Lot: 36

Maske "mwai" ("mvai" / "mwei")

Papua-Neuguinea, Mittlerer Sepik, Iatmul

Provenienz Größe Zuschlag
American Private Collection (1958)
Michael Hamson, Palos Verdes, California, USA
H: 55 cm 9100 EUR

Holz, Pigmentreste, Muschelringe, altes Sammlungsetikett: "2703 Sepik River Totemic Mask 22" PSW '58" - "Powte", Sockel "Mwai" Masken werden an großen kegelförmigen Gestellen befestigt, die mit bemalten Palmblattscheiden ummantelt und üppig mit Federn, Blättern und allerlei Verzierungen geschmückt sind. Am unteren Teil des Gestells ist ein Fransenschurz befestigt, der den Körper des Tänzers verbergen soll. Die Masken treten immer paarweise auf, sie stellen Sippenahnen in Gestalt von Bruder und Schwester dar. Die Kostüme werden von jüngeren, neu initiierten Männern getragen, die unter dem Gestell verborgen, in "Brüllrohre" singen. Frauen umtanzen die Masken und versuchen an den Beinen die Identität des Maskenträgers zu erkennen. So dienen die Auftritte auch der Annäherung der Geschlechter und dem Liebeszauber.


Meyer, Anthony J.P., Ozeanische Kunst, Vol. I, Köln 1995, p. 224, ill. 234 Craig, Barry (ed.), Living spirits with fixed abodes, Honolulu 2010, p. 206