Spuren von roter und schwarzer Farbe im Gesicht, stilisierte Figur mit stark gelängten Beinen und symmetrisch angelegten Armen, eiförmiger Kopf mit türkisblauen Glasperlen als Augen, min. best., kleinere Fehlstellen, Risse, auf Metallplatte montiert; mit "korvar" bezeichnet man heute die Kunst des geographisch-kulturellen Raums der Vogelkop-Halbinsel im nördlichen Westen von Irian Jaya. Der Name stammt nicht von einer Kulturgruppe, sondern man bezeichnet damit eine besondere Art von Skulptur "korvar". Dabei handelt es sich um figürliche Darstellungen eines Ahnen. Es könnte sich um einen "korvar" vom Macluer-Golf oder aus dem südwestlichen Vogelkop-Gebiet handeln, denn diese sind im Allgemeinen stark vereinfacht und stilisiert. Ein "korvar" stellt die Verbindung zwischen der Welt der Toten und der Lebenden her. Wie in den meisten ozeanischen Kulturen wendet man sich an die Ahnen, wenn man Rat und Hilfe in wichtigen Fragen braucht: bei der Vorbereitung zum Krieg, um herauszufinden ob der Fischfang ergiebig wird, um Regen zu machen oder um ihn zum Stillstand zu bringen, um bösen Zauber fern zu halten etc.

H: 82 cm

Provenienz
Private Collection, Austria
Private Collection, Dallas, USA

Vergleichsliteratur
Meyer, Anthony J.P., Ozeanische Kunst, Vol. I, Köln 1995, p. 55 f.

Preis: 6000 - 12000 €

45 Ahnenbrett "gope"

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Ahnenbrett "gope", Papua-Neuguinea - Golf

Papua-Neuguinea - Golf

Holz, rotes und weißes Pigment, großflächiges ovales Brett, beschnitzt mit drei stilisierten Maskengesichtern und volutenförmig eingerollten Ornamenten, konturiert durch erhabene Stege, min. besch., Fehlstelle am unteren Rand, Spuren von Insektenfrass; coll. in situ im Dorf Aime von W. G. Schulz, der in Zeit zwischen 1945 und 1973 Papua Neuguinea bereiste. Das Stück wurde von ihm dokumentiert. Demnach wurde das Clanboard von "Aiahe Agau" geschnitzt und im Männerhaus in der Sektion des Clans aufbewahrt. Schulz schreibt, dass für das Brett ungewöhnlicherweise kein altes Kanu verwendet wurde und dass es nicht feuergeräuchert oder russgeschwärzt wurde, weshalb das von Schulz betonte Schnitzwerk und die Klarheit der besonders feinen Gestaltung der Clan-Symbole besser erhalten ist, als bei vielen anderen "gope"-Brettern dieser Zeit. Es gibt drei Arten von Ahnen- oder "gope"-Tafeln. Die wichtigste ist die große "darimo-ebiha", von denen jede Sippe nur eines besitzt. Diese Tafeln werden ausschließlich im Männerhaus aufbewahrt und nie gezeigt. Für jeden neuen Initiationszyklus (ungefähr alle sechs Jahre) wird die alte "darimo-ebiha" verbrannt und eine neue geschnitzt. Die persönlichen "gope"-Tafeln, die einzelnen gehören, werden zum weniger wichtigen zweiten Typus gezählt. Sie stellen namentlich erwähnte Ahnen dar und werden am Eingang zum Sippenabteil im Männerhaus der Gemeinschaft aufbewahrt. Schließlich besitzen kleine Jungen kleine "gope"-Tafeln ohne Namen, die an der Wand ihres Hauses hängen.

H: 171 cm

Provenienz
Coll. William G. Schulz, Los Angeles, USA

Vergleichsliteratur
Meyer, Anthony J.P., Ozeanische Kunst, Vol. I, Köln 1995, p.117

Verkauft.

46 Ahnenbrett "gope"

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Ahnenbrett "gope", Papua-Neuguinea - Golf, Wapo Creek

Papua-Neuguinea - Golf, Wapo Creek

Holz, graubraune Patina, weißes Pigment, lanzettförmig, leicht aufgewölbt, beschnitzt mit zwei stilisierten Maskengesichtern und volutenförmigen Ornamenten, best., kleinere Fehlstellen, Farbabrieb, Altersspuren; die meist leicht nach außen gewölbte Form der Bretter kommt daher, daß man die "gope" ursprünglich aus den Wänden alter Kanus schnitt und man diese Eigentümlichkeit später beibehielt.

H: 161 cm

Provenienz
Mia van Bussel, Amsterdam, The Netherlands

Preis: 5000 - 10000 €

47 Bemalter Kriegsschild "wörrumbi"

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Bemalter Kriegsschild "wörrumbi", Papua-Neuguinea - Südliches Hochland, Mendi Tal, Ialibu, Dorf Maral oder Kalpine

Papua-Neuguinea - Südliches Hochland, Mendi Tal, Ialibu, Dorf Maral oder Kalpine

Holz, dunkelbraun patiniert, weiß und ockergelb bemalt, verziert mit aufgemaltem ringförmigem Ornament und dreieckigen Motiven, Haltegriff aus Pflanzenfaser rückseitig, rep. (mit Rotan verklammerter Riss), Fehlstelle

H: 114 cm

Provenienz
collected in situ, 1977

Vergleichsliteratur
Meyer, Anthony J.P., Ozeanische Kunst, Vol. I, Köln 1995, ill. 339

Verkauft.

48 Bemalter Kriegsschild

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Bemalter Kriegsschild, Papua-Neuguinea - Hochland, Südliches Hochland, Mendi Tal, Ialibu, Dorf Maral oder Kalpine

Papua-Neuguinea - Hochland, Südliches Hochland, Mendi Tal, Ialibu, Dorf Maral oder Kalpine

Holz, schwarz und rotbraun bemalt, weißes und türkisfarbenes Pigment, leicht aufgewölbt, Haltegriff aus Pflanzenfaser rückseitig, besch., Fehlstellen (Rand, Frontfläche), Risse

H: 108 cm

Provenienz
collected in situ, 1977

Verkauft.

49 Bemalter Kriegsschild "wörrumbi"

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Bemalter Kriegsschild "wörrumbi", Papua-Neuguinea - Südliches Hochland, Mendi-Tal, Ialibu, Dorf Maral oder Kalpine

Papua-Neuguinea - Südliches Hochland, Mendi-Tal, Ialibu, Dorf Maral oder Kalpine

Holz, rotbraun und schwarz bemalt, Spuren von weißem Pigment, von flacher, ovaler Form mit erhabener vertikaler Mittelrippe, beritzt mit geometrischen Ornamenten die unterschiedlich eingefärbt wurden, Reste eines Pflanzenfasergriffes rückseitig, min. best.; bei Familienfehden verwendet.

H: 121 cm

Provenienz
collected in situ, 1977

Vergleichsliteratur
Barbier, Jean Paul, Benitez-Johannot, P., Shields, München, London, New York 2000, p. 212

Verkauft.

50 Pfeile

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Pfeile, Papua-Neuguinea - Südliches Hochland, Hewa

Papua-Neuguinea - Südliches Hochland, Hewa

20 Stk., 11 Pfeile mit Schaft und Spitze aus Bambus, beschwerendes Zwischenstück aus Holz, ornamental beschnitzt und mit rotem und weißem Erdpigment eingefärbt, fixiert durch Grasfasermanschetten und Schnurmaterial; 3 Pfeile mit Bambusschaft und Spitzen aus Bein, intakte Fixierung durch Einzapfen, Grasfasermanschetten und schwarze teerartige Masse; 1 Fischspeer mit vierfach aufgespaltener Bambusspitze; 4 Pfeile, diverse Längen und Materialien (u. a. Nippa-Palmholz, Orchideenbast)

L: 105 cm - 142 cm

Provenienz
collected in situ, 1977

Verkauft.

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