Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wo kann ich bieten? Wie kann ich bieten? Was bedeutet "Aufrufpreis" ? Was ist eine Liveauktion? Diese und andere Antworten finden Sie hier. 

 
Falls Ihre Frage nicht beantwortet wurde, können Sie uns jederzeit gerne anrufen oder schreiben .

Allgemeines

Was ist eine Auktion?

Während einer Auktion oder Versteigerung werden Gegenstände käuflich angeboten. Der exakte „Kaufpreis“ steht jedoch vorher noch nicht fest, sondern aufgrund eines vorher festgesetzten Aufrufpreises (Mindestpreis) können potentiell interessierte Kunden ihre Gebote abgeben. Der jeweils Höchstbietende erhält den Zuschlag für das Objekt. In der Versteigererordnung bzw. den jeweiligen Versteigerungsbedingungen sind die Abläufe und Regeln hierfür gesetzlich festgelegt. Diese hängen entweder aus und sind meist auch im Katalog abgedruckt.

Kann jeder an einer Auktion teilnehmen?

Auktionen sind öffentlich, allerdings müssen die Bieter voll geschäftsfähig sein und der Auktionator hat das Recht Personen von der Auktion auszuschließen.

Kostet der Besuch einer Auktion Eintritt?

Es ist nicht üblich Eintrittsgeld zu verlangen, bei Sonderauktionen oder ähnlich speziellen Versteigerungen kann es aber sein, dass der Kauf eines Kataloges zur Bedingung gemacht wird.

Gibt es eine Kleiderordnung?

Nein, es gibt keine Vorgaben bezüglich der Garderobe.

Vor der Auktion

Ist der Besitz des Kataloges Voraussetzung?

Im Katalog werden die meisten Objekte, die zur Auktion kommen, abgebildet und alle werden ausführlich beschrieben (Klassifizierung, Aussehen, Größe, Erhaltungszustand), so dass der Kunde sich bereits im Vorfeld einen Überblick verschaffen kann. Der Besitz des Kataloges ist keine zwingende Notwendigkeit für die Teilnahme an der Versteigerung, allerdings kann man sich in Gewährleistungsfällen nicht darauf berufen, keinen Katalog zu haben.

Gibt es die Möglichkeit zusätzliche Auskünfte zu erhalten?

Sollten noch Fragen zu Objekten bestehen, die nicht in der Katalogbeschreibung erklärt werden, gibt es die Möglichkeit sich von Mitarbeitern des Auktionshauses telefonisch oder persönlich beraten zu lassen.

Kann ich die Ware bereits vor der Auktion in Augenschein nehmen?

Es ist üblich die gesamten Objekte, die auktioniert werden eine gewissen Zeitspanne vor der Auktion zur Besichtigung zugänglich zu machen, um es den Kunden zu ermöglichen, sich persönlich einen Eindruck von den Waren zu verschaffen.

Kann ich selbst Ware zur Auktion geben?

Die Objekte gehören nicht dem Auktionator bzw. dem Auktionshaus, sondern werden von verschiedenen Einlieferern gebracht. Im Prinzip ist es jedem möglich Ware für die Auktion zu bringen, allerdings müssen die Objekte einem gewissen Qualitätsstandard entsprechen und die jeweiligen Einlieferungsfristen sind zu beachten.

Wie berechnen sich die Versicherungsgebühren?

Die Höhe der Versicherungsgebühr beträgt 0,5 ‰ des festgelegten Limitpreises des Objekts zuzüglich des jeweils gültigen Mehrwertssteuersatzes. Die Versicherung deckt den Zeitraum ab der Festlegung des Limitpreises bis zur Abholung des Objektes ab.
Sollte ein nicht verkauftes Objekt in einer späteren Auktion erneut angeboten werden, errechnet sich die Versicherung nach dem neuen Limitpreis.

Fallen Einlagerungskosten für die Objekte an?

Nicht verkaufte Objekte sollten in einem zeitlich adäquaten Rahmen wieder abgeholt werden - es sei denn, sie kämen in eine weitere Auktion. Geschieht dies trotz schriftlicher Aufforderung des Auktionshauses nicht, werden für die weitere Lagerung der Objekte Gebühren in Höhe von 2 Euro (zuzüglich MwSt.) je Objekt je Tag fällig.

Während der Auktion

Muss ich bieten, wenn ich zu einer Auktion gehe?

Nein, es gibt keine Verpflichtung zu bieten oder zu kaufen.

Wie biete ich, und wie läuft der Prozess des Bietens ab?

Es gibt mehrere Möglichkeiten des Bietens:

  • als Saalbieter: Dies erfordert persönliche Anwesenheit während der Auktion. Gebote werden durch Heben der Bieterkarte mit darauf vermerkter Bieternummer abgegeben.

  • als Internetbieter: Derzeit besteht eine Kooperation mit liveauctioneers.com .

  • als Briefbieter: Hierbei wird das Gebot bereits im Vorfeld schriftlich abgegeben. Man hat die Möglichkeit den Auktionator zu ermächtigen bis zu einem bestimmten Prozentsatz über dem angegebenen Höchstgebot weiter zu bieten. Diese Möglichkeit wird häufig genutzt, wenn es dem Bieter nicht möglich ist, persönlich zu erscheinen. Gebote per E-Mail sind rechtlich problematisch, da nicht eindeutig zu klären ist, wer das Gebot abgegeben hat und keine Unterschrift vorliegt. Meist ist es aber dennoch möglich diesen Weg zu wählen, sofern man vorher seine Identität verifiziert hat oder persönlich bekannt ist.
  • als Telefonbieter: Für Kunden, die nicht persönlich an der Auktion teilnehmen können, besteht die Möglichkeit, ihr Gebot beim Aufruf des entsprechenden Lots telefonisch abzugeben und so quasi 'live' mit zu steigern.
    Hierbei ist für Kunden aus dem Ausland und speziell Übersee wichtig zu beachten, dass die Auktion nach Mitteleuropäischer (Sommer-) Zeit stattfindet. Beim telefonischen Bieten benötigen wir zu allererst das Lot, auf das Sie bieten wollen. Außerdem die komplette Rechnungsanschrift und Telefonnummer (Festnetz und/oder Mobilfunk) zu benennen, unter der wir Sie am Auktionstag erreichen können. Ungefähr zehn Lots vor dem gewünschten Gebot werden wir Sie telefonisch kontaktieren.

Zum Prozess des Bietens: Die im Katalog aufgeführten Preise sind Aufruf- und Schätzpreise. Gesteigert wird um ca. 10% (Für Internetbieter gelten die gelisteten Gebotsschritte auf der jeweiligen Plattform). Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaliger Wiederholung des höchsten Gebotes ein Übergebot nicht gegeben ist und der vom Einlieferer vorgeschriebene Mindestzuschlagspreis erreicht ist.

Kann ein einmal abgegebenes Gebot wieder zurückgenommen werden?

Nein, ein Gebot ist bindend und kann daher nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Gibt es Auskunft darüber, welche Gebote bereits vorliegen?

Nein, die bereits abgegebenen Vorgebote sind streng vertraulich und für Kunden nicht einsehbar.

Was ist ein Aufrufpreis?

Unter Aufrufpreis versteht man eine Art Mindestpreis, also die Summe mit der das Objekt zur Versteigerung aufgerufen wird. Der Aufrufpreis ist keinesfalls gleichzusetzen mit dem Schätzwert eines Objektes und sagt nichts über den tatsächlichen Wert aus.

Was ist ein Zuschlag?

Nachdem das Objekt solange aufgerufen wurde, bis kein höheres Gebot mehr abgegeben wurde erfolgt der Zuschlag. Der Auktionator hält sich dabei an genau festgelegte Steigerungsstufen, die mit dem Limit beginnen. Hierbei werden die Gebote von Saalbietern, Brief- und Telefonbietern gleichermaßen berücksichtigt. Für den Fall, dass zwei gleich hohe schriftliche Gebote vorliegen, bedient sich der Auktionator des Zufallentscheides. Bei traditionellen Auktionen wird der Zuschlag durch Klopfen mit dem Hammer signalisiert.

Nach der Auktion

Welche weiteren Kosten fallen beim Erwerb eines Objektes in einer Auktion an?

Auf den Zuschlag ergeht ein Aufgeld von 21 % (Internetbieter 26 %) zuzüglich des aus dem Aufgeld resultierenden gültigen Mehrwertsteuersatzes.

Für Verpackung und Versand erheben wir eine Pauschale von 50,00 Euro innerhalb Deutschlands / 80 Euro europaweit. Für alle übrigen Länder erheben wir eine Pauschale von 50 Euro zuzügl. gewichts- und volumenabhängigen Versandkosten. Gesonderte Speditionsaufträge sowie Sperrgut und internationale Transporte richten sich nach dem wirtschaftlichsten Anbieter und werden extra berechnet. Die Versendung ersteigerter Sachen auf Wunsch des Käufers geschieht auf dessen Kosten und Gefahr. Hinzu kommt eine obligatorische Transportversicherung, die Risiken abdeckt, die mit dem Transport verbunden sind.

Besteht die Notwendigkeit zur Einholung von CITES-Bescheinigungen zwecks Erteilung von Ausnahmegenehmigungen vom Vermarktungsverbot von Gegenständen, die dem Artenschutzabkommen unterliegen, so gehen hierfür anfallende Kosten zu Lasten des Käufers (100 Euro je CITES). Gleiches gilt für Genehmigungen zur Ausfuhr von Kulturgut (100 Euro je Genehmigung).

Welche Bezahlungsmöglichkeiten sind möglich?

Neben einer Zahlung in bar oder per Scheck (Scheck nur innerhalb Deutschlands) unmittelbar nach der Auktion, gibt es auch die Möglichkeit, das Geld per Lastschriftverfahren, Banküberweisung oder per Kreditkarte zu übermitteln. Schecks werden nicht akzeptiert. Die Rechnung ist innerhalb von sieben Tagen nach Rechnungsstellung zu begleichen.

Ist es möglich sich die erworbenen Objekte zusenden zu lassen?

Falls es dem Bieter nicht möglich ist sein Objekt abzuholen, kann das Auktionshaus den Versand übernehmen. Die dabei anfallenden Kosten gegebenenfalls einschließlich Versicherung sind den Verkaufsbedingungen (§ 18) zu entnehmen.

Sind die erworbenen Objekte transportversichert?

Um den bequemen und sicheren Transport eines erworbenen Objekts zu gewährleisten, hat das Haus eine obligatorische Transportversicherung abgeschlossen. Sie deckt Risiken ab, die mit dem Transport verbunden sind. Im Inland fallen 1,5 ‰ des Warenwerts an, innerhalb Europas (inkl. Schweiz und Norwegen) sind es 2,5 ‰, für Nordamerika 3,5 ‰ und für alle weiteren Gebiete 6,0 ‰.
Verkaufsbedingungen (§ 18)

Kann man auch nach Ablauf der Auktion noch Objekte erwerben?

Nach jeder Auktion findet für die Dauer einer Woche ein Nachverkauf statt. In der Regel werden die unverkauften Objekte zum Aufrufpreis zuzüglich Aufgeld und der aus dem Aufgeld resultierenden Mehrwertsteuer verkauft.

Woher weiß man, welche Objekte verkauft wurden und zu welchem Preis?

Nach der Auktion erscheint eine Ergebnisliste im Internet, die es ermöglicht nach zu verfolgen, welche Objekte verkauft wurden und welche noch im Nachverkauf zu erwerben sind. Auch die Zuschlagspreise sind der Ergebnisliste zu entnehmen. Über den Online Katalog können die Zuschläge allerdings schon unmittelbar nach der Auktion erfragt werden.

Was ist eine Einliefererabrechnung?

Gemäß den Versteigerungsbedingungen erhält der Einlieferer innerhalb einer bestimmten Zeit nach der Auktion die Einliefererabrechnung. Dabei wird dem Einlieferer vom Zuschlag eine Kommission abgezogen und weitere Gebühren für die Abbildung im Katalog und die Versicherung in Rechnung gestellt.

Was geschieht mit unverkauften Objekten?

Objekte, die während der Auktion oder des Nachverkaufs nicht verkauft wurden, werden entweder an den Einlieferer zurückgegeben oder zu einem reduzierten Preis nochmals in einer späteren Auktion angeboten.