Online Katalog zur 67. Tribal Art Auktion
221 Maske
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Elfenbeinküste, Ngere
Holz, matte Patina, farbige Fassung, Tierhaar, Pflanzenfasern, Stoff, von raumgreifender, plastischer Formensprache,vorspringende Augen, die eine breite, fleischige Nase flankieren, geöffneter Mund mit Schnurrbart, Metallzähnen und einer mit rotem Stoff überzogenen Zunge, ein Bart aus geflochtenen Pflanzenfasern, Sammlungsnummer rückseitig "Gouere No 19", Randlochung, min. besch., Abriebspuren
H: 23 cm
Provenienz
Coll. Kröner, Gerlingen, Germany
Vergleichsliteratur
Schädler, Karl-Ferdinand, Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur, München, Berlin 1994, p. 297
Preis: 500 - 1000 €
222 Zeremonialtanzaufsatz "kwonro"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, fleckige graubraune Patina, min. Spuren von schwarzer Farbe und von Kaolin, Kalotte aus Korbgeflecht, Stoffbänder und Reste eines Kostüms am unteren Rand, bekrönt von ausladendem brettförmigem Aufsatz, mittig durchbrochen die stilisierte Silhouette eines Warans zeigend, zwei Federbüschel am oberen Rand, min. best., Farbabrieb; dieser Aufsatz wurde während der "kwonro"-Phase im Initiationsritus des "poro"-Bundes bei den Nafara, im Zentrum der Senufo, getragen. Ursprünglich zeigten die Bretter nur ein mit Kaolin-Erde und Ocker angefertigtes Schachbrettmuster oder die durchbrochene Silhouette eines Warans. Nur die alten Leute der Nafara erinnern sich noch an die ursprüngliche Bezeichnung "dagu". Der Aufsatz wird in einer Zeremonie getragen, die einer Tanzprozession ähnelt und die letzte Stufe vor der eigentlichen Einführung in den Hain des Bundes bezeichnet. Die zentrale Figur wird als "ndeo" oder "mandeo" (Pl. "mandebele") bezeichnet. Dies sind Namen für einen Naturgeist. Diese Aufsätze sind selten, nur wenige sind erhalten geblieben.
M: 76 cm x 57 cm (board), H: 87,5 cm
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Zürich 1988, p. 17 f.
Hahner-Herzog, Iris, Das Zweite Gesicht, Genf, München, New York 1997, ill. 50
Barbier, Jean Paul (ed.), Art of Côte d' Ivoire, Vol II, Genf 1993, cat. 11
Preis: 5000 - 10000 €
223 Helmaufsatz "dagu"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, graubraune, leicht krustierte Patina, rund aufgewölbte Kalotte, bekrönt von einem stilisiertem Rind mit weit ausladenden Hörnern, rep. (rechtes Horn), Risse, leichte Abriebspuren; im Rahmen bestimmter Zeremonien verwendet, die die jungen Männer auf die eigentliche Initiation, den Eintritt in den "poro"-Bund vorbereiten. Diese Helmmasken werden durch umfangreiche Kostüme ergänzt, unter denen der Sänger kaum mehr zu erkennen ist: er trägt lange Hosen und verschiedene Umhänge, Glöckchen und Schellen aus Messing sind an lange Schnüre geknüpft und fallen von seiner Brust. Die Hörner des Aufsatzes symbolisieren Rinder. Denn die jungen Männer die "zeu" nun hinter sich gebracht haben und auf die Initiation zugehen, werden als "unwissende" und darum "ängstliche Ochsen" bezeichnet.
H: 62 cm
Provenienz
Karl-Heinz Krieg, Neuenkirchen, Germany (1970)
Ralf Lüders, Stuttgart, Germany
Vergleichsliteratur
Guenneguez, André et Afo, Art de la Cote-d'Ivoire et de ses voisins, Paris o.J., p. 107
Verkauft.
224 Maske "korobla"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, schwarzbraune Patina, aus verschiedenen Tieren zusammengesetzt: Krokodilmaul, Hauer eines Warzenschweins, Büffelhörner, von kleinem Gefäß und Chamäleon bekrönt, rep. (Hörner), Spuren von Insektenfrass, leichte Abriebspuren; nicht zum "poro"- Bund, sondern zu einer eigenen Vereinigung gehörend. Außer bei Beerdigungsfeiern tritt die Maskengestalt nachts in Erscheinung, denn um diese Zeit könnten sich Hexen im Dorf herumtreiben und ihre Opfer suchen. Ihnen soll "korobla" auflauern, denn sie ist stärker als jede Hexe. Sie ist außerordentlich schnell und früher muß sie auch für ihre Fähigkeit "Feuer" zu speien, bekannt gewesen sein. Sie stößt langgezogene Schreie aus und sobald sie eine Hexe gefunden hat, verjagt sie sie mit aller Macht.
L: 90 cm
Provenienz
Sotheby Parke Bernet, November 8th, 1972, lot 85
American Private Collection, North Carolina
Sotheby Parke Bernet, October 14th and 15th, 1977, lot 512
Coll. Lorne Balshine, Vancouver BC, Canada
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Zürich 1988, p. 57, ill. 37
Verkauft.
225 Löffel
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, matt glänzende schwarze Patina, von ungewöhnlicher Form: eine eiförmig ausgehöhlte Schöpfkelle mit kleiner rechteckiger Öffnung und passgenau eingefügtem Verschluss, an langstieligem, in sich gedrehtem Griff mit stehender weiblicher Figur, min. best., Farbabrieb
L: 71 cm
Provenienz
Lore Kegel, Hamburg, Germany
Coll. Dr. Karl-Heinz Kaufel, Hamburg, Germany
Preis: 300 - 600 €
226 Figural beschnitzter Stab "tefalapica"
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Elfenbeinküste, Senufo
Holz, schwarzbraune Glanzpatina, an der Basis zugespitzter Rundstab, über sichelförmigem Zwischenstück beschnitzt mit stehender weiblichen Figur, beide Hände seitlich an den vorgewölbten Leib gelegt, Ritztataus an Körper und Gesicht, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren, feine Risse, auf Sockel montiert; "tefalapica" bedeutet "das Mädchen des mit der Hacke arbeitenden" und stellt das Preisgeld für einen bei den Senufo beliebten Hackwettbewerb dar. Im September oder Oktober müssen die jungen Männer die neuen Yamsfelder anlegen, eine schwere Feldarbeit, die in einem Wettbewerb organisiert wird.
H: 63,5 cm
Provenienz
Jan Lundberg, Malmö, Sweden
Vergleichsliteratur
Förster, Till, Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen, Zürich 1988, p. 19
Preis: 6000 - 12000 €
227 Sängermaske
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Elfenbeinküste, Wobe
Holz, dunkelbraune Patina, Spuren von rotem, weißem und indigoblauem Pigment, Grasfaserbart und Behang mit Messingglocken im Kinnbereich, ein Streifen Zibetkatzenfell ebenda, mit Nassaschnecken besetzter Stoffschlauch um die Stirn, Metallzähne, Nägel, Ritztataus auf den Wangen, min. best.; durch Anhängsel aus Metall oder Aluminiumzähne wird eine Maske mächtiger und wirksamer. Der Glanz des Metalls und auch der Klang der Glocken hat einen Sinn, denn beides zieht die Aufmerksamkeit, nicht nur der Zuschauer, sondern auch der Ahnen auf sich.
H: 24 cm
Provenienz
French Private Collection
Vergleichsliteratur
Fagaly, William, Ancestors of Congo Square, New Orleans 2011, ill. 48
Preis: 5000 - 10000 €
228 Gesichtsmaske der "je"-Gruppe "lomane"
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Elfenbeinküste, Yaure
Holz, matte Patina, Reste einer farbigen Fassung, ein oval aufgewölbtes Gesicht, durch zackenförmigen Bart eingefasst, bekrönt von einem Vogel, dessen langer Schnabel bis auf die Stirn hinabreicht, Randlochung, rep. (Vogel), min. besch., Fehlstellen durch Insektenfrass, leichte Abriebspuren, auf Metallsockel montiert; der Maskentypus mit der Darstellung eines Hornraben wird "lomane" genannt, eine Ableitung des Wortes "anoman", das in der Baule-Sprache "Vogel" bedeutet und das in den Gesängen, die diese Masken begleiten, verwendet wird. Die von zwei Vogelskulpturen geschmückten Masken wie vorliegende, werden als Teil des "lo"-Ensembles angesehen, das bei der Beerdigung eines älteren Mannes nach den "je" erscheint. Als vierte, der insgesamt sieben "je"-Masken tanzt "lomane" um den Körper des Verstorbenen, beugt sich über ihn und berührt ihn. Nach Aussage der Yaure zerstört die Maske die Würmer, die den Körper zersetzen, womit sich dieser Akt als symbolische Reinigung deuten läßt.
H: 31 cm
Provenienz
René David, Zurich, Switzerland
Vergleichsliteratur
Hahner-Herzog, Iris, Das Zweite Gesicht, Genf, München, New York 1997, p. 39
Verkauft.
229 Zwei Figuren
Ghana
Holz, eine Fruchtbarkeitspuppe der Fante mit kegelförmigem, armlosen Rumpf, über einem mit Ringen beschnitztem Hals, ein langgezogenes, abgeflachtes Gesichtsfeld mit schematisierten Zügen, Sammlungsnummer "1044" auf der Rückseite, H: 32 cm; dazu eine stehende weibliche Figur der Agni, Glasperlenkettchen um Knöchel und Hüften tragend, Sammlungsnummer "1046" auf der Unterseite, H: 25,5 cm; beide min. besch., leichte Abriebspuren zeigend
Preis: 400 - 800 €
230 Stehende weibliche Puppe
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Ghana, Abron
Holz, braune Glanzpatina, schwarze Farbe, mit Sandalen beschnitzt, ein Glasperlenkettchen um die Hüften tragend, ein weiteres um den mit Ringen beschnitzten Hals tragend, ein überproportional großer Kopf mit schräg stehenden Augen und Wangenskarifikationen, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren; die Abron gehören zur Volksgruppe der Akan im westlichen Ghana und der östlichen Elfenbeinküste. In der Holzschnitzkunst macht sich die geographische Lage zwischen den Baule im Westen und den Ashanti im Osten bemerkbar - ein künstlerisch interessantes aber hochwertiges Stilgemisch ist das Resultat.
H: 35,5 cm
Provenienz
English Private Collection
Vergleichsliteratur
Cole, Herbert M., Ross, Doran H.,The Arts of Ghana, Los Angeles 1977, p. 112, ill. 228
Preis: 3000 - 6000 €
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