Online Katalog zur 67. Tribal Art Auktion
81 Zwei Masken
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Nepal
Holz, schwarz bemalt, in Anklängen naturalistisch modellierte Gesichtszüge mit hohen Wangenknochen und schräg stehenden Augen, min. Reste eines Schnurrbartes aus Echthaar, das mittels schwarzer Masse aufgebracht wurde, Lederband, min. best., Fehlstellen rückseitig am Rand; dazu: eine Maske aus der Mongolei aus schwerem Holz mit Resten von schwarzer Farbe, asiatische Gesichtszüge von flacher stilisierter Formensprache, mit Kaolin gefüllte Eintiefung an der Stirn, min. best., Risse, Schnittspuren
H: 23,5 cm resp. 26,5 cm
Provenienz
German Private Collection, Speyer
Preis: 500 - 1000 €
82 Votivobjekt
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Nepal
Holz, braune Patina, Reste von polychromer Bemalung, handlicher Rundstab, beschnitzt mit anthropomorphem Kopf mit Schädelfratze, bekrönt von großflächigem lanzettförmigem Aufsatz, Emblem in flachem Relief auf der einen Seite, Schriftzeichen auf der Rückseite, min. best., Farbabblätterungen, auf Metallsockel
H: 37,5 cm
Verkauft.
83 Anthropomorphe Gesichtsmaske "Clown"
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Indien, Arunachal Pradesh
Holz, schwarzbraune Patina, rote Farbe, nach unten gezogene, durch runde Eintiefungen akzentuierte Mundwinkel, ornamental angelegte Ohren und Gesichtsfalten, min. best., kleinere Fehlstellen rückseitig, auf Sockel montiert
H: 23 cm
Provenienz
Pace Gallery, New York, USA (Inventory No. 61-0016)
Vergleichsliteratur
Chazot, Eric, Masks of the Himalayas, New York 1990, p. 27
Verkauft.
84 Anthropomorphe Gesichtsmaske
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Indien, Arunachal Pradesh, Monpa
Holz, schwarzbraune Glanzpatina, min. Spuren von rotem Pigment, gelängtes Gesicht mit akzentuierten hohen Wangenknochen und großem, zähnezeigendem Mund, ornamental angelegte, durchbrochene Augen mit durchgehenden geschwungenen Brauen und Tränensäcken, abgeflachter Kopf mit zackenförmiger Haarkontur, min. best., Riss (Wange), auf Metallsockel
H: 32 cm
Verkauft.
85 Stehende männliche Figur
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Indien, Naga
Holz, glänzende rotbraune Patina, partienweise geschwärzt, mit einem Schurz beschnitzt, der rechte Arm senkrecht empor gestreckt, ebenmässige Gesichtszüge, duttartige Frisur rückseitig, min. besch., Risse, kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren; Naga ist ein Sammelbegriff für über 30 Volksgruppen im Nordosten des indischen Subkontinents. Sie verteilen sich auf die heutigen Bundesstaaten Nagaland (seit 1963), Assam, Manipur und Arunachal Pradesh. Ein kleiner Teil lebt auch in der Sagaing-Division im Nordosten Myanmars.
H: 40 cm
Preis: 5000 - 10000 €
86 Zeremonialmesser "dao"
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Indien, Naga
Holzschaft von ovalem Querschnitt, stellenweise verkleidet mit Rotan und Orchideenbast in rot und gelb, rot eingefärbtes Ziegenhaar am oberen Ende, massive breite Eisenklinge, min. best.
L: 77 cm
Preis: 700 - 1400 €
87 Zeremonialmesser "dao"
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Indien, Naga
Holzschaft mit Rotanmanschette, mit schwarzer Farbe überzogen, rot und braun eingefärbte Büschel von Ziegenhaar, breite Eisenklinge, fixiert mit Eisenspange, min. best., Farbabrieb; die Kleidung eines Kriegers war erst mit seinen Waffen, nämlich Speer, Messer "dao" und Schild vollständig. Die einfach gestalteten "dao" wurden im Kampf verwendet, die aufwändiger gearbeiteten dienten als "Schmuck" bei Festlichkeiten und bei rituellen Anlässen.
L: 80,5 cm
Vergleichsliteratur
Oppitz, Michael, Naga Identities, Antwerpen 2008, ill. p. 81
Preis: 900 - 1800 €
88 Zeremonialmesser "dao"
Indien, Naga
Holzschaft mit krustierter schwarzer Patina, im oberen Bereich zur Frontseite in dichten Büscheln besetzt mit rot und schwarz eingefärbtem Ziegenhaar, breite Eisenklinge, fixiert mit Metallspange und Rotanbindung, min. besch., Farbabblätterungen
L: 83 cm
Vergleichsliteratur
Oppitz, Michael, Naga Identities, Antwerpen 2008, ill. p. 81
Preis: 500 - 800 €
89 Zeremonialmesser "dao" im Futteral
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Indien, Naga
Holz, rot eingefärbt, Eisen, Silberblech, flaches Futteral, eine breite Manschette aus geflochtenen Rotanbändern als Halterung für das eingesteckte Messer, Holzgriff mit fein gearbeiteter Silberblechverzierung und Knauf aus Bein, Schlaufe zum Tragen des Messers über der Schulter, min. besch., Farbabblätterungen; das Messer "dao"ist sowohl Schneidewerkzeug als auch Waffe und ist als solches allgegenwärtig im Leben der Naga. Sie verwenden es zum Roden, zum Errichten ihrer Häuser, um Tiere zu töten und zu zerteilen, zur Herstellung von Werkzeug u.v.m.
L: 87,5 cm
Vergleichsliteratur
Somaré Grata, Vigorelli, Leonardo, The Nagas, Bergamo 1992, p. 28
Preis: 750 - 1500 €
90 Zwei Zeremonialspeere
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Indien, Naga
üblicherweise aus dem Holz der Sagopalme "caryota urens", runder Holzschaft, lanzettförmige Spitzen aus Eisen mittels Tülle aufgesteckt, der Schaft kunstvoll verziert mit rot und schwarz eingefärbtem Ziegenhaar, Bindung aus Rotangeflecht, min. besch., an einer Stelle ersetzt, eine Lanzenspitze abgebrochen; diese Speere betonen den Status eines Kriegers. Sie sind bedeutende Insignien, die bei wichtigen Zeremonien eingesetzt werden. Jeder Mann der sich bereits bewährt hat, indem er beispielsweise einen Kopf als Beute genommen oder ein feindliches Dorf niedergebrannt hat, hat das Recht einen solchen Speer zu tragen.
L: 230 cm, 220 cm
Provenienz
Old Dutch Collection
Vergleichsliteratur
Somaré Grata, Vigorelli, Leonardo, The Nagas, Bergamo 1992, p. 27
Verkauft.
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