Online Katalog zur 68. Tribal Art Auktion
411 Tanzstab "oshe shango"
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Nigeria, Yoruba
Holz, fleckige, braune Patina, beschnitzt mit kniender weiblicher Figur, bekrönt von Doppelaxtsymbol, min. besch., feine Risse, Abriebspuren
H: 36,5 cm
Provenienz
Gert Stoll, Munich, Germany
Verkauft.
412 Ifa-Orakelzeiger
Nigeria, Yoruba
Holz, dunkelbraune Patina, mit kniender weiblicher Figur beschnitzt, min. besch., kleine Fehlstellen durch Insektenfrass, auf Metallsockel montiert; Ifa-Zeiger werden vom Wahrsager benutzt, indem er mit dem spitzen Ende auf das Orakelbrett schlägt, um die Aufmerksamkeit von "orunmila" zu erlangen.
H: 38,5 cm
Provenienz
Manfred Schäfer, Ulm, Germany (1981)
Wolfgang Nerlich, Munich, Germany
Preis: 750 - 1500 €
413 Glocke "omo"
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Nigeria, Yoruba
Gelbguss, pyramidal, die Frontseite mit erhabenen anthropomorphen Gesichtszügen versehen, schlaufenförmiger Griff, vollständig mit Klöppel, min. besch., Risse, leichte Korrosionsspuren; diese Glocken hatten rituellen Charakter und dürften zum Herbeirufen der Ahnen verwendet worden sein.
H: 13,5 cm
Verkauft.
414 Glocke "omo"
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Nigeria, Yoruba
Gelbguss, dunkle Patina, vierseitig, mit gebogtem unterem Rand, erhabene Gesichtszüge auf der Frontseite, in drei Reihen angelegter Flechtbanddekor, ösenförmiger Griff, komplett mit Klöppel, Spuren von Korrosion
H: 16 cm
Verkauft.
415 Spiegel
Nigeria, Yoruba
Holz, braun patiniert, gelber und roter Ocker, Spiegelglas, Metallbeschläge, zwei mit Holzleisten eingefasste Spiegel in quadratischem Rahmen, mit Vogelskulpturen besetzt, zwei menschliche Köpfe im Profil am oberen Rand, min. best., Farbabrieb, rep., die wohl ursprünglich die Spiegel verschliessenden Türen fehlen (Reste von Beschlägen); mit kleinen Türen verschlossene Spiegel in Holzrahmen sind ein beliebtes Hochzeitsgeschenk bei den Yoruba. In der Ikonographie symbolisieren Vögel oft Hexen. In diesem Falle jedoch scheinen sie über das häusliche Glück des Paares zu wachen.
M: 31 cm x 34 cm
Vergleichsliteratur
Witte, Hans, A Closer Look, Berg en Dal 2004, p. 147
Preis: 800 - 1600 €
416 Trommel
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Kameruner Grasland
helles Holz, braune Krustenpatina, Pigmentreste, Korpus in Form eines Vierbeiners mit anthropomorphem Kopf und geweißtem Gesicht, komplett mit Trommelstock, min. besch., Gebrauchsspuren
L: 58 cm; H: 27 cm
Provenienz
Bernd Muhlack, Kiel, Germany
Vergleichsliteratur
Brincard, Marie-Thérèse, Afrique, formes sonores, Paris 1990, p. 117, ill. 64
Verkauft.
417 Stehende Figur "mu po"
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Kameruner Grasland, Bamileke
Holz, dunkelbraune, teilweise glänzende Krustenpatina, Lederband, beide Hände zum Kinn greifend, min. besch., feine Risse, leichte Abriebspuren, auf Sockelplatte montiert; diese Figuren wurden im ganzen Grasland für die Wahrsagerei, sowie bei Heilungsritualen verwendet.
H: 15 cm
Provenienz
Didier Claes, Brussels, Belgium
Verkauft.
418 Kopfskulptur "atwonzen"
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Kameruner Grasland, Bamileke, Chefferie Fonchatula
Holzkern, überzogen mit eng geknüpftem Grasfasergeflecht und bestrichen mit schwarzer, lehmartiger Masse, im Gesichtsbereich und am Hinterkopf ist Menschenhaar in die Masse eingedrückt, Kaurimuscheln bilden Augen und Mund, die Frisur besteht aus Strängen von aufgezogenen Miniaturglasperlen in verschiedenen Formen und Farben, min. besch.
H: 22 cm
Provenienz
Belgian Private Collection, Brussels (1979 - 1983)
Vergleichsliteratur
Harter, Pierre, Les Rois Sculpteurs, Paris 1993, p. 96/97
Preis: 1500 - 3000 €
419 Helmmaske "suaga"
Kamerun, Mambila
Holz, krustierte schwarze Patina, rotes und weißes Pigment, nach hinten gebogene Hörner und gegengleich ausschwingendes trichterförmiges Maul, min. best., Risse (Kalotte), Farbabblätterungen; die bedeutensten Maskengestalten der "suaga"-Feiern werden "suaga due" ("Große suaga") und "suaga bor" ("Hunde-suaga") genannt. Bei der Herstellung der "suaga bor" werden Zauberstoffe verwendet, für die die rituelle Tötung von Hunden erforderlich ist. Die Löcher am Maskenrand dienen der Befestigung eines weiten geflochtenen Kostüms, das den Körper des Maskentänzers bedeckt.
L: 41 cm
Provenienz
Christie's Paris, 4.12.2008, lot 159
GVR Archives Registration Nr.
0102639
Vergleichsliteratur
Hahner-Herzog, Iris, Das Zweite Gesicht, Genf, München, New York 1997, ill. 60
Preis: 1500 - 3000 €
420 Stehende männliche Figur
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Kamerun, Mambila
helles Holz, braune Patina, Pigmentreste, herzförmiges Gesichtsfeld mit großen Augen und geöffnetem Mund, typisches Detail, die Zickzack-Kontur der Beine, eckige Vertiefung im Hinterkopf, min. besch., Risse, leichte Abriebspuren, auf Holzsockel montiert; viele Objekte der Mambila-Kunst stehen in Verbindung mit saisonalen Kreisläufen von Pflanzen und Ernten oder dem Ahnenkult. Die Mambila sind vor allem durch ihre skurrilen Tiermasken bekannt geworden. Daneben gibt es meist kleine, seltener große Figuren. Dabei handelt es sich entweder um Ahnenfiguren oder um sogenannte Dorfwächter, die in einer Mauernische aufbewahrt werden.
H: 65,5 cm
Provenienz
Morton Dimondstein, Los Angeles, USA
Edmund Glauder, Santa Monica, USA
Vergleichsliteratur
Gebauer, Paul, Art of Cameroon, New York 1979, p. 213
Verkauft.
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