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Zemanek-Münster

Online Katalog zur 67. Tribal Art Auktion

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261 Anthropomorpher Tanzaufsatz

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Anthropomorpher Tanzaufsatz, Nigeria, Idoma

Nigeria, Idoma

Holz, farbige Fassung, in Form eines menschlichen Kopfes mit stammestypischen Gesichtszügen, Skarifikationen und Kopfbedeckung, eine kegelförmig ansteigende Basis mit ringförmigem Korbuntersatz, min. besch., Abriebspuren, kleine Fehlstellen, auf Holzsockel montiert

H: 33 cm

Provenienz
Adalbert von Alföldy, Eislingen, Germany

Verkauft.

262 Ritualimplement

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Ritualimplement, Nigeria, Igala

Nigeria, Igala

Holz, braune, teilweise krustierte Patina, Metallblech, gewölbte Basis, rechteckiger, offen gearbeiteter Korpus mit Spiegelglasdekor und Ritzverzierungen, im Schulterbereich kleine mit Schnur umwickelte Päckchen, bekrönt von einem Januskopf mit knaufartiger Kopfbedeckung, rep. (Metallklammer), leichte Abriebspuren

H: 56 cm

Verkauft.

263 Schreinfigur "alusi"

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Schreinfigur "alusi", Nigeria, Igbo

Nigeria, Igbo

Holz, graubraune Patina, Spuren von rotem und gelbem Ocker, hochaufragende männliche Gestalt mit hutartiger Kopfbedeckung, typische Körperhaltung mit den nach oben weisenden Handflächen, ebenso der schmale Kopf mit ornamentalen Rillenskarifikationen, besch., Fehlstellen und Beschädigungen durch Insektenfrass (Fuß und Bein auf linker Seite), Risse, Farbabrieb, auf Metallplatte; eine Schutzgottheit verkörpernd. Diese wurden in den Kulthäusern von Gemeinden und Familien aufbewahrt und einmal im Jahr öffentlich präsentiert. Während dieser Zeremonien wurden die Beziehungen der Menschen zu den Gottheiten durch Opfer und Festlichkeiten gestärkt.

H: 129 cm

Verkauft.

264 Stehende weibliche Figur

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Stehende weibliche Figur, Nigeria, Igbo

Nigeria, Igbo

Holz, leicht krustierte Patina, Pigmentreste, Beopferungsspuren, geweißte Augenpartie, min. besch., Spuren von Insektenfrass, Risse, Abriebspuren; Igbo-Figuren haben unterschiedlichste Funktionen. Im Süden des Igbo-Landes dienen sie als Heimstätte für die Seelen verehrter Ahnen und finden in Familienschreinen Aufstellung. Die Ahnen dienen als Medien, durch die die Lebenden mit der jenseitigen Welt in Kontakt treten können. Im Norden des Igbo-Gebietes existieren viele Riten, bei denen die Gottheiten mit bestimmten Wochentagen, insbesondere lokalen Markttagen verknüpft sind.

H: 88 cm

Preis: 800 - 1500 €

265 Stehende Figur "ikenga"

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Stehende Figur "ikenga", Nigeria, Igbo

Nigeria, Igbo

Holz, braune, teilweise krustierte Patina, Pigmentreste, ein Messer und einen Schädel in den Händen haltend, ausladende Widderhörner, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren

H: 47,5 cm

Provenienz
Dutch Private Collection

Vergleichsliteratur
Wittmer, Marcilene K., Arnett, William, Three Rivers of Nigeria, Atlanta 1978, p. 6

Preis: 500 - 1000 €

266 Sitzende Figur "ikenga"

Nigeria, Igbo

Holz, graubraune Krustenpatina, Farbreste, mit einer Art Rock bekleidet, in der rechten Hand ein Messer, in der Linken einen menschlichen Kopf haltend, ausladende Widderhörner, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren

H: 32 cm

Preis: 450 - 900 €

267 Kriegerfigur des "ikenga" - Kultes

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Kriegerfigur des "ikenga" - Kultes, Nigeria, Igbo

Nigeria, Igbo

Holz, mittelbraune Patina, schwarze Farbe, min. Spuren von Kaolin, auf einem Pestigehocker sitzend, Schwert und Totenschädel in Händen haltend, ein separat gearbeitetes schmales Schild an der Seite, scheibenförmiger Kopfaufsatz mit vier kreisförmig angeordneten Schädeln, üppige Körper- und Gesichtstatauierungen, alte Sammlungsnummer "I8" unterseitig, min. best., kleinere Fehlstellen, Farbabplatzungen, Risse, rep. (vertikaler Riss in der Brust-/Bauchpartie, Plinthe); "ikenga" symbolisiert männlichen Tatendrang und das Streben nach Erfolg. Bevor ein schwieriges Unterfangen in Angriff genommen wird, werden dem persönlichen "ikenga" Opfer gebracht. Dieser Akt der Verehrung verleiht dem Besitzer die Kraft sein Ziel zu erreichen. Opfer können auch aus Dankbarkeit für bereits erlangte Ziele erbracht werden. "Ikenga"-Skulpturen gibt es in unterschiedlichsten Stilen, ihre Größe und Form ist normalerweise ein Hinweis auf den sozialen Status des Besitzers. Am bekanntesten ist der Krieger, eine gehörnte Figur, oftmals auf einem Hocker sitzend und eine Machete und den Schädel eines verehrten Ahnen in Händen haltend. Die Geschichte der "ikenga"-Figur ist eng mit der Familie Kegel-Konietzko verwoben. Hanns Krenz erwarb die Figur im Jahre 1934 von Julius Kegel-Konietzko mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Später gelangte die Figur zurück zu Lore Kegel, wo sie in der Sammlung von Boris Kegel-Konietzko verblieb. Hanns Krenz war den schönen Künsten tief verbunden. Er stand in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts in regem Kontakt mit Künstlern wie Kurt Schwitters und Wassily Kandinsky, einem Maler des Expressionismus und vor allem der Abstrakten Kunst.

H: 88 cm

Provenienz
Julius Konietzko, Hamburg, Germany
Hanns Krenz, Berlin, Germany (1934)
Lore Kegel, Hamburg, Germany

Vergleichsliteratur
Wittmer, Marcilene K., Arnett, William, Three Rivers of Nigeria, Atlanta 1978, p. 6
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika, Linz 1997, p. 354
Cole, Herbert M., Aniakor, Chike C., Igbo Arts, Los Angeles 1984, p. 30 f.

Verkauft.

268 Figur "ikenga"

Nigeria, Igbo

Holz, dunkelbraune Krustenpatina, konische Basis, der armlose Torso mit geometrischen Ornamenten beschnitzt, der Kopf stammestypische Skarifikationen und eine kappenartige Kopfbedeckung zeigend, min. besch., Risse, Spuren von Insektenfrass, auf Metallplatte montiert

H: 64 cm

Preis: 1500 - 3000 €

269 Puppe in Gestalt einer weiblichen Figur

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Puppe in Gestalt einer weiblichen Figur, Nigeria, Igbo

Nigeria, Igbo

Holz, graubraune Patina, von stilisierter Formensprache, charakterisiert durch säulenartig langen Hals und ausladende Kammfrisur, min. best., kleinere Fehlstellen (Füße), Risse, auf Sockelplatte montiert; aufwändige Gesichtsskarifikationen und die hohe Kammfrisur sind Zeichen eines hohen sozialen Ranges.

H: 38 cm

Vergleichsliteratur
Wittmer, Marcilene K., Arnett, William, Three Rivers of Nigeria, Atlanta 1978, p. 11, ill. 18

Verkauft.

270 Maske

Dieses Objekt ist nicht mehr erhältlich.

Maske, Nigeria, Igbo

Nigeria, Igbo

Holz, weißgrundig, polychrom bemalt, eingefasst durch einen Kranz aus dunkelbraun eingefärbten Grasfaserbüscheln, erhaben geschnitzte und aufgemalte Skarifikationen, akzentuierter Mund mit spitzen Zahnreihen, min. besch., Farbabblätterungen, Fehlstelle rückseitig am Rand; vmtl. handelt es sich um eine "okoroshi"-Maske, die mit kultischen Handlungen für Geister oder Gottheiten des Wassers "owu" in Zusammenhang steht. Sie ist im südwestlichen bis nördlichen Igbo-Land verbreitet. Während der Regenzeit werden für einen Monat sämtliche Aktivitäten unterbrochen, um die Ankunft der Wassergeister zu feiern. Zwei Tänzergruppen stehen sich gegenüber: diejenigen, die die guten Geister verkörpern "okoroshi oma" oder "schöne Geister, deren Masken und Kostüme weiß eingefärbt sind und diejenigen, die die bösen Geister verkörpern "okoroshi ojo" oder "bösartige, dunkle Geister", deren Gesichter schwarz sind.

H: 21,5 cm

Vergleichsliteratur
Cole, Herbert M., Aniakor, Chike C., Igbo Arts, Los Angeles 1984, p. 194 f.

Preis: 1200 - 2000 €

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