Online Katalog zur 67. Tribal Art Auktion
311 Glocke "omo"
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Nigeria, Yoruba
Bronze mit Patina, langer facettierter Griff mit Öse, reliefiert und durchbrochen gearbeitete konische Glocke, verziert mit zwei Schlangen, einer Maske, sowie Zickzack- und Spiralmotiven, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Korrosionsspuren
H: 27 cm
Provenienz
Jochen Winkler, Konstanz, Germany
Helmut Zake, Heidelberg, Germany
Christie's, Christie's London, Tribal Art, 1 December, 1982, lot 178
Vergleichsliteratur
Dobbelmann, Th.A.H.M., Der Ogboni-Geheimbund, Berg en Dal 1976, ill. 145
Verkauft.
312 Orakelzeiger "iroke ifa"
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Nigeria, Yoruba
Elfenbein, natürliche Maserung, verziert mit dem Maskengesicht "eshus", Rillenzier, in Schnitzvertiefungen eingeriebenes dunkelbraunes Pigment; zu Beginn einer Wahrsagesitzung schlägt der Priester mit der Spitze des "iroke" gegen das Orakelbrett um die Aufmerksamkeit "eshus" zu erlangen.
L: 34 cm
Provenienz
Gallery Wolfgang Ketterer, München, 128. Auktion, April 1988, lot 470
Jochen Winkler, Konstanz, Germany
Helmut Zake, Heidelberg, Germany
Vergleichsliteratur
Witte, Hans, A Closer Look, Berg en Dal 2004, p. 242 f.
Preis: 500 - 1000 €
313 Janusköpfiges Amulett
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Nigeria, Yoruba
Holz, schwarzbraun patiniert, gleichförmig ausformulierte Gesichter, mit magischer Ladung gefülltes Paket unterhalb: in Wollfäden gewickelt, die von Lederstreifen überlappt werden, die durch Bindung mit schwarzer Schnur fixiert sind, Bohrloch zur Aufhängung auf Schläfenhöhe, min. best., kleinere Fehlstellen, auf Sockel montiert
H: 10 cm
Preis: 400 - 800 €
314 Verandapfosten "opo ogboni"
Nigeria, Yoruba
Holz, matte, braune Patina, in Form einer stehenden, schlanken Figur, einen Gegenstand in der linken Hand haltend, bekrönt von hohem zylindrischem Kopfaufsatz, min. besch., Fehlstellen durch Insektenfrass (Basis), feine Risse, leichte Abriebspuren, auf Metallplatte montiert; Hauspfosten gehören zu den wichtigsten und herausragendsten Skulpturen der Kunst der Yoruba. Abgesehen von ihrer Funktion als figurale Stützelemente für Dächer und Flure war ihre symbolische Aufgabe königliche Macht und Stärke zu repräsentieren. Die Repräsentation des Königs, seiner Familie und seines Gefolges zeigten seine Herkunft von bedeutenden Vorfahren, während Mutterfiguren meistens Darstellungen der Königmutter sind: der Fortbestand der Dynastie wurde im Ursprung des zukünftigen Königs verkörpert.
H: 125,5 cm
Vergleichsliteratur
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika, Linz 1997, p. 294, ill. III/11.13
Preis: 600 - 1200 €
315 Kleine Antilopenmaske
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Nigeria, Yoruba, Ijebu-Gebiet
Holz, dunkelgrün eingefärbt, weiß, rot und schwarz, von schlichter Form, ovale Kalotte mit vier Bohlöchern zur Befestigung, min. best., kleinere Fehlstellen (Spitzen beider Ohren), rep. (linke Hornspitze), auf Acrylsockel
H: 22 cm
Provenienz
Rolf Kunitsch, Münster, Germany
Preis: 500 - 1000 €
316 Aufsatzmaske "gelede"
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Nigeria, Yoruba
helles, leichtes Holz, bemalt in hellen, ausgewaschenen Farben in rotbraun und indigoblau, die aufgewölbte Kalotte beschnitzt mit stammestypischen Gesichtszügen und Skarifikationen, ein breites, an der Seite kunstvoll geschwungenes Tuch um den Kopf, min. best., Fehlstelle (Nase), Risse, Farbabrieb; der "gelede"-Kult beschwört die Fruchtbarkeit der Erde und das Wohlergehen der Gemeinschaft. Möglicherweise eine Lebensmittelhändlerin darstellend.
H: 32 cm
Provenienz
Missionsmuseum Münsterschwarzach, Germany
Vergleichsliteratur
Lawal, Babatunde, The Gèlèdé Spectacle, Seattle, London 1996, ill. 7.21
Verkauft.
317 Tanzaufsatz "egungun"
Nigeria, Yoruba
Holz, rotbraune und schwarze Patina, halkugelförmig aufgewölbte Kalotte, der aufgeschnitzte Kopf und die sechsschöpfige Frisur weit nach hinten ausladend, Gesichtszüge und konzentrische Skarifikationslinien symmetrisch angelegt, min. besch., Fehlstellen (v. a. am Rand der Kalotte), Farbabrieb, auf Metallsockel; der "egungun"-Kult ist eng mit Bestattungsriten und der Ahnenverehrung verbunden. Die Masken werden durch aufwändige farbenfrohe Kostüme aus mehreren Lagen von Stoffen in unterschiedlichen Farben und Mustern ergänzt.
H: 21 cm
Provenienz
Galerie Inge Hett, Berlin, Germany
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Preis: 1000 - 2000 €
318 Helmmaske "egungun"
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Nigeria, Yoruba
Holz, matte braune Patina, indigoblaues und weißes Pigment, halbkugelförmig aufgewölbte Kalotte, mit Kopf beschnitzt, vereinfachte asymmetrische Gesichtszüge zeigend, gezahnter Mund, ein wulstig vorspringendes Kinn, Symbole an der Frisur: Wahrsagekette "opele", "Orakelzeiger "ifa", min. best., kleinere Fehlstellen, Risse, Farbabrieb
L: 45 cm
Provenienz
Boris Kegel-Konietzko, Hamburg, Germany
Preis: 600 - 1200 €
319 Helmmaske "epa"
Nigeria, Yoruba
Holz, matte Patina, farbige Fassung, ein helmförmiger, janusgesichtiger Maskenaufsatz, bekrönt von stehendem Ziegenbock (?), besch., Fehlstellen durch Insektenfrass, Risse, Abriebspuren, auf Metallsockel montiert; die hohen, bis zu 30 kg schweren und aus einem Stück geschnitzten Masken werden von jungen Männern getragen, die tanzend und hohe Sprünge vollführend ihre Geschicklichkeit und Kraft unter Beweis stellen.
H: 78 cm
Preis: 1000 - 2000 €
320 Helmmaske des "epa"-Maskenensembles
Nigeria, Yoruba
Holz, vollständig eingefärbt mit rotem Pigment, das in dicker, stellenweise krustierter Schicht aufgetragen ist, Spuren von indigoblauer und schwarzer Farbe, helmförmige, mit zwei Gesichtern beschnitzte Basis, eine scheibenförmige Plattform tragend, bekrönt von einer vollplastischen männlichen Figur, vornübergebeugt stehend und mit einer Art Schlegel einen Gegenstand (Wurzel?) bearbeitend, der vor ihm auf einem Holzblock liegt, best., diverse Fehlstellen durch Insektenfrass, Riss, Farbabplatzungen, auf Metallsockel; das "epa"-Maskenfest findet bei den Ekiti und Igbomina bis heute im jährlichen oder zweijährigem Intervall statt. Die Maskenmotive und die Abfolge der Maskengestalten sind genau festgelegt: "Oloko", der Herr des Gehöftes, dessen Aufbau einen Leoparden trägt, der eine Antilope reißt, leitet das Fest ein. Ihm folgen "jagun-jagun", der Krieger. Sodann "olosanyin", der Heilkundige, der durch vorliegende Maskengestalt verkörpert sein könnte. Die Feierlichkeiten enden mit dem Auftritt einer Maske, die eine Frauenfigur, meist eine Mutter mit Kind "orangun" zeigt. Sowohl durch die Motive auf den Masken wie auch durch die Darbietungen der Tänzer und die begleitenden Gesänge sollen die Erinnerung an historische Persönlichkeiten und Ereignisse wach gehalten und die kulturellen Werte und Leistungen der Gesellschaft vergegenwärtigt werden.
H: 119 cm
Vergleichsliteratur
Eisenhofer, Stefan (Hg.), Kulte, Künstler, Könige in Afrika, Linz 1997, p. 242
Drewal, Henry John, Pemberton, John, Yoruba, New York 1989, p. 196
Preis: 2500 - 5000 €
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