Online Katalog zur 68. Tribal Art Auktion
221 Maske "nsembu"
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D. R. Kongo, Kumu
leichtes Holz, matte Patina, farbige Fassung, Ritzskarifikationen, Punktbemalung, Randlochung, besch., Fehlstellen, Abriebspuren; die Masken der Kumu heißen "nsembu" oder "ibole" und werden vom "nkunda"-Bund der Zauberer und Wahrsager verwendet werden. Bei den Initiationsfeierlichkeiten für die "nkunda"-Gesellschaft erscheinen die Masken paarweise mit kontrastierender Rollenverteilung.
H: 34 cm
Provenienz
Jean Gürr, Geneva, Switzerland
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Verkauft.
222 Maske "idimu"
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D. R. Kongo, Lega
Holz, eingefärbt mit Kaolin, das stark nachgedunkelt ist, Reste von dunkelbraunen Farbakzenten, Darstellung der Ohren in Draufsicht, eingetiefte Punktataus, Kerbschnitt um den Mund, Grasfaserbart, min. besch., Fehlstelle am linken Rand, Riss; Lega-Masken sind sozusagen Rangabzeichen innerhalb der verschiedenen Initiationsstufen der "bwame"-Gesellschaft. Es werden fünf Typen unterschieden: "lukwakongo", "kayamba", "idimu", "muminia" und "lukungu". Die "idimu"-Masken sind im Besitz der Gemeinschaft und werden von einem Mitglied der "yananio"- oder "kindi"-Intitationsstufe aufbewahrt. Sie werden an einem Holzgestell befestigt. Darum herum werden die kleinen "lukwakongo"-Masken aufgehängt, die individuellen Besitzern gehören und zusammengenommen die Gemeinschaft der "bwame"-Gesellschaft verkörpern.
H: 27 cm
Provenienz
Mrs. Orsinger (1991)
collected in situ 1936 by her father; he got it from Pene Misenga, the District Chief of Schabunda in the Maniema region.
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Vergleichsliteratur
E. L. Cameron, Art of the Lega, Los Angeles 2001, p. 178 f.
Verkauft.
223 Maske
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D. R. Kongo, Lega
Bein (Kniescheibe eines Elefanten), schwarzbraune Patina, herzförmiges Gesichtsfeld, Bart aus Pflanzenfasern, min. besch.
H: 12 cm
Provenienz
Helmut Zimmer, Zurich, Switzerland (1987)
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Verkauft.
224 Maske "lukungu"
D. R. Kongo, Lega
Bein, honigbraune Patina, ovale Form, mit stammestypischem Kreismuster verziert, min. besch., kleine Fehlstellen, feine Risse; "lukungu"-Masken gehören den ranghöchsten Mitgliedern des "bwami"-Bundes, die mit Erreichen der obersten Stufe des "kindi"- Grades ein Höchstmaß an Autorität und Prestige gewonnen haben. Der Begriff "lukungu" bedeutet "Schädel" und verweist darauf, daß die Maske die Erinnerung an verstorbene "kindi"- Angehörige wach halten soll.
H: 11,5 cm
Provenienz
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Preis: 1500 - 2500 €
225 Maske "lukwakongo"
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D. R. Kongo, Lega
helles Holz, geweißt mit Kaolin das Glanzpartikel enthält, schwarze Farbreste, durch gelängten Nasengrat unterteiltes Gesichtsfeld, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren; "lukwakongo"-Masken wurden bei den "yananio"-Riten an junge Männer verliehen. Sie blieben das wichtigste Rangabzeichen bis ihr Besitzer in den "kindi"-Status eintrat und statt dessen eine Elfenbeinmaske "lukungu" als Würdezeichen erhielt.
H: 19 cm
Provenienz
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Verkauft.
226 Maske
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D. R. Kongo, Lele
Holz, rote und weiße Farbe, u-förmig, die Augenpartie betont durch doppelt geschwungene Augenbrauen und tubusförmige Erhebungen an den Seiten, punktförmige Bemalung, Randlochung, rep., min. besch., leichte Abriebspuren; die Lele, eine Ethnie im südwestlichen Kongo, sind stark von der Kunst der nachbarlichen Kuba-Gruppen beeinflusst, so dass viele Kultgegenstände, wie Kopfbecher für Palmwein, Reibeorakel, Trommeln etc. häufig von denjenigen der anderen Kuba-Völker kaum unterschieden werden können. Typisch für die Lele sind jedoch meist bunt bemalte, schildförmige, flache Masken, mit schmalen Augen und mehreren Mündern.
H: 32 cm
Provenienz
Eduard Hess, Basel, Switzerland
ausgestellt
Oberwil 1990
Vergleichsliteratur
Felix, Marc L., 100 Peoples of Zaire and their Sculpture, Brüssel 1987, p. 74 f.
Verkauft.
227 Maske "mfondo"
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D. R. Kongo, Lualwa
Holz, braune Patina, Kaolin, ovale konkav eingetiefte Gesichtsfläche, schmale querrechteckige Augenschlitze, besch., Fehlstelle (linker Fortsatz), feine Risse, leichte Abriebspuren; das Loch unterhalb der Nase diente zur Befestigung einer Kordel, die der Tänzer mit den Zähnen festhielt, so dass er die Maske vor dem Gesicht fixieren konnte. Diese Masken sollen urspr. bei der Initiation der Knaben in den "ngongo"-Bund, sowie bei Jagd- und Fruchtbarkeitsriten verwendet worden sein, um Geister zu beschwichtigen oder deren Wohlwollen zu erlangen.
H: 31 cm
Provenienz
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Verkauft.
228 Maske "mfondo"
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D. R. Kongo, Lualwa
Holz, farbige Fassung, ovale konkav eingetiefte Gesichtsfläche, schmale querrechteckige Augenschlitze, dreieckige Wangenskarifikationen, min. besch., kleine Fehlstellen, leichte Abriebspuren
H: 30 cm
Provenienz
Rive Gauche, Brussels, Belgium (1973)
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Verkauft.
229 Kalebassenfigur "mabwe lugullu"
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D. R. Kongo, Luba
Holz, matte rotbraune Patina, stellenweise schwarze, krustierte Farbe, Stränge mit alten Glasperlen, weibliche Halbfigur auf scheibenförmiger Basis mit Lochung und Resten einer Manschette aus feinem Rotangeflecht, Ritzskarifikationen im Gesicht und am Nabel, zylinderförmiger Aufsatz mit zentraler Öffnung auf dem Kopf, min. best., Risse (linke Kopfseite und Basis); die "mabwe lugullu" genannte Figur, eine Art "nkisi" diente als Aufsatz einer Kalebasse. Die magischen Ingredienzien die der Figur ihre Zauberkraft verliehen, wurden in das Behältnis auf dem Kopf eingefügt. Sie wurde von der "bugabo"-Gesellschaft verwendet, die in der frühen Kolonialzeit bei den östlichen Luba und ihren Nachbarn großen Einfluß hatte. Die "bugabo"-Bundmitglieder waren spezialisiert auf Jagd, Heilung und die Bekämpfung von Verbrechen. Außerdem waren sie berühmt für Weissagung und mächtige Medizin.
H: 28 cm
Provenienz
Émile-François Chambon, Geneva, Switzerland
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Vergleichsliteratur
Cornet, Joseph, A survey of Zairan Art, The Bronson Collection, Raleigh 1978, ill. 172
Roberts, Allen F., Luba, Mailand 2007, pl. 53
Verkauft.
230 Stehende männliche Amulettfigur
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D. R. Kongo, Lulua
Holz, dunkelbraune Patina, rote Pigmentreste, typische Formgebung mit betontem Bauchnabel und Skarifikationen am Hals, Scheitelloch, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert; diese kleinen persönlichen Schutzfiguren dienten dem allgemeinen Wohlbefinden, sollten Glück und Schönheit bringen oder schwangere Frauen beschützen, bzw. den Kindersegen fördern.
H: 16 cm
Provenienz
Paul Timmermans, Diepenbeek, Belgium
René David, Basel, Switzerland (1971)
Eduard Hess, Basel, Switzerland
Verkauft.
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