Online Katalog zur 66. Tribal Art Auktion
491 Kleine stehende Figur
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
D. R. Kongo, Yaka
Holz, dunkelbraune Patina, kompakte Körperform, beide Hände zum Mund geführt, scheibenförmige Kopfbedeckung, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert; derartige Figuren gelten als Wohnstatt der unsichtbaren positiven Kräfte der Ahnen. Sie werden in entsprechenden Riten verwendet von Heilern, Zauberern und Häuptlingen verwendet.
H: 14,5 cm
Provenienz
Coll. Josef Herman, Suffolk, Great Britain
Christie's Amsterdam, 12. December 200, lot 274
Vergleichsliteratur
Bourgeois, Arthur P., Art of the Yaka and Suku, Paris 1984, p. 225
Verkauft.
492 Kleine stehende Fetischfigur
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
D. R. Kongo, Yombe
Holz, mittelbraune, teilweise glänzende Patina, vereinfachte Formensprache, Brustbereich und Pupillen mit eingesetztem Spiegelglas, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren
H: 20 cm
Provenienz
Thomas Schulze, Berlin, Germany
Verkauft.
493 Gedenkfigur eines Stammesfürsten
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
D. R. Kongo, Yombe
Holz, honigbraune Patina, mit untergeschlagenen Beinen sitzend und beide Hände auf dem rechten Unterschenkel aufliegend, die Augen mit gemalten Pupillen und Einlage aus Spiegelglas, die fez-förmige Kopfbedeckung "mpu" eines Adligen bzw. Würdenträgers tragend, asymmetrisch angeordnete erhabene Skarifikationsmale am Rücken, min. besch., Fehlstellen (Plinthe, rechter Fuß und linke Hand), auf blockhafter Basis; diese Statuette wurde vermutlich nicht als Zauberfigur ("nkisi") geschaffen, da die entsprechenden Öffnungen oder Anhängsel für magischen Substanzen fehlen. Auch dürfte es sich nicht um eine sogenannte "niongi"-Figur handeln, die in Ahnenschreinen auf den Gräbern bedeutender Personen Aufstellung fanden. Denn diese sind stets größer und zudem mit rotem und weißem Pigment bemalt, der Körperbemalung der Toten entsprechend. Bei vorliegender Figur dürfte es sich vielmehr um eine Gedenkstatue für einen bedeutenden Ahnen handeln, der besonders verehrt wurde. Solche Skulpturen wurden im Allgemeinen zusammen mit anderen, dem Verwandschaftsverband gehörenden Relikten in einem Korb aufbewahrt. Bei großen Ereignissen im Dorf wurde die Skulptur während des Tanzes präsentiert.
H: 22,5 cm, 19th century
Provenienz
Joseph Christiaens, Brussels, Belgium
Dieter Scharf, Hamburg, Germany
Private Collection, Belgium
Private Collection, Munich, Germany
Publiziert in
Catalogue Galerie Jo Christiaens, Bruxelles, Belgium
Vergleichsliteratur
Lehuard, Raoul, Art Bakongo, Les Centres de Style, o.O. 1989, p. 488
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, Brüssel 1987, p. 200 f.
Tollebeek, Jo (ed.), Mayombe, Tielt 2010, p. 161 f.
Felix, Marc L. (ed.), Kongo Kingdom Art, China 2003, cat.8,24
Schmalenbach, Werner (Hg.), Afrikanische Kunst aus der Sammlung Barbier-Mueller, Genf, München 1988, p. 238
Preis: 20000 - 40000 €
494 Maske "mwana phwevo"
Angola, Luena
Holz, braunschwarze Patina, mit regelmäßigen Gesichtszügen und Tatauierungen dem vorherrschenden Schönheitsideal entsprechend, üppige Frisur aus gedrehtem, eingefärbtem Schnurmaterial, Perlenzier, Reste eines Kostüms rückseitig, Randlochung, min. besch., auf Metallsockel montiert; die "mwana phwevo"-Masken werden von Männern vorgeführt. Sie treten bei verschiedenen festlichen Anlässen auf, um die Dorfbevölkerung, insbesondere die Frauen, mit anmutigen, oft sexuell konnotierten Tänzen zu unterhalten.
H: 22,5 cm
Provenienz
Peter Loebarth, Hameln, Germany
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Vergleichsliteratur
Hahner-Herzog, Iris, Das Zweite Gesicht, Genf, München, New York 1997, ill. 86
Preis: 1800 - 3000 €
495 Maske "mwana phwevo"
Angola, Luena
Holz, fleckige Glanzpatina, stammestypische Gesichtszüge, Skarifikationen, doppelt geschwungene Augenbrauen und betonte Wangen zeigend, Randlochung, min. besch., leichte Abriebspuren, auf Metallsockel montiert; die Luena sind eine Volksgruppe im Grenzgebiet zwischen Angola, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo. In Angola sind sie nach dem gleichnamigen Fluss benannt, im Nordwesten Sambias kennt man sie als Lovale.
H: 28 cm
Provenienz
Peter Loebarth, Hameln, Germany
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Preis: 1400 - 2000 €
496 Figurales Stabfragment
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
Angola, Ovimbundu
Holz, honigbraune Patina, dunkelbraune Farbe, beschnitzt mit weiblicher Halbfigur, ein Kind auf dem Rücken tragend, feine Punkt- und Ritztataus im Gesicht, die Augen mit Metallblech beschlagen, aufwändige Frisur mit Nagelzier auf der Rückseite, auf Metallsockel montiert; Stäbe haben viele Funktionen. Als Zeremonial-, Würde-, Ritual- oder Herrscherstab bezeichnet, waren und sind sie zum Teil noch immer Statussymbol, Abzeichen oder Handwerkszeug, das von einer Vielzahl von Klan-Anführern, Vereinigungen, Wahrsagern, Heilern, Exorzisten und Hexenjägern verwendet wird.
H: 24 cm
Provenienz
Private Collection, Lisbon, Portugal
Verkauft.
497 Würdestab
Ostafrika
Holz, matte, schwarzbraune Patina, Rundstab mit eingezapftem Griff, verziert mit kleinteiliger geometrischer Ornamentik, min. best.
H: 145 cm
Provenienz
Coll. Ralf Schulte-Bahrenberg, Duisburg, Germany
Publiziert in
Schulte-Bahrenberg, Ralf (Hg.), Tansania, Stuttgart 2007 p. 110, ill. 2
Preis: 800 - 1000 €
498 Würdestab
Ostafrika
Holz, braune Glanzpatina, Rundstab mit aufgesteckter Metallspitze, bekrönt von menschlicher Halbfigur, mit Metallnägeln verziert, die Augen mit grünen Glasperlen eingesetzt, min. besch., leichte Abrieb- und Korrosionsspuren
H: 122,5 cm
Provenienz
Coll. Ralf Schulte-Bahrenberg, Duisburg, Germany
Preis: 300 - 600 €
499 Würdestab
Ostafrika
Holz, braune Patina, Ziernägel, verziert mit geometrischen Mustern in Brandzier, bekrönt von menschlichem Kopf mit großer Nase, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren
H: 66,5 cm
Provenienz
Coll. Ralf Schulte-Bahrenberg, Duisburg, Germany
Preis: 350 - 600 €
500 Schild
Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.
Äthiopien, Amhara
Nilpferdhaut, dunkelbraune, an manchen Stellen rötlich braune Patina, runde Form mit fein eingepunzten linearen und runden Erhebungen, vollständig verziert mit fein eingekerbter Ornamentik, großer Griff rückseitig, leichte Gebrauchsspuren; die großen Griffe wurden schon in frühen Zeiten von mit einem Doppelgriff ausgestatteten islamischen Rundschilden übernommen. Die heute gebräuchlichen Schilde sind jedoch nur mit einem, in der Mitte angebrachten Griff versehen, wodurch man den Schild am Arm fast bis in Schulterhöhe hinaufschieben kann. Durch häufiges Einfetten der glänzenden, dunkel gefärbten Oberfläche der Schilde blieben diese elastisch und widerstandsfähig.
D: 67 cm
Provenienz
Private Collection, Vienna, Austria
Vergleichsliteratur
Zirngibl, Manfred A., Plaschke, Dieter, Afrikanische Schilde, München 1992, p. 69
Verkauft.
| 491-500 von 541 |











