Lot: 25

Reisgott "bulul"

Philippinen, Provinz Ifugao, Lagawe

Provenienz Größe Aufruf / Schätzpreis
American Private Collection H: 60 cm 2500 EUR / 4500 EUR

Holz, Keramik, Fehlstellen durch Insektenfraß

"Bulul" werden von Priestern mit magischer Kraft "aufgeladen", zeremoniell beopfert und in den Reis-Speichern zum Schutz der Ernte aufgestellt.

"Bulul" stehen in erster Linie mit dem Reisanbau in Verbindung. Sie gelten als Prestigeobjekte, deren Besitz weitgehend der herrschenden Klasse vorbehalten war.

Das Schnitzen eines "bulul" war ein aufwändiger Prozess, der in allen Stadien, von der Auswahl des Baumes, über das Fällen und Anliefern im Dorf, bis hin zum Schnitzen von feierlichen Riten begleitet wurde.

Beim Schnitzen der Figur waren mehrere Künstler beteiligt. Nach ihrer Fertigstellung rezitierte ein Zauberpriester "mumbaki" die Ursprungsgeschichte des "bulul", wodurch die mythischen Kräfte auf die Figur übertragen wurden. Abschließend wurde der "bulul" im Blut geopferter Schweine gebadet. Der ganze Prozess konnte bis zu sechs Wochen in Anspruch nehmen.