Privatsammlung Heinz Seeliger (Lose 263 bis 347)
veröffentlicht: 8. November 2010
Privatsammlungen haben ihren spezifischen Reiz, vor allem dann, wenn sie erstmals Einblick in das „Nichtöffentliche“ eines Sammlers bieten. Bei Prof. Dr. med. Seeliger, einem der international renommiertesten Wissenschaftler der Medizinischen Mikrobiologie, Präsident der International Union of Microbiological Societies (IUMS) und Vizepräsident der International Society for Human and Animal Mycology (ISHAM) ist dies der Fall.
Nur einem kleinen Kreis Interessierter war seine Sammlung zugänglich, nur sehr wenige Objekte wurden aus ihr herausverkauft oder getauscht (Lose 263 bis 347).
In einem Briefwechsel von 1972 mit dem Hamburger Kunsthändler Kegel-Konietzko notiert Seeliger: »Meine Sammlung afrikanischer Kunstgegenstände konnte ich in den letzten Jahren um eine Anzahl schöner Stücke erweitern, wobei mir meine Tätigkeit in Afrika ebenso zu Hilfe kam wie meine zunehmende Kenntnis der afrikanischen Kunst«.

Als Lehrstuhlinhaber des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg (1965) leitete er das Tropenhygienische Institut in Lomé (Togo), wo er einige seiner Sammlungsstücke erwarb. Fachkundige Beratung holte er u.a. bei Maria Wyss (Basel), René David (Zürich) und Maurice Ratton (Paris).
So entstand eine Sammlung, deren Herkunft hinsichtlich Provenienzangaben, Kaufquittungen und Expertisen hinreichend glaubwürdig belegt ist, und die bis heute weitgehend geschlossen blieb. Herzstück dieser Sammlung, die von Grabungsfunden aus Altamerika bis nach Luristan (eine der ältesten Regionen des Irans), Indien und Tibet reicht, aber ist Westafrika und der Kongo.
So findet sich unter den Baule der Elfenbeinküste, eine anthropomorphe Affenfigur ‚gbekre’, die dem Schnitzer Kouassikro zugeschrieben wird und aus der Expedition von 1965 stammt (Los 299). In die Gegend um Ségan zu verorten ist die sehr archaisch und zugleich sehr modern anmutende ‚suruku’ Hyänenmaske der Bamana, Mali (Los 288).
Nur einem kleinen Kreis Interessierter war seine Sammlung zugänglich, nur sehr wenige Objekte wurden aus ihr herausverkauft oder getauscht (Lose 263 bis 347).
In einem Briefwechsel von 1972 mit dem Hamburger Kunsthändler Kegel-Konietzko notiert Seeliger: »Meine Sammlung afrikanischer Kunstgegenstände konnte ich in den letzten Jahren um eine Anzahl schöner Stücke erweitern, wobei mir meine Tätigkeit in Afrika ebenso zu Hilfe kam wie meine zunehmende Kenntnis der afrikanischen Kunst«.

Als Lehrstuhlinhaber des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg (1965) leitete er das Tropenhygienische Institut in Lomé (Togo), wo er einige seiner Sammlungsstücke erwarb. Fachkundige Beratung holte er u.a. bei Maria Wyss (Basel), René David (Zürich) und Maurice Ratton (Paris).
So entstand eine Sammlung, deren Herkunft hinsichtlich Provenienzangaben, Kaufquittungen und Expertisen hinreichend glaubwürdig belegt ist, und die bis heute weitgehend geschlossen blieb. Herzstück dieser Sammlung, die von Grabungsfunden aus Altamerika bis nach Luristan (eine der ältesten Regionen des Irans), Indien und Tibet reicht, aber ist Westafrika und der Kongo.
So findet sich unter den Baule der Elfenbeinküste, eine anthropomorphe Affenfigur ‚gbekre’, die dem Schnitzer Kouassikro zugeschrieben wird und aus der Expedition von 1965 stammt (Los 299). In die Gegend um Ségan zu verorten ist die sehr archaisch und zugleich sehr modern anmutende ‚suruku’ Hyänenmaske der Bamana, Mali (Los 288).

